pflegende Angehörige

von
Ingrid.Behrens

Hallo,

ich bin 53 Jahre und pflege seit 6 Jahren meinen Mann. Dafür zahlt die Pflegekasse Rentenbeiträge für mich. Wenn mein Mann aber mal länger im Krankenhaus oder in der Reha ist und ich ihn dann natürlich auch nicht pflege, dann erhalte ich verständlicherweise auch kein Pflegegeld. Wie sieht es dann aber mit meinen Rentenbeiträgen aus? Hab ich dann immer wieder Fehlzeiten? Kann oder muss ich die selbst zahlen, damit ich keine Lücken habe?
Gruß Ingrid

von
W*lfgang

Hallo Ingrid.Behrens,

kurzfristige Unterbrechungen (sogar eigener Urlaub) unterbrechen nicht Ihre Pflichtversicherung als Pflegetätige. Das Expertenteam wird sich dazu noch umfassender äußern.

Wie bei allen anderen Pflichtbeiträgen auch, angefangene Monate zählen in der Rentenversicherung als volle Monate. Beispiel: Pflege endet am 02.07. und wird 30.08. wieder aufgenommen = es ist keine Unterbrechung Ihrer Pflichtversicherung erfolgt. Lediglich der Rentenzuwachs aus fehlenden Beträgen der Pflegekasse ist für diesen Zeitraum gleich Null (liegt bei Pflegestufe 1 bei 50 Cent).

Gruß
w.

von
Jennifer

ich hab meine Schwiegermutter auch 6 Jahre gepflegt, sie hatte aber leider keine Pflegestufe, weil sie "nur" Dement war, darum habe ich für die 6 Jahre keine Rentenzeiten, ich konnte auch nicht arbeiten gehen in dieser Zeit, weil sie mich fast 24 Stunden gebraucht hat.

Ich will damit sagen, sei froh das Dein Mann eine Pflegestufe hat!

Liebe Grüße
Jennifer

Experten-Antwort

Hallo,

hier ist zu unterscheiden, ob die Unterbrechung der Pflege durch den zu Pflegenden oder durch die Pflegeperson verursacht wird.
Wenn die Pflegeperson die Pflege unterbricht z.B. durch einen Erholungsurlaub besteht weiterhin Versicherungspflicht bis zur Dauer von 6 Wochen.
Unterbricht der zu Pflegende die Pflege, z.B. durch eine vollstationäre Unterbringung (Reha, Krankenhaus) besteht die Versicherungspflicht bis zur Dauer von 4 Wochen fort. Erst bei längeren Unterbrechungen müsste dann über eine anderweitige Versicherung nachgedacht werden. Was dann sinnvoll ist, ist individuell verschieden, lassen Sie sich im Falle eines Falles in einer unserer Beratungsstellen beraten.

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