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Pflegeversicherung ?

von
Bernd Anselmann

Mir ist eine Frage eingefallen, die mir schon lange auf der Seele brennt.

Als im Jahr 2000 die DRV die Berufsunfähigkeit aus ihrem Leistungsspektrum heraus genommen hat, wollte ich eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen.
Jedoch wurde ich überall abgelehnt, weil ich 80% schwerbehindert bin.
Jetzt stehe ich im hohen Alter ohne Berufsunfähigkeitsschutz da.

Das Gleiche muß ich jetzt bei der privaten Pflegezusatzversicherung erleben.
Aufgrund meiner Schwerbehinderung werde ich überall von den Privaten abgelehnt.

Hat jemand einen Tipp für mich was ich da am besten mache ?
Sonst muß ich womöglich später mein gesamtes gespartes für meine Pflege aufbrauchen.
die Pflegeheime sind unverschämt teuer.

Aber von was soll dann meine Frau leben ?
Sie hat im Leben kaum gearbeitet, die Witwenrente ist nicht sonderlich hoch.
Unser Gespartes war für sie im Alter gedacht und nicht für meine Pflege.

Ich muß ehrlich sagen, ich fühle mich als Schwerbehinderter diskriminiert, als Mensch zweiter Klasse herabgestuft.
Es kann nicht sein, daß der Staat sich immer mehr aus der Verantwortung uns Schwerbehinderen gegenüber verabschiedet und uns den Launen der privaten Versicherer überläßt.
Die wollen uns nämlich nicht !

Danke !
Bernd Anselmann

von
Mark

Sind Sie nach 61 geb?

von
Bernd Anselmann

Zitiert von: Mark

Sind Sie nach 61 geb?

Ich bin 1962 geboren.

Bernd Anselmann

von
Anita

Ja, das ist ein Problem. Pflegezusatzversicherung hatte mich auch interessiert, aber Ü50 und mit meiner Vorerkrankung kann ichs vergessen.
Deswegen wird immer empfohlen, solche Versicherungen möglichst jung abzuschließen.

von
Mark

Ich bekam damals mit 50 %, wegen Bandscheiben usw. auch keine Versicherung mehr. Nachteile für uns Schwerbeh. ,wenn man jung ist denkt man an sowas nicht, oder fehlt das Geld.

von
Bernd Anselmann

Ob man das in jungen Jahren verpasst hat oder bereits in jungen Jahren schwerbehindert war, finde ich ist unerheblich.

Die Ablehnung einer privaten Pflegezusatzversicherung ist ein eindeutiger Fall von Diskriminierung.

Kann ich eine Pflegeversicherung nicht per Gericht über das Antidiskriminierungsgesetzt dazu zwingen, mich für die Pflege zu versichern ?

Bernd Anselmann

von
Bob

Zitiert von: Bernd Anselmann

Zitiert von: Mark

Sind Sie nach 61 geb?

Ich bin 1962 geboren.

Bernd Anselmann

Mein allerherzlichstes Beileid !
Ihr schwerbehinderter, nichtverbeamteter Jahrgang und jünger wird für alles bezahlen müssen.

Aber irgendwie seid Ihr auch selbst daran schuld.
Ich bin Vorstand in einem Schwerbehindertenverein und habe damals noch über die elementaren Verschlechterungen von Agenda 2010 und Hartz für uns Schwerbehinderte referiert.
Niemand von Ihrer betroffenen Generation hat sich bewegt sich irgendwie dagegen zu engagieren.
Alle Schwerbehindertenverbände haben geschlafen oder wurden bestochen.

Jetzt muss Ihre Schwerbehinderten-Generation ganz alleine die Suppe auslöffeln.

MfG
Bob

von
Krämers

Zitiert von: Bernd Anselmann

Ob man das in jungen Jahren verpasst hat oder bereits in jungen Jahren schwerbehindert war, finde ich ist unerheblich.

Die Ablehnung einer privaten Pflegezusatzversicherung ist ein eindeutiger Fall von Diskriminierung.

Kann ich eine Pflegeversicherung nicht per Gericht über das Antidiskriminierungsgesetzt dazu zwingen, mich für die Pflege zu versichern ?

Bernd Anselmann

Natürlich werden Sie nicht diskriminiert oder sonst etwas. Sie verrennen sich da offensichtlich in etwas was nicht an dem ist...

Es ist auschließlich IHR Verschulden ( wenn man das mal so drastisch sagen darf ) wenn Sie sich nicht frühzeitig über eine private BUZ und/oder priv. Pflegeversicherung informiert und diese dann auch abgeschlossen haben. Die Gesetzesänderung im Jahre 2000 und damit der Wegfall der gesetzl. BU Rente für nach '61 geborene hat damit auch wenig bis nichts zu tun. Da waren Sie ja schon 38 Jahre alt und hätten sich schon viel früher darüber Gedanken machen müssen...
Eine solch elememtar wichtige Versicherung wie eine private BUZ muss man immer frühzeitig in jungen Jahren abschliessen. Und für alles andere ist dann auch Geld da, nur für so eine Versicherung nicht. Nach dem Motto, Hauptsache das Auto hat aber eine Vollkaskoversicherung....

Wie gesagt, schliesst man solche Versicherungen -vor allem die BUZVersicherung - in jungen Jahren ( also spätestens in den 20er Jahren und möglichst sofort nach der Lehre ab ) und nicht mehr später mit 40 oder 50 Jahren. 1. sind die Beiträge dann viel zu hoch und 2. wird man dann aufrgund von vorhandenen Vorerkrankungen oft - wie jetzt bei ihnen - nicht mehr aufgenommen.

Die Verisicherungsbedingungen können die privaten Versicherungen nun so aufstellen wie Sie wollen. Daran können Sie mal gar nichts ändern . Diese Versicherungen sind auch keine Wolhtätigkeitsvereine um Schwerbehinderte wie Sie und mich ( habe ürbigens 60% GdB ) sondern wollen Gewinne sehen. Darum werden die Versicherungsbedingungen natürlich auch entsprechend gestaltet.

Also bitte schön immer erstmal selbst an die eigene Nase fassen , bevor man andere für seine Sitaution dann verantwortlich macht.

von
Patriot

Mensch Anselmann, wo ist dein deutscher Patriotismus ?

Die Griechen brauchen für die nächsten 30 Jahre unsere Sozialleistungen, da bleibt für deutsche Schwerbehinderte halt nichts mehr übrig.

Also, Zähne zusammenbeißen, arbeiten und an höhere Ziele denken, dann klappt das auch.

Dein deutscher Patriot

von
Patriot

Mensch Anselmann, wo ist dein deutscher Patriotismus ?

Die Griechen brauchen für die nächsten 30 Jahre unsere Sozialleistungen, da bleibt für deutsche Schwerbehinderte halt nichts mehr übrig.

Also, Zähne zusammenbeißen, arbeiten und an höhere Ziele denken, dann klappt das auch.

Dein deutscher Patriot

von
Bernd Anselmann

Zitiert von: Krämers

Zitiert von: Bernd Anselmann

Ob man das in jungen Jahren verpasst hat oder bereits in jungen Jahren schwerbehindert war, finde ich ist unerheblich.

Die Ablehnung einer privaten Pflegezusatzversicherung ist ein eindeutiger Fall von Diskriminierung.

Kann ich eine Pflegeversicherung nicht per Gericht über das Antidiskriminierungsgesetzt dazu zwingen, mich für die Pflege zu versichern ?

Bernd Anselmann

Natürlich werden Sie nicht diskriminiert oder sonst etwas. Sie verrennen sich da offensichtlich in etwas was nicht an dem ist...

Es ist auschließlich IHR Verschulden ( wenn man das mal so drastisch sagen darf ) wenn Sie sich nicht frühzeitig über eine private BUZ und/oder priv. Pflegeversicherung informiert und diese dann auch abgeschlossen haben. Die Gesetzesänderung im Jahre 2000 und damit der Wegfall der gesetzl. BU Rente für nach '61 geborene hat damit auch wenig bis nichts zu tun. Da waren Sie ja schon 38 Jahre alt und hätten sich schon viel früher darüber Gedanken machen müssen...
Eine solch elememtar wichtige Versicherung wie eine private BUZ muss man immer frühzeitig in jungen Jahren abschliessen. Und für alles andere ist dann auch Geld da, nur für so eine Versicherung nicht. Nach dem Motto, Hauptsache das Auto hat aber eine Vollkaskoversicherung....

Wie gesagt, schliesst man solche Versicherungen -vor allem die BUZVersicherung - in jungen Jahren ( also spätestens in den 20er Jahren und möglichst sofort nach der Lehre ab ) und nicht mehr später mit 40 oder 50 Jahren. 1. sind die Beiträge dann viel zu hoch und 2. wird man dann aufrgund von vorhandenen Vorerkrankungen oft - wie jetzt bei ihnen - nicht mehr aufgenommen.

Die Verisicherungsbedingungen können die privaten Versicherungen nun so aufstellen wie Sie wollen. Daran können Sie mal gar nichts ändern . Diese Versicherungen sind auch keine Wolhtätigkeitsvereine um Schwerbehinderte wie Sie und mich ( habe ürbigens 60% GdB ) sondern wollen Gewinne sehen. Darum werden die Versicherungsbedingungen natürlich auch entsprechend gestaltet.

Also bitte schön immer erstmal selbst an die eigene Nase fassen , bevor man andere für seine Sitaution dann verantwortlich macht.

Ich war mit 38 bereits seit vielen Jahren 60% schwerbehindert.
Auch da hätte ich weder BU noch Pflegeversicherung bekommen.

Bernd Anselmann

Experten-Antwort

Fragen zur Pflegeversicherung können im Rahmen dieses Forums leider nicht beantwortet werden.

von
Cathrin

ist ja schön, dass man früher hätte dran denken müssen ... ich für meinen Teil bin seit meinem 10ten Lebensjahr so krank (jetzt gerade mal 30 Jahre alt) dass mich jede private Versicherung ablehnt. Hätte ich damals schon eine Versicherung abschließen sollen?
Wahrscheinlich sollte man einfach das eigene Kind direkt nach der Geburt einmal komplett privat versichern, damit es auf jeden fall versichert ist, falls es mal chronisch krank wird ... was für ein Bullshit ist das denn? Das soll man dann "soziales" System nennen? so macht es eher noch kaputt bzw. das was davon noch übrig ist.