Nichtanrechnung von Wehrdienst bei Versicherten in ständischen Versorgungseinrichtungen

von
Uwe M

Hallo,

ich habe 82/83 meine Wehrpflicht geleistet, dann studiert, war ab Berufsbeginn sofort in der ständischen Versorgungseinrichtung pflichtversichert.
In der Konstellation verfallen angeblich die Rentenpunkte.
15 mon Jugendzeit "-verschwendung" war ja ok, aber das ich jetzt beitragstechnich auch noch so bestraft werde, finde ich nicht ok.
Frau ohne Kinder und ohne Dienstpflicht hatte 1 Jahr mehr Zeit, um in der hohen Verdienstklasse am Berufsende einzuzahlen.

Wenn etwas diskriminierend ist, dann ein ZWangsdienst an der Allgemeinheit, der dann so selektiv nicht anerkannt wird.

Danke

von
W°lfgang

Hallo Uwe M,

wo ist Ihr Problem, wenn IHR Versorgungssystem die Wehrpflichtzeit nicht anrechnet (die DRV trotzdem!)?

Vielleicht 'mosern' Sie in Ihrem Versorgungssystem mal an der richtigen Stelle - die DRV bietet Ihnen immerhin die Option, einen Rentenanspruch noch zu erreichen/mit ein bisschen Eigenkapital. Anderseits haben Sie für die Wehrdienstzeit nicht 1 Pfennig an Beitrag selbst gezahlt ← von wegen meine 'EP' (damals noch WE ;-)) ...noch Fragen?

Sie hätten auch verweigern – oder auf Ersatzdienst switchen können ...wenn Ihre Berufswahl damals schon fest im Blick: DRV = niemals *g

HEUTE/40 Jahre später (!) darüber lamentieren (dieser *Scheiß-Staat _jetzt_ aber auch ...damals waren Sie wohl dankbar für alle Unterstützungen?!) ist einfach billigste Argumentation ...*mimimi, mein Punkte (die ich nie finanziert hatte :-))

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Uwe M.,

aus Ihren Darstellungen ergibt sich keine konkrete rentenrechtliche Frage.

von
Gaskell

Hallo,
ich kann Wolfgang nur zustimmen.
Dieser Staat und seine Bürger haben Ihnen damals außerdem ein kostenfreies Studium ermöglicht.

Frauen waren vom Wehrdienst auch deshalb ausgenommen um die Benachteiligung durch die Kindererziehung etwas abzumildern.
Schauen Sie sich mal die Renten der westdeutschen Frauen an, die hätten Grund zum Klagen. Es gab nur unzureichende Kinderbetreuungsmöglichkeiten und diese hatten fast alle nur wenige Stunden geöffnet etc., etc.

Wenn Sie Kinder hätten und die Rentenpunkte Ihnen zugeordnet wären, würde Ihre ständische Versorgungseinrichtung sehr wahrscheinlich gar nichts dafür zahlen. Aber in der DRV hätten Sie mit zwei Kindern schon einen eigenen Rentenanspruch bezahlt von all den anderen Einzahlern ohne dass Sie auch nur einen eigenen Beitrag eingezahlt hätten.

von
Oh Mann

Der arme Uwe M.! Eine Runde Mitleid für den Empfänger von Leistungen aus einem Versorgungswerk.

von
Darter

Zitiert von: Gaskell

Schauen Sie sich mal die Renten der westdeutschen Frauen an, die hätten Grund zum Klagen.
Nö. Kinderkriegen und Hausfrau sein, ist ja wohl ein selbst gewähltes Lebensmodell. Dann hätten die Weibsen halt für Veränderungen demonstrieren sollen oder was anderes wählen sollen oder eine eigene Interessenvertretung gründen und vor allem etwas anderes lesen sollen als Farah und der Schahi m goldenen Blatt. Kein Führerschein, keine Arbeit ohne Zustimmung des Mannes, was wären die Weibsen blöd. Tja, da ist dann bei der Rente eben Schmalhans der Küchenmeister,wenn man, statt zu arbeiten, den Pudel spazieren geführt hat!

von
W°lfgang

Zitiert von: Oh Mann
Eine Runde Mitleid für den Empfänger

Ergänzend:

Mitleid/eher Unverständnis kommt dann auf, wenn er die erforderlichen 60 Monate Beitragszeit nicht auffüllt und damit bereits in grob 5 Jahren seinen Kapitaleinsatz wieder im Tresor hat/und das Finanzamt schenkt ihm ggf, auch noch ein paar Steuern für die Beitragszahlungen ...what shells - dieser *Scheiß-Staat eben, alles Betrüger, Echsenmenschen + Desinformanten ;-))

Gruß
w.

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