Paruresis in der Drogentherapie

von
Klaus

Guten Abend!

Ich leide an der sog. schüchternen Blase und kann nicht unter Beobachtung Wasser lassen. Es liegt nicht am Harndrang, ich trinke teilweise mehrere Liter und pinkle mir fast in die Hose. Wenn ich aber mit dem Becher in der Hand vor dem Klo stehe oder sitze, geht nichts.

Nun befinde ich mich in einer stationären Drogentherapie und muss ständig Urin unter Beobachtung abgeben. Bisher hatten die Pfleger ein Herz und haben mich nach vielen erfolglosen Versuchen alleine, ohne Beobachtung, gehen lassen. Jetzt wird das aber unterbunden und ich saß eben 45 Minuten erfolglos auf dem Klo, mit Harndrang, dass mir die Tränen in den Augen stehen. Ich weiß einfach nicht weiter... ich will ja Urin abgeben, aber es klappt nicht! Ich kenne Tipps wie Musik hören, Atemtechnik, etc. Habe ich mehrfach versucht, geht auch nicht.

Wie ist bei so einem Fall das offizielle Vorgehen? Es ist für mich absolut nicht möglich, Urin nach diesen Kriterien abzugeben. Ich würde jederzeit Blut, Haare, was auch immer testen lassen, meinetwegen auch auf eigene Kosten. Das wird aber verneint. Es wird immer nur gesagt, ich solle mehr trinken. Es stellt sich mir die Frage, ob ein dermaßen verwässerter Urintest überhaupt irgendeinen Sinn hat...

Sieht das System für Menschen mit dieser Krankheit einfach keine Hilfe vor? Was soll ich tun?

von
Ludger

So leid mir die Antwort tut, was Sie tun sollten, ist sich ein entsprechendes Forum suchen. Gibt es, mit dieser Angststörung sind Sie nicht alleine. Dies hier ist ein Forum,in dem es um Rentenangelegenheiten geht,Altersrenten, Waisen-und Hinterbliebenenrenten, Erwerbsminderungsrenten, private Vorsorge. Sie sind hier leider ganz falsch!

von
Klaus

Threadersteller hier. Der Text war evtl. etwas emotional und unverständlich aufgrund der akut verzwickten Situation.

Es geht mir nicht darum, das Problem des Nicht-Wasserlassens zu lösen. Das wird hier nicht möglich sein.

Es geht mir darum, ob und wenn ja welche Kontrollmöglichkeiten die Rentenkasse (= Träger meiner Reha) neben Urinkontrollen als Beweis der Abstinenz akzeptiert. So wie es mir von meinem Therapeuten vermittelt wurde, legt die Rentenkasse fest, in welcher Form eine Kontrolle der Abstinenz der Rehabilitanten vorzunehmen ist. In meinem Fall offenbar Urinkontrollen. Da es anerkannte psychische Störungen gibt, die diese Form der Kontrolle unmöglich machen, muss es aus meiner Sicht noch andere Möglichkeiten geben.

Wenn mir hier ein Experte sagt, dass es der Rentenkasse egal ist, in welcher Form die Abstinenz kontrolliert wird, könnte ich eventuell auf Blut-, Haar- oder Speicheltests ausweichen. Zumindest hätte ich etwas in der Hand. Aktuell wird mir ein Rückfall vorgeworfen, da ich ja kein Urin abgeben "will"... Das kann zum Abbruch der Reha führen und das würde ich gerne vermeiden, da ich mir nichts vorzuwerfen habe.

von
Beste Wünsche

Sorry, ich kann Dir keine Antwort geben. Aber ich kann mir vorstellen, wie hart ein Entzug ist. Ich wollte Dir nur schreiben: ICH DRÜCKE DIE DAUMEN. Viel Glück & Erfolg

von
Klaus

Vielen Dank! Der Entzug ist nichts im Vergleich zu dieser aus meiner Sicht absolut ungerechten Situation grade.

Ich hoffe immer noch auf die Antwort eines Experten, der mich über mögliche Alternativen zur Urinkontrolle aufklärt.

von
Klaus

Vielen Dank! Der Entzug ist nichts im Vergleich zu dieser aus meiner Sicht absolut ungerechten Situation grade.

Ich hoffe immer noch auf die Antwort eines Experten, der mich über mögliche Alternativen zur Urinkontrolle aufklärt.

von
Resa

Zitiert von: Klaus

Ich hoffe immer noch auf die Antwort eines Experten, der mich über mögliche Alternativen zur Urinkontrolle aufklärt.

Aufklären kann Sie nur der verantwortliche Arzt, ein Experte hier kann Ihnen dazu gar nichts sagen. Letztendlich ist es die Entscheidung des med. Fachpersonals vor Ort und an die müssen Sie sich wenden.

von
Feli

Die Rentenversicherung wird, nachdem sie eine Reha-Maßnahme bewilligt hat, keine Vorgaben zu den medizinischen Maßnahmen machen. Das entscheidet allein der Arzt in der Klinik.

von
Rainer.S

Mal von Ihrem Blasenproblem abgesehen, Grund für die Abnahme "unter Kontrolle" ist der, dass dadurch Manipulationsversuche verhindert werden.
Es gibt außer selbst in en Becher zu pinkeln noch andere Methoden Urin zu gewinnen. Geh zu deinem Arzt und er kann die ein Einmal-Katheter legen. Das kann jeder Arzt und die heutigen Katheter sind absolut schmerzfrei.

von
Naturliebhaber

Guten Morgen Klaus,

vielleicht kommst du auf deinem Weg hier weiter: https://www.psychologieforum.de/forum.php

Alles Gute, N.

Experten-Antwort

Hallo Klaus,

leider kann ich Ihnen hier im Forum nicht helfen.

Bitte versuchen Sie die Angelegenheit vor Ort mit den Ärzten zu klären.