nochmals rentenantrag stellen

von
Franz.K

unglaublicher Fall.

1999 verunglückte ein 1964 geborener Dachdecker,.. LWK Bruch u.s.w.

Die Rentenversicherung bewilligte nach ärztlicher Untersuchung im Jahr 2000 eine Wiedereingliederung (BFW)die aber im Jahr 2001 wieder abgebrochen werden musste.

Nach einer Reha stellte er im Jahr 2005 einen Erwerbminderungsantrag, welcher aber abgelehnt wurde.

Zitat: "erlernter Beruf unter 3 Stunden !! Leistungsfall 1999" .......aber für den allgemeinen Arbeitsmarkt vollschichtig mit vielen Einschränkungen einsetzbar.

Versicherungsvoraussetzen waren zum Unfallzeitpunkt erfüllt.

Weil er keinen Rechtschutz hatte, wurde auch kein Widerspruch gestellt.
Er hat in den vergangenen 10 Jahren keine Arbeit gefunden, nur Arbeitslosengeld/hilfe jetzt ALG 2 erhalten.

Meine Frage:
warum wurde hier keine "Berufsunfähigkeitsrente nach alten Recht" gewährt Leistungsfall wird doch für den Unfalltag im Jahr 1999 bestätigt.

von
Unbekannt

Hallo Franz,

die Antwort ist ganz einfach:
"Weil wir in der Gegenwart leben und nicht in der Vergangenheit".

Das Sie damals kein Widerspruch eingelegt haben ist keine Entschuldigung. Um einen Widerspruch einzulegen braucht man keinen Anwalt, sondern einen Arzt. Nur er kann die eine eventuelle medizinische Prognose widerlegen und kein Anwalt!

Für eine juristische Auseinandersetzung braucht man nicht unbedingt keinen Anwalt. Es geben tauschende Menschen, die keine Rechtschutz haben und trotzdem klagen. Wie geht das? Wenn man entsprechendes Vermögen hat, zahlt man es selber. Wenn nicht kann man Prozesskostenhilfe beantragen. Wenn Sie von Ihren Rechten nicht Gebrauch machen, sind Sie selbst schuld.

von
???

Der Betroffene sollte Antrag auf Überprüfung nach § 44 SGB X stellen. Zu prüfen wäre, ober der LTA-Antrag, der ja 1999 oder 2000 gestellt worden sein muss, nicht umzudeuten war.

von
Heinerich

Eine Berufsunfähigkeitrente wäre denkbar.

Es ist jedoch hierbe insbesondere zu prüfen, ob er zum Leistungsfall überhaupt noch Berufsschutz genießt.

Folgen Sie der Empfehlung von ??? und stellen Sie einen Überprüfungsantrag.

MfG

Experten-Antwort

Ausschlaggebend für die Anwendung ALTEN (BU-/EU-Rente nach dem Recht bis 31.12.2000) oder NEUEN Rechts (teilweise oder volle EM-Rente nach dem Recht ab 01.01.2001) ist der Beginn dieser Rente. Liegt der Eintritt der verminderten Erwerbsfähigkeit zwar vor dem 01.01.2001, der Rentenbeginn (ggf. unter Beachtung der sog. Umdeutung nach § 116 Abs. 2 SGB VI) aber ab nach dem 31.12.2000 ist grundsätzlich neues Recht anzuwenden. Das lässt sich hier im Forum ohne genaue Kenntnis des Einzelfalls jedoch nicht abschließend klären.

Eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung nach § 240 SGB VI (Recht ab dem 01.01.2001) kommt jedoch nur für Versicherte in Betracht, die vor dem 02.01.1961 geboren sind.

Ansonsten kann ich mich hinsichtlich des Überprüfungsantrages den Äußerungen der bisherigen Usern nur anschließen.