pflichtbeiträge oder freiwillig

von
sindy

was ist eigentlich besser, wenn man über einen 450,-€ job rentenbeiträge bezahlt z.B. 1000,-€ jährlich oder freiwillig 1000,-€ einbezahlt im jahr? was wird besser bepunktet? und wirkt sich somit besser rentenerhöhend aus? Oder spielt es keine rolle ob man freiwillige beträge oder pflichtbeiträge bezahlt von z.B. 1000,-€?

von
sindy

Zitiert von: sindy

was ist eigentlich besser, wenn man über einen 450,-€ job rentenbeiträge bezahlt z.B. 1000,-€ jährlich oder freiwillig 1000,-€ einbezahlt im jahr? was wird besser bepunktet? und wirkt sich somit besser rentenerhöhend aus? Oder spielt es keine rolle ob man freiwillige beträge oder pflichtbeiträge bezahlt von z.B. 1000,-€?

von
Anita

Können Sie mir mal erklären, wie Sie über 450-Euro-Job 1000 Euro jährlich einzahlen wollen?
Der Punktwert ist der gleiche, aber für manche Wartezeiten zählen eben nur Pflichtbeiträge.

von
Heinerich

Es ist von der Bewertung her egal, ob Sie für 1000,00 EUR brutto über einge geringfügige Beschäftigung oder ob Sie freiwillige Beiträge für das gleiche Entgelt einzahlen.

Die Beiträge über die Beschäftigung sind jedoch deutlich günstiger für Sie, da der AG den Pauschalbeitrag mitträgt und diese sind zudem Pflichbeiträge.

MfG

von
oder so

Also: wenn Sie 450 EUR/Monat verdienen, dann zahlt der gewerbliche AG 15%, also 67,50 EUR/Monat bzw. 810 EUR/Jahr ein - Rentensteigerung bei der Monatsrente ca. 3,50 EUR (für ein ganzes Jahr Minijob).
Bei Versicherungspflicht legen Sie selbst die fehlenden 3,9% drauf, also 17,55 EUR/Monat oder 210,60 EUR/Jahr dazu - Rentensteigerung jetzt ca. 4,45 EUR (für ein ganzes Jahr Minijob incl. dem AG-Anteil!). Sie erwerben aber Monat für Monat einen echten Pflichtbeitrag für sämtliche Wartezeiten, sichern sich ggf. einen bestehenden Schutz bei EM (oder bauen diesen wieder auf) und sind in eigener Person 'riesterfähig'.
Wenn Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen und selbst 1000 EUR freiwillig einzahlen, dann steigt die Rente um die Werte aus dem AG-Anteil (also 3,50 EUR) und durch die Einzahlung - 1000 EUR Einzahlung entsprechen einem fiktiven Bruttoverdienst von 5291 EUR : 34.071 EUR = 0,1553 EP x 28,07 EUR = 4,36 EUR.
Ihre gesteigerte Rente müssen Sie also knapp 20 Jahre beziehen, um die eigene Einzahlung wieder zu haben. (stark vereinfachte Darstellung, da Abschlag und KV/PV nicht berücksichtigt, entgangener Zins, Inflation, steigender Rentenwert etc.). Vor allem zählen die freiwilligen Beiträge nicht bei allen Wartezeiten mit, sichern EM-Schutz nur noch in besonderen Einzelfällen und mache nicht 'riesterfähig'.
Und: freiwillige Versicherung neben versicherungspflichtigem Minijob geht nicht!

von Experte Experten-Antwort

Hallo sindy,

ich kann mich den Ausführungen von "oder so" in vollem Umfang anschließen - insbesondere auch hinsichtlich der angegebenen Werte.

Der entscheidende Vorteil eines versicherungspflichtigen 450 Euro-Jobs ist, dass es sich - im Gegensatz zur freiwilligen Versicherung - um vollwertige Pflichtbeiträge handelt, die bei allen Vorausetzungen für Leistungen berücksichtigt werden, während freiwillige Beiträge nur sehr eingeschränkt Berücksichtigung finden.

Bei der Rentensteigerung gibt es keinen Unterschied, ob Sie in einem Jahr 1.000 Euro an Pflichtbeiträgen oder 1.000 Euro an freiwilligen Beiträgen zahlen.

Bezüglich der Frage, wie sich freiwillige Beiträge bzw. Pflichtbeiträge in Ihrer Rentenversicherung auswirken würden, sollten Sie sich an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Rentenversicherung wenden.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.02.2013, 09:09 Uhr]