Pflichtbeiträge in der Ausbildung

von
weltweit

Sehr geehrte Damen und Herren hier im Forum,
im ZDF lief ein Beitrag über Pflichtbeiträge in der Berufsausbildung. Die in der RV gebuchten "Pflichtbeiträge" während einer Berufsausbildung ergeben später bei einem Rentenbzug niedrigere Auszahlungen. Muss jetzt jeder einzelne Versicherte sich an die Rentenversicherung wenden damit die Beiträge richtig als "Berufsausbildung" verbucht werden damit dem Versicherten später die korrekte Rente ausgezahlt wird? Siehe auch hier in der Mediathek unter
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/startseite
WISO-Tipp: Rentenbescheid prüfen!!
Danke schon einmal

von
User

Normalerweise wird die Berufsausbildung im Rahmen des Kontenklärungsverfahrens schon festgestellt. Man muss sich da nicht extra an den RV-Träger wenden.
Voraussetzung ist natürlich, dass man im Fragebogen zur Kontenklärung auch die richtigen Angaben macht und diese auch nachweist.
Dies geht aber auch im Rentenverfahren oder sogar auch nachträglich.
Man erspart aber sich und den Sachbearbeitern aber Mühe wenn man Angaben zur Berufsausbildung eben schon im angesprochenen Kontenklärungsverfahren macht.

von
Schiko.

Aber nur deswegen, weil
während der ausbildung nor-
malerweise der verdienst auch
geringer ist.
Grundlage hierfür ist der
jährliche durchschnittsverdienst aller. Dies gilt auch später nach der ausbildung genau so.

Für 2008 ergeben 30084
jahresverdienst 1 entgelt-
punkt und 26,27 euro gut-
schrift rechnerisch.
Beträgt die jahresvergütung
im ausbildungsjahr 7200 gilt:

7200 : 30084 = 0,2393 EP.
x 26,27 euro 6,29 renten-
gutschrift.
Ansonsten sogar durch kom-
plizierte durchschnittswerte
sogar noch geschenkte EP.,
wenn die ausbildung nach dem 17.LJ. liegt.

MfG.

Experten-Antwort

Hallo Weltweit,

Pflichtbeiträge, die als Zeiten der Berufsausbildung gekennzeichnet sind, erhalten eine besondere Bewertung. Einerseits erfolgt die Berechnung mit den der Beitragsentrichtung zugrundeliegenden Entgelten. Als Vergleichswert dient die Berechnung mit der Zeit als beitragsfreie Zeit. Der günstigere Wert geht letztendlich in die Rentenberechung ein. Damit sollte sichergestellt sein, dass sich die Kennzeichnung als Pflichtbeiträge während beruflicher Ausbildung nicht negativ auswirkt.