Noch mal Rente mit 60

von
Harald

Hallo

Bin am 26.11.1951 geboren. Ich suche immer noch an einem Ausweg,

1) Ich nehme Arbeit an, dann bekomme ich mit 60 keine Rente.
2) Ich nehme keine Arbeit an, dann werde ich bei der Rentenstelle abgemeldet und bekomme auch mit 60 keine Rente.

Zum 31.12.2007 bin ich bei meinem Arbeitgeber ausgeschieden.
Mein Altersteilzeitvertrag wurde in einen Altersaustritt umgewandelt.
Diesen Altersteilzeitvertrag wurde noch 2003 geschlossen, somit habe ich Bestandschutz um mit 60 in Rente gehen zu können.
Um die Rente zu erhalten muss ich in den letzten 10 Jahre 8 Jahre Anrechnungszeiten haben.

1) 03.01.1971 bis 31.12.2007 ohne Unterbrechung ein Arbeitgeber
2) 01.01.2008 bis 24.03.2008 Sperrzeit 12 Wochen bei Arbeitsaufgabe
3) 01.01.2008 bis 18.08.2008 Entlassungsentschädigung
4) 19.08.2008 bis 02.10.2009 Arbeitslosengeld 1
5)
Dieses ergebe bei meiner Rechnung 93 Mon. Pflichtbeiträge hat mir auch
Wolfgang Amadeus vom Forum so bestätigt.

Um eine Rente mit 60 zu bekommen gibt es die Vorschriften
Min 96 Mon. Pflichtbeiträge in den letzten 10 Jahre
Und für meinen Fall ab 58 ½ Jahre min. 52 Mon. Arbeitslos.

Und nun meine Frage:
Am 02.10.2009 endet mein Arbeitslosengeld 1 da könnte ich mich doch bis zum 30.11.2010
bei der Arbeitsagentur abmelden. Ab dem 01.12.2010 würde ich mich wieder Arbeitslos und Arbeitssuchend melden.
Würde ich unter den geschilderten Umständen meine Rente bekommen.

Harald

von
Schade

stellen Sie doch bitte genau in dieser Form diese Frage an Ihren RV Träger.

Dann haben Sie (vorbehaltlich etwaiger Gesetzesänderungen) eine Klare, schriftliche , eindeutige Antwort.

von
Agnes

Hallo Harald,
so geht es leider nicht.

>>>> 1. Um die Rente zu erhalten muss ich in den letzten 10 Jahre 8 Jahre Anrechnungszeiten haben.

>>>> 2....Um eine Rente mit 60 zu bekommen gibt es die Vorschriften
Min 96 Mon. Pflichtbeiträge in den letzten 10 Jahre
Und für meinen Fall ab 58 ½ Jahre min. 52 Mon. Arbeitslos

Zunächst einmal notwendige Korrekturen in Ihem Beitrag, damit keine Missverständnisse entstehen:

zu 1. hier muss es heissen "Pflichtbeiträge" statt "Anrechnungszeiten". Anrechnungszeiten sind beitragsfreie Zeiten.

zu 2: sicher ein Schreibfehler; es soll wohl 52 Wochen heissen.

Das Problem liegt bei den fehlenden 96 Monaten Pflichtbeiträgen. Diese erreichen Sie durch eine Arbeitslosmeldung ab 1.10.2010 nicht.

Sie haben schon richtig verstanden, dass die 96 Monate Pflichtbeiträge in den letzten 10 Jahren liegen müssen. Dieser Zehnjahreszeitraum kann sich jedoch verlängern, rückwärts gesehen. Der Zehnjahreszeitraum verlängert sin um "Anrechnungszeiten", also auch Zeiten der Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug. Solche Zeiten sind aber nur zu berücksichtigen, wenn sie sich an eine Pflichtbeitragszeit anschließen. Dies ist bei Ihrer Varinate nicht der Fall.
Sie müssten sich als ab spätestens 11/2010 arbeitslos melden du für mindestens 3 Monate arbeitslos bleiben. Dies dürfte doch machbar sein. Damit verschiebt sich der Zehnjahreszeitraum um diese drei Monate nach hinten, also zu Beginn des Zehnjahreszeitraumes. Dort sind aber Pflichtbeiträge vorhanden.

Die 93 Monate die Sie erwähnt haben, habe ich nicht nachgerechnet sondern unterstellt das sie richtig sind.

Unabhängig davon müssen Sie natürlich die 52 Wochen nach 58 ½ - wie Sie bereits wissen - arbeitslos sein.

Agnes

von
Harald

Hallo und danke Agnes

Ihre Korrekturen sind natürlich so richtig. Ihre Aussagen kann ich so auch nachvollziehe und sind für mich auch schlüssig.
Ich fasse noch mal zusammen:

1) 03.01.1971 bis 31.12.2007 ohne Unterbrechung ein Arbeitgeber
2) 01.01.2008 bis 24.03.2008 Sperrzeit 12 Wochen bei Arbeitsaufgabe
3) 01.01.2008 bis 18.08.2008 Entlassungsentschädigung
4) 19.08.2008 bis 02.10.2009 Arbeitslosengeld 1
5) 03.10.2008 bis 31.01.2010 arbeitslos ohne Bezug

Dieses ergebe bei meiner Rechnung 96 Mon.

Danach 01.02.2010 bis 31.11.2010 keine Meldung beim Arbeitsamt
Vom 01.12.2010 bis 30.11.2011 die 52 Wochen die für die Rente mit 60 brauche.

Habe ich alles richtig verstanden?

Gruß Harald

von
Agnes

Habe gerade Besuch, dann kommt Italien-Spanien.
Melde mich wieder.
Agnes

von
Agnes

Hallo Harald,

habe mir in Ruhe noch einmal alles angesehen und auch den Beitrag vom 31.3.2008 studiert.
Der Zehnjahreszeitraum ist bereits um 5 Monate verlängert (03/2008 bis 07/2008) sodass sich bisher 93 Monate ergeben. Bei einer weiteren Anrechnunszeit von 11/2009 (nicht 11/2008, der Schreibfehlerteufel hat wieder zugeschlagen) im Anschluss an das Alogeld 1 bis 01/2010 ergen sich weitere 3 Monate die den Zehnjahreszeitraum nach hinten verlängern, sodass dann die 96 Monate Pflichtbeiträge vorhanden sind.
In der Rentenversicherung gilt das Kalendermonatprinzip. Angefangene Kalendermonate geltan als Kalendermonate. Die Anrechnungszeit muss als in 11/2009 beginnen und in 01/2010 enden, gleich an welchen Tagen.

So ich hoffe das ich richtig gerechnet habe aber Sie werden es sicher nochmals überprüfen.

Noch ein Hinweis:
Sie gehen davon aus dass ein Vertrauensschutztatbestand vorliegt. Nach Ihren Angaben ist dies sicher auch so. Der Rentenversicherungsträger kann dies aber nur erkennen, wenn ihm entsprechende Unterlaggen vorgelegt werden. Dann dokumentiert er dies im Versicherungskonto.

Haben Sie dies schon gemacht? Wenn nicht, Vordruck R 240 ausfüllen und mit den Unterlagen an die DRV senden.

Wenn das Versicherungskonto nicht entsprechend ergänzt ist, wird die nächste Rentenauskunft falsch, da nicht von einem Vertrauensschutz ausgegangen wird.

Agnes

von
Harald

Hallo Agnes

Die vielen Zahlen machen mich noch verrückt (oder ich bleibe es)
Den Vordruck R 240 habe ich schon ausgefüllt und es wurde auf dem letzten
Rentenbescheid auch schon Bestätigt
Noch mal vielen dank für die Geduld in meiner Sache.
Somit hätte ich zumindest für knapp ein Jahr Ruhe vor der Arbeitsagentur (2.2010 bis11.2010)

Gruß Harald

Experten-Antwort

Hallo Harald,

Voraussetzung für die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit ist unter anderem, dass in den letzten zehn Jahren vor Beginn der Rente acht Jahre Pflichtbeiträge vorliegen. Zeiten der Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug sind betragsfreie Anrechnungszeiten. Diese Zeiten verlängern des Zehn-Jahres-Zeitraum. Hierduch kann die o.a. Voraussetzung erfüllt werden. Voraussetzung für die Anrechnung von Zeiten der Arbeitslosigkeit als Anrechnungszeit ist, dass unmittelbar davor Pflichtbeiträge eingezahlt worden sind. Wenn Sie sich demnach für einen gewissen Zeitraum bei der Agentur für Arbeit abmelden, hätte dies zur Folge, dass die erneute Anmeldung als Arbeitslosigkeit ohne Leistungebezug nicht als Anrechnungszeit berücksichtigt werden kann, da unmittelbar davor keine Pflichtbeiträge eingezahlt worden sind. Dies hätte zur Folge, dass innerhalb des Zehn-Jahres-Zeitaumes evtl. keine acht Jahre Pflichtbeiträge vorliegen. Eine Verlängerung des Zehn-Jahres-Zeitraumes ist nicht möglich, da keinerlei beitragsfreie Anrechnungszeiten vorliegen.
Weiterhin ist es erforderlich, dass Sie ab Vollendung des 58. Lebensjahres und sechs Monaten mindestens 52 Wochen arbeitslos gemeldet sind.