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Onkologische Reha

von
elli

Hallo,
ich habe eine Frage zur onklogischen Reha. Ich habe mich schon hier im Forum umgesehen, doch keine passende Antwort gefunden.

Eine Bekannte (sie steht noch im Erwerbsleben) von mir hat im letzten Jahr eine onkologische Reha gemacht. Man hat ihr gesagt, dass sie jetzt 4 Jahre lang einen Anspruch auf eine mehrfache onkologische Reha hat? Ist das richtig?

Ich dachte da gilt ein Ein-Jahres-Zeitraum nach der ersten Behandlung?

Aber ihr größtes Problem:
Außerdem tritt sie demnächst eine med. Reha wegen eines Wirbelsäulen-Leidens an. Hat diese Reha eine Auswirkung auf die erneute Gewährung einer onkologischen Reha??

Vielen lieben Dank für Antworten!

Elli

von
Nix

Grundsätzlich gibt es tatsächlich eine 4-Jahres-Wiederholungsfrist.
Besteht jedoch aus medizinischer Sicht eine Notwendigkeit, eine Reha durchzuführen, so kann man theoretisch jedes Jahr in Reha fahren.

von
elli

Danke "NIX".
Also hat sie vier besser gesagt jetzt noch drei Jahre lang den Anspruch auf eine jährliche onkologische Reha. Hab ich das so richtig verstanden?

Hat aber nun die med. Reha wegen dem Wirbelsäulenleiden irgendeine Auswirkung auf diese 4-Jahresfrist? Wird ihr das "abgezogen"?

Danke

von
Nee

Nee, ganz so ist das nicht. Wenn sie schon eine onkologische Reha gehabt hat, hat sie keinen weiteren Anspruch... Nur wenn die Erkrankung fortschreitet bzw. sich verschlimmert...

von
paula

naja ganz so ist es dann auch nicht. also es kommt immer auf die medizinische Notwendigkeit an. Das heißt, es kann durchaus auch eine medizische Maßnahme wegen einem Rücken leiden und eine onkologische Nachsorge innerhalb der grundsätzlich existierenden 4 Jahresfrist in Frage kommen. Im Zweifel einfach einen Antrag stellen, mehr als eine Ablehnung kann nicht passieren.

von
elli

Danke für die Antworten!

Aber jetzt bin ich ein wenig verwirrt:
Das man alle vier Jahre eine Reha beantragen kann und dass diese Vier-Jahres-Regel durch eine medizinisch dringend erforderliche Reha verkürzt werden kann, ist mir klar.
Mir gehts um die onkologische Reha. Meiner Bekannten wurde nach ihrer Operation (wg. Krebs)gesagt, sie hätte jetzt sie die nächsten vier Jahre jedes Jahr das Recht auf eine Reha. Nicht nur alle vier Jahre. Stimmt das?

Danke

Elli

von
paula

Nein, das stimmt nicht. Ein Anspruch besteht darauf nicht. Zumindest nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung.

von
Unbekannt

Hallo &#34;Elli&#34;,

einen Rechtsanspruch alle vier Jahre eine Reha zu bekommen gibt es nicht. Die &#34;Vier-jahres-Regelung&#34; soll grundsätzlich angewendet werden, es sei denn es besteht eine medizinisch dringende Notwendigkeit. Ist dies wird nur in einem Reha-Antrag geprüft.

von
Nix

Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Reha alle 4 Jahre.
Lassen Sie sich durch diese 4-Jahres-Frist aber nicht durcheinander bringen!
Besteht eine medizinische Notwendigkeit für eine med. oder onkologische Reha, dann kann man jedes Jahr in Reha fahren egal ob onko-logisch- oder medizinisch - logisch, oder?
Stellen Sie einfach jedes Jahr einen Antrag und warten Sie ab. Das kann hier im Forum nicht als Grundsatz erklärt werden. Es kommt immer auf den Einzelfall an!

Nix

Experten-Antwort

Hallo Elli,

grundsätzlich gilt - wie Sie ja auch selber schreiben - für die Erbringung von Reha-Leistungen eine 4-Jahresfrist.
Dass heißt, Versicherte können alle 4 Jahre eine Reha-Leistung erhalten.
Hierbei ist eine vorzeitige Wiederholung einer Reha-Leistung innerhalb der 4 Jahresfrist möglich, wenn dringende gesundheitliche Gründe hierfür vorliegen.
Wie &#34;Nix&#34; richtig schreibt, kommt es immer auf den Einzelfall und die medizinische Notwendigkeit an.
Sie selber sprechen einen Ein-Jahres-Zeitraum nach der Primärbehandlung an.
Hier muss man unterscheiden, ob die Reha-Leistung durch die Rentenversicherung nach § 15 SGB VI (Versicherte) oder aber nach § 31 Abs. 1 Nr. 3 SGB VI (z.B. für Rentner, Angehörige) als sonstige Leistung erbracht wird.
Für die Erbringung onkologischer Nachsorgeleistungen gem. § 31 SGB VI gelten Besonderheiten.
Hier haben die Rentenversicherungsträger gemeinsame Richtlinien erlassen, die CA-Richtlinien.
Nach § 1 Abs. 2 dieser Ca-Richtlinien werden onkologische Nachsorgeleistungen nur bis zum Ablauf eines Jahres nach einer beendeten Primärbehandlung gewährt.
Über die Jahresfrist hinaus können spätestens bis zum Ablauf von zwei Jahren nach beendeter Primärbehandlung Maßnahmen im Einzelfall erbracht werden, wenn erhebliche Funktionsstörun-gen entweder durch die Tumorerkrankung selbst oder durch Komplikationen bzw. Therapiefolgen vorliegen.
Die Aussage, dass Ihre Bekannte jetzt aber 4 Jahre lang jedes Jahr einen Anspruch auf eine Leistung hat, ist falsch.

von
Elli

Danke für die vielen Antworten.
Da wurde meine Bekannte wohl im Krankenhaus falsch informiert.