Noch Ansprüche?

von
Britta B.

Sehr geehrte Experten und Forumsteilnehmer,

folgender Verlauf=

ab Dez. 19 im Krankengeld.
Reha Dez 19 bis Jan. 20.
EM Rentenantrag Nov. 20 gestellt.
Krankengeld erhalten bis 8.April 2021.
Ab 9.April Alg 1 im Rahmen der Nahtlosigkeit.
August 2021 Rentenbescheid.. Volle Erwerbsminderungsrente rückwirkend ab Nov.19 (Wartezeit! Somit Zahlung ab Mai 2020)
Die Krankenkasse hat ihre Ansprüche gestellt und das Krankengeld wurde ab Mai 20 bis 8.April 21 von der DRV an sie zurück erstattet. Jobcenter stellte Ansprüche auch diese wurden von der DRV (Zeitraum 9.4.21 bis August 21)zurück erstattet.
Da die EM Rente bis Oktober 2022 befristet ist, muss ich nächstes Jahr, Verlängerung beantragen. Ich werde dies früh genug tun(6 Monate vorher).
Falls diese Zeit nicht ausreicht bis der Verlängerungsbescheid kommt, an wenn muss ich mich wenden?
Es besteht meiner Meinung nach bei der Krankenkasse noch Anspruch, da die ja fast 1,Jahr zurück bekommen haben und das Arbeitsamt auch alles zurück bekommen hat.

Kann mir jemand dazu Informationen geben.

Ich bedanke mich herzlich.

Grüße
Britta B.

von
KSC

Ja diese Auskunft werden Ihnen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, bzw. Ihrer Krankenkasse gerne geben.

Erkundigen Sie sich dort!

von
Britta B.

[quote=377566]Ja diese Auskunft werden Ihnen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, bzw. Ihrer Krankenkasse gerne geben.

Erkundigen Sie sich dort![/quot

Danke für Info
Grüße Britta B.

von
Britta B.

Zitiert von: Britta B.
[quote=377566]Ja diese Auskunft werden Ihnen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit, bzw. Ihrer Krankenkasse gerne geben.

Erkundigen Sie sich dort![/quot

Danke für Info
Grüße Britta B.

Ich vergaß... Für die äußerst hilfreiche Info.

Grüße
Britta B.

von
Uschi

Zitiert von: Britta B.
Sehr geehrte Experten und Forumsteilnehmer,

folgender Verlauf=

ab Dez. 19 im Krankengeld.
Reha Dez 19 bis Jan. 20.
EM Rentenantrag Nov. 20 gestellt.
Krankengeld erhalten bis 8.April 2021.
Ab 9.April Alg 1 im Rahmen der Nahtlosigkeit.
August 2021 Rentenbescheid.. Volle Erwerbsminderungsrente rückwirkend ab Nov.19 (Wartezeit! Somit Zahlung ab Mai 2020)
Die Krankenkasse hat ihre Ansprüche gestellt und das Krankengeld wurde ab Mai 20 bis 8.April 21 von der DRV an sie zurück erstattet. Jobcenter stellte Ansprüche auch diese wurden von der DRV (Zeitraum 9.4.21 bis August 21)zurück erstattet.
Da die EM Rente bis Oktober 2022 befristet ist, muss ich nächstes Jahr, Verlängerung beantragen. Ich werde dies früh genug tun(6 Monate vorher).
Falls diese Zeit nicht ausreicht bis der Verlängerungsbescheid kommt, an wenn muss ich mich wenden?
Es besteht meiner Meinung nach bei der Krankenkasse noch Anspruch, da die ja fast 1,Jahr zurück bekommen haben und das Arbeitsamt auch alles zurück bekommen hat.

Kann mir jemand dazu Informationen geben.

Ich bedanke mich herzlich.

Grüße Mh, einmal schreiben Sie ab April Alg 1,dann ist auf einmal das Jobcenter im Spiel. Wenn Sie vor Rentenbeginn SV-pflichtig beschäftigt waren, bzw. Alg 1 bezogen haben und die Anspruchsdauer noch nicht ausgeschöpft ist, käme Alg 1 wieder in Frage. Eigentlich war es mal Usus, dass man sich 3 Monate vor Ende einer befristeten EM-Rente auch bei der AfA meldet. Scheint wohl heutzutage nicht mehr so zu sein?
Britta B.

Experten-Antwort

Hallo, Britta,

da Sie in der geschilderten Situation noch keine Leistungen der DRV erhalten würden, weil eine Entscheidung nicht vorläge. Bzw. eine Verlängerung abgelehnt würde, haben Sie die Möglichkeit rechtzeitig Krankengeld bei Ihrer zuständigen Krankenkasse zu beantragen. Die Krankenkasse entscheidet darüber, ob Sie Leistungen von dort erhalten. Deswegen wäre es auch jetzt schon für Sie möglich, die genannte Situation mit der Krankenkasse zu besprechen. Sollten dort doch keine Ansprüche mehr bestehen, wäre eine weitere Stelle, die in Frage käme die Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter.
Wir hoffen jedoch, dass eine Entscheidung im Rentenverfahren schnell getroffen wird und Sie nicht in die geschilderte Situation kommen.

von
Siehe hier

Sofern noch ein Restanspruch auf Krankengeld besteht (und dies ist durch die Erstattung dann ja gegeben), ist der Anspruch nur nach § 48 SGB V (und nicht nach §50 SGB V) zu beurteilen.

Hierzu gibt es zwei BSG Urteile B 1 KR 5/97 R und B 1 KR 8/97 R

Wichtig hierbei ist nur, dass es sich dann um dieselbe Krankheit handeln muss, wie vor der EM-Rente. Insofern müsste dann der Arzt auf der Bescheinigung 'Ab 7. AU Woche oder sonstiger Krankengeldfall' angekreuzt (also dass es eine Folgebescheinigung ist) und auch der damalige Diagnoseschlüssel angegeben werden.

Die GKV findet diese Urteile zwar nicht so toll, aber noch ist es geltendes Recht. Sofern dann im Oktober 2022 tatsächlich ein Bescheid von der Rentenversicherung nicht vorliegen sollte, sollten Sie sich also spätestens am letzten Werktag vor Ablauf der Bewilligungsfrist diese Folgebescheinigung von Ihrem Arzt ausstellen lassen und innerhalb von sieben Tagen bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Da die Krankenkasse über eine Weiterbewilligung ebenfalls informiert wird, und dies per Datenübermittlung, d.h. die KK hat den Bescheid meist sogar schneller als der Versicherte selbst, erhalten Sie also schlimmstenfalls ein Ablehnungsschreiben über Krankengeld, weil Sie (weiter) Rente beziehen.
Ansonsten würde die KK erst einmal bezahlen müssen und kann dann bei (späterer aber rückwirkend gültiger) Weiterbewilligung Erstattungsansprüche stellen (wie seinerzeit bei Rentenbeginn auch).

Sie sollten sich also sicherheitshalber die Aktenzeichen der Urteile notieren (oder überhaupt die hier im Forum gegeben Antworten auf Ihre Fragen einfach ausdrucken um sie dann später parat zu haben).

Alles Gute!

von
Britta B.

Zitiert von: Siehe hier
Sofern noch ein Restanspruch auf Krankengeld besteht (und dies ist durch die Erstattung dann ja gegeben), ist der Anspruch nur nach § 48 SGB V (und nicht nach §50 SGB V) zu beurteilen.

Hierzu gibt es zwei BSG Urteile B 1 KR 5/97 R und B 1 KR 8/97 R

Wichtig hierbei ist nur, dass es sich dann um dieselbe Krankheit handeln muss, wie vor der EM-Rente. Insofern müsste dann der Arzt auf der Bescheinigung 'Ab 7. AU Woche oder sonstiger Krankengeldfall' angekreuzt (also dass es eine Folgebescheinigung ist) und auch der damalige Diagnoseschlüssel angegeben werden.

Die GKV findet diese Urteile zwar nicht so toll, aber noch ist es geltendes Recht. Sofern dann im Oktober 2022 tatsächlich ein Bescheid von der Rentenversicherung nicht vorliegen sollte, sollten Sie sich also spätestens am letzten Werktag vor Ablauf der Bewilligungsfrist diese Folgebescheinigung von Ihrem Arzt ausstellen lassen und innerhalb von sieben Tagen bei Ihrer Krankenkasse einreichen.

Da die Krankenkasse über eine Weiterbewilligung ebenfalls informiert wird, und dies per Datenübermittlung, d.h. die KK hat den Bescheid meist sogar schneller als der Versicherte selbst, erhalten Sie also schlimmstenfalls ein Ablehnungsschreiben über Krankengeld, weil Sie (weiter) Rente beziehen.
Ansonsten würde die KK erst einmal bezahlen müssen und kann dann bei (späterer aber rückwirkend gültiger) Weiterbewilligung Erstattungsansprüche stellen (wie seinerzeit bei Rentenbeginn auch).

Sie sollten sich also sicherheitshalber die Aktenzeichen der Urteile notieren (oder überhaupt die hier im Forum gegeben Antworten auf Ihre Fragen einfach ausdrucken um sie dann später parat zu haben).

Alles Gute!

Vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort.

Grüße
Britta B.

von
Britta B.

Zitiert von: Experte/in
Hallo, Britta,

da Sie in der geschilderten Situation noch keine Leistungen der DRV erhalten würden, weil eine Entscheidung nicht vorläge. Bzw. eine Verlängerung abgelehnt würde, haben Sie die Möglichkeit rechtzeitig Krankengeld bei Ihrer zuständigen Krankenkasse zu beantragen. Die Krankenkasse entscheidet darüber, ob Sie Leistungen von dort erhalten. Deswegen wäre es auch jetzt schon für Sie möglich, die genannte Situation mit der Krankenkasse zu besprechen. Sollten dort doch keine Ansprüche mehr bestehen, wäre eine weitere Stelle, die in Frage käme die Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter.
Wir hoffen jedoch, dass eine Entscheidung im Rentenverfahren schnell getroffen wird und Sie nicht in die geschilderte Situation kommen.

Danke für Ihre Antwort.
Grüße
Britta B

von
Britta B

Zitiert von: Uschi
Zitiert von: Britta B.
Sehr geehrte Experten und Forumsteilnehmer,

folgender Verlauf=

ab Dez. 19 im Krankengeld.
Reha Dez 19 bis Jan. 20.
EM Rentenantrag Nov. 20 gestellt.
Krankengeld erhalten bis 8.April 2021.
Ab 9.April Alg 1 im Rahmen der Nahtlosigkeit.
August 2021 Rentenbescheid.. Volle Erwerbsminderungsrente rückwirkend ab Nov.19 (Wartezeit! Somit Zahlung ab Mai 2020)
Die Krankenkasse hat ihre Ansprüche gestellt und das Krankengeld wurde ab Mai 20 bis 8.April 21 von der DRV an sie zurück erstattet. Jobcenter stellte Ansprüche auch diese wurden von der DRV (Zeitraum 9.4.21 bis August 21)zurück erstattet.
Da die EM Rente bis Oktober 2022 befristet ist, muss ich nächstes Jahr, Verlängerung beantragen. Ich werde dies früh genug tun(6 Monate vorher).
Falls diese Zeit nicht ausreicht bis der Verlängerungsbescheid kommt, an wenn muss ich mich wenden?
Es besteht meiner Meinung nach bei der Krankenkasse noch Anspruch, da die ja fast 1,Jahr zurück bekommen haben und das Arbeitsamt auch alles zurück bekommen hat.

Kann mir jemand dazu Informationen geben.

Ich bedanke mich herzlich.

Grüße Mh, einmal schreiben Sie ab April Alg 1,dann ist auf einmal das Jobcenter im Spiel. Wenn Sie vor Rentenbeginn SV-pflichtig beschäftigt waren, bzw. Alg 1 bezogen haben und die Anspruchsdauer noch nicht ausgeschöpft ist, käme Alg 1 wieder in Frage. Eigentlich war es mal Usus, dass man sich 3 Monate vor Ende einer befristeten EM-Rente auch bei der AfA meldet. Scheint wohl heutzutage nicht mehr so zu sein?
Britta B.

Vielleicht haben Sie es nicht richtig verstanden.... Jaaa bringe nach Krankengeld ab 9. April 21 ALG1 ins Spiel, und das, kommt bekanntlich vom Jobcenter.

Grüße
Britta B

von
Siehe hier

Zitiert von: Britta B

Vielleicht haben Sie es nicht richtig verstanden.... Jaaa bringe nach Krankengeld ab 9. April 21 ALG1 ins Spiel, und das, kommt bekanntlich vom Jobcenter.

Grüße
Britta B

Hallo Britta B.
ALG 1 kommt von der Agentur für Arbeit. Das Jobcenter ist der zwar angeschlossen, aber nur für ALG II (Hartz IV) zuständig.

Wenn es also seinerzeit das Jobcenter war, das bezahlt hat, hatten Sie anscheinend keinen Anspruch auf ALGI (warum auch immer ist egal), und aufgrund der 'Nahtlosigkeit' (nach Aussteuerung aus der KK) war dann das Jobcenter zuständig.

Das Krankengeld bis 08.04.21 wurde rückwirkend erstattet bis zum Rentenbeginn (01.05.20). Und da Sie erst ab 09.04.21 Geld vom Jobcenter erhalten hatten (und dieses zudem auch zurück erstattet wurde), ist für Sie nur noch der Ablauf

Krankengeld bis 30.04.2020 und ab 01.05.2020 EM-Rente maßgeblich.

D.h., die nicht 'genutzten' Krankengeldtage vom 01.05.2020 bis 08.04.2021 stehen Ihnen noch zu (wie zuvor beschrieben).

Hier müssten Sie dann nur im Fall des Falles darauf achten, dass die KK 'ganz genau' rechnet, wenn es um die (insgesamt) 78 Wochen geht, aber für die Krankengeldzahlung für volle Monate 30 Tage rechnet und nur Teilmonate tagesgenau.
Bzw. steht irgendwo im Bescheid zum Krankengeld oder in der Mitteilung, dass Sie nun ausgesteuert werden, wann der Anspruch begonnen hatte.
Bei einem Restanspruch von ca. 11 vollen Monaten plus die April-Tage haben Sie aber noch genügend Zeit, das mithilfe des Kalenders selbst nachzuzählen :-)

Reichen Sie zur Weiterbewilligung der EM-Rente vor allem alle maßgeblichen Arztunterlagen ein, die die Weiterbewilligung begründen, dann bleibt das mit der Krankenkasse danach vermutlich ohnehin nur 'Plan B'.

Ob alternativ bei der Agentur für Arbeit Anspruch auf ALG1 nach der EM-Rente bestehen würde, sollten Sie dort direkt erfragen. Und wie 'Uschi' empfahl, dies dann ggfs. (vorsorglich) drei Monate vor Ablauf der Bewilligungsfrist beantragen. Zur Not geht das dann sicherlich auch kurzfristiger, ein Leistungsanspruch würde aber erst ab persönlicher Arbeitslosmeldung 'wirken'.
Aber auch hierfür haben Sie ja noch ein paar Tage Zeit, sich schlau zu machen :-)

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