Nichtantritt ambulante psychosomatische Reha

von
Susanne Bertr.

Ich habe folgende Frage: Ich bin seit 8 Wochen krank geschrieben wg. burn-out/ Depressionen bedingt durch meine derzeitige Arbeitsstelle. Ich habe nach ca. 4 Wochen einen Antrag auf eine ambulante Reha gestellt, der auch bewilligt wurde. Nun warte ich auf den Termin (teilt die Klinik mit). Ich habe parallel begonnen Bewerbungen zu schreiben, da meine Arbeitsstelle ursächlich für meinen burn-out verantwortlich ist und ich auch keine Hoffnung habe, dass sich dort die Bedingungen ändern werden. Ich habe demnächst ein Bewerbungsgespräch, auf das ich viel Hoffnungen setze. Nun mein Problem: Wenn ich die Stelle vor der Reha antreten müsste, müsste ich zunächst zur Krankenkasse und dort die Bewilligung des Nichtantritts der Reha bekommen. Den Arbeitsbeginn könnte ich nicht verschieben. Muss ich dann Krankengeld zurückzahlen? Wie verhalten sich die KK in so einem Falle?

LG
Susanne

von Experte/in Experten-Antwort

Bei diesem Forum handelt es sich um ein Forum der gesetzlichen Rentenversicherung, das auch Themen rund um die private Altersversorgung beinhaltet.

Fragen bzgl. der gesetzlichen Krankenversicherung werden in diesem Forum nicht behandelt.
Vielleicht kann sich der ein oder andere Leser trotzdem einen Beitrag zu Ihrer Fragestellung geben.

Ich an Ihrer Stelle würde das direkte Gespräch mit der Sachbearbeitung Ihrer Krankenkasse suchen.

von
???

Wenn Sie arbeiten, ist es Ihrer Krankenkasse herzlich egal, ob Sie zur Kur gehen oder nicht. Hauptsache Sie beziehen kein Krankengeld mehr.
Eine andere Frage ist es, ob Sie in einem psychisch angeschlagenen Zustand sich den Stress eine Einarbeitung an einem neuen Arbeitsplatz antun sollten. Sprechen Sie darüber mit Ihrem behandelnden Arzt.

von
Susanne Bertr.

Mir ist der Kraftaufwand einer neuen Stelle bewusst. Letztlich ist es eine Chance, die ich gerne ergreifen würde. Mein Arzt rät mir schon seit langem zum Jobwechsel, aber die Chance muss sich ja auch erst ergeben -war bisher wenig erfolgreich :(
Daher würde ich, wenn alles gut läuft, die Chance nutzen.

von
Klaus-Peter

Das tun Sie das doch einfach und nehmen die neue Stelle an, sofern Sie diese dann auch wirklich bekommen. Der Kasse wird dies sogar sehr gefallen, da dann ja sofort die Krankengeldzahlung entfällt. Und eine " Genehmigung " zum Nichtantritt der amb. Reha brauchen Sie bei der Kasse auch nciht einholen. Wie kommen Sie den darauf ? Das können Sie ja immer noch selbst entscheiden ob Sie selbige antreten oder nicht. Ihr Dispsotionsrecht ist ja wohl nach so kurzer Zeit der Krankschreibung seitens der Kasse noch nicht eingeschränkt. Und sofern das nicht der Fall ist können Sie alles selbst etnscheiden ohne Rücksprache mit der Krankenkasse.

ABER :
Ob letzlich eine neue Arbeitsstelle ihre psychische Erkrankung beseitigt bzw. verbessert oder ob deren Ursachen doch viel tiefer und ganz woanders liegen ( was sich oft erst später in einer Psychotherapie herausstellt ...) wird sich dann zeigen. Unterschätzen Sie bitte auch nicht die Einarbeitung in eine neue Stelle und die neuen Kollegen. Auch dort KANN es dann Probleme geben wenn man psychisch labil ist und die Krankheit könnte sich weiter verschlimmern. Bitte also ohne Selbstüberschätzung der eigenen Kräfte so eine Sache angehen.

Drücke ihnen die Daumen das alles so gelingt wie Sie sich das denken.