Pflicht zur Begutachtung

von
ed

Guten Abend,
Muss das Gericht eine medizinische Begutachtung durchführen lassen wenn der Hausarzt eine Arbeitsfähigkeit von weniger als 3 Stunden bescheinigt und der Facharzt keine oder eine mehr als 6 stündige Arbeit bescheinigt ?

von
Anita

Zitiert von: ed

wenn der Hausarzt eine Arbeitsfähigkeit von weniger als 3 Stunden bescheinigt und der Facharzt keine oder eine mehr als 6 stündige Arbeit bescheinigt ?

Wer hat hier wem was und zu welchem Zweck bescheinigt? Und DAS Gericht gibts nicht. Wer hat vor welchem Gericht geklagt?

von
Richter

Ein Gericht KANN alles - MUSS aber gar nichts.

von
Labunga

Zitiert von: ed

Guten Abend,
Muss das Gericht eine medizinische Begutachtung durchführen lassen wenn der Hausarzt eine Arbeitsfähigkeit von weniger als 3 Stunden bescheinigt und der Facharzt keine oder eine mehr als 6 stündige Arbeit bescheinigt ?

Ein Haus- oder Facharzt kann gar keine Arbeitsfähigkeit unter 3 Std. oder in welche Höhe auch immer bescheinigen. Diese Ärzte können nur eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen die sich Arbeitszeitmässig auf den aktuell ausgeführte Tätigkeit bezieht und auf sonst gar nichts. Bescheinigung wegen einer EM-rente und Erwerbsminderung dieser behandelnden Ärzte habe keinerlei Bedeutung im Rentenverfahren.

Das Sozialgericht kann - muss aber nicht - im Rahmen einer Klage wegen Erwerbsminderung ein Gutachten hinischtlich der Erwerbsfähigkeit anordnen. Dieses Gutacten wäre dann mehr oder weniger ausschalgegend für die Zuerkennung einer EM-Rente.

von Experte Experten-Antwort

Hallo ed,

der Antwort von Richter schließen wir uns an.
Nach unserer Kenntnis hat ein Richter sowohl die Möglichkeit

· Krankenpapiere, Aufzeichnungen, Krankengeschichten, Sektions- und Untersuchungsbefunde sowie Röntgenbilder beizuziehen

als auch die Möglichkeit

· die Begutachtung durch Sachverständige anzuordnen.

Versicherte können die Anhörung eines bestimmten Arztes beantragen.

Die endgültige Entscheidung darüber, welche Gutachten angefordert und wie diese ausgewertet werden, liegt somit beim zuständigen Richter.