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nochmal wg.Berufsunfähigkeit aber 1963

von
Erwin

Nochmal Hallo,
Sie hatten mir geantwortet.Siehe unten,
Aber ich hatte nicht erwähnt das ich Jahrgang 63 bin.Gilt da auch die Stundenreglung?Und das was Sie mir geschrieben hatten?

Experte:
Tatsächlich gilt das Merkmal &#34;Berufsunfähigkeit&#34; nur noch für Personen, die vor dem 02.01.1961 geboren wurden.
Allerdings zielt ihre Frage auch vielmehr darauf ab, ob Sie bei Vorliegen einer gesundheitlichen Einschränkung eine Rente erhalten. Das wird davon abhängen, inwieweit Sie nach Ausgang der medizinischen Sachverhaltsaufklärung noch leistungsfähig sind:

Bei einem Leistungsvermögen unter drei Stunden täglich gäbe es eine volle Rente. Arbeitslosigkeit könnte in dem Falle nicht eintreten, da Sie ja auch keine Beschäftigung aufnehmen könnten.

Bei einem Leistungsvermögen zwischen drei Stunden bis unter sechs Stunden täglich gäbe es die halbe Rente. Zeitgleich könnten Sie dem Arbeitsmarkt im Umfang des verbliebenen Leistungsvermögens zur Verfügung stehen; unter Umständen bekämen Sie ALG I oder ALG II.

Bei einem Leistungsvermögen von mindestens sechs Stunden täglich gibt es keine Rente. Zeitgleich könnten Sie dem Arbeitsmarkt im Umfang des festgestellten Leistungsvermögens zur Verfügung stehen; unter Umständen bekämen Sie ALG I oder ALG II.

Bitte informieren Sie sich vorab über die Möglichkeiten bei der für Sie zuständigen Agentur für Arbeit.

Nach dem aktuellen Recht wird grundsätzlich ihr Leistungsvermögen in Bezug alle Tätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarktes betrachtet. Qualitative Einschränkungen im festgestellten Leistungsvermögen sind dabei unbeachtlich. So kann es dann auch durchaus sein, dass Sie Ihre rückenbelastete Tätigkeit nicht mehr ausüben können, wohl aber andere leichtere Beschäftigungen möglich sind.

Beim Merkmal Berufsunfähigkeit wird allenfalls noch geprüft, ob es für Sie einen zumutbaren Verweisungsberuf gibt. Soweit Sie in Ihrem Beruf als an- oder ungelernte Arbeitskraft tätig sind, gilt wieder die Betrachtung des allgemeinen Arbeitsmarktes.
Nach meiner Einschätzung greift aus diesen Gründen die Berufsunfähigkeit nur selten.

In welche Richtung Ihr Rentenantrag beschieden wird, wissen Sie zumindest bei Antragstellung noch nicht.
Soweit Sie auf das Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit angewiesen sind (so ist es in der Regel), wären Sie also tatsächlich dazu gezwungen, einen neuen Arbeitsplatz zu suchen.

Sollte Ihr Einkommen nicht ausreichen, um Ihren festgestellten Bedarf zu decken, erhalten Sie auf Antrag von den Stellen Grundsicherungsamt, Sozialamt oder Agentur für Arbeit/Arbeitsgemeinschaft eine ergänzende Fürsorgeleistung, also unter Umständen auch Arbeitslosengeld II.

Wenn Sie 15 Jahre mit Beiträgen zurückgelegt haben, könnten Sie Ihren Rentenversicherungsträger auch nach einer &#34;Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben&#34; aus dem Bereich Rehabilitation fragen. Möglicherweise gibt es hier Instrumente, damit Sie Ihren Arbeitsplatz auch künftig noch behalten können.

von
uwe

uneingeschränkt richtig und zutreffend

Experten-Antwort

Da Sie nach dem 01.01.1961 geboren sind, gibt es für Sie KEINEN Berufsschutz im Sinne von § 240 SGB VI (Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit) mehr.

Können Sie also unter den üblichen Bedingungen des ALLGEMEINEN Arbeitsmarkt (Damit ist JEDE mögliche Tätigkeit gemeint.) aufgrund Ihres Gesundheitszustandes nur noch 3 bis unter 6 Stunden täglich arbeiten, käme eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung in Betracht. Eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bekämen Sie dann, wenn Sie unter den genannten Bedingungen nur noch weniger als 3 Stunden täglich arbeiten können. Können Sie jedoch noch 6 Stunden und mehr am Tag arbeiten, bestünde gar kein Rentenanspruch.

Die Aussagen des Experten vom 20.11.2007, 14:23 Uhr sind also absolut zutreffend.

von
Neumann

erwin, es sieht in der Tat nicht

gut aus!

da sie ja noch so jung sind,

würde ich mir eine leichte

Tätigkeit suchen. die chancen

stehen z. zt. sehr gut.

nicht immer gleich nach der

rente rufen!!

mfg

Neumann

von
uwe

Neumann hat hier ebenfalls Recht: Seine Bedenken sind berechtigt.

Nur wenn eine Berufstätigkeit gar nicht mehr möglich ist, sollten Sie Rente beantragen und sich dann auf viele Hürden einstellen. über diese Hürden, die für den wirklich erkrankten sehr belastend sind, finden Sie hier im Forum viele Beispiele