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Pflichtbeitragszeiten Krankengeld/Übergangsgeld

von
Bernd.I

Mir ist noch eine Frage eingefallen.

Bei Kranken- u. Übergangsgeldbezug werden Beiträge an die DRV gezahlt.
Handelt es sich dabei um Pflichtbeitragszeiten ?

Das ist für mich auch wichtig, weil ich bin schwerbehindert.

Bernd

von
Bernd.I

Wikipedia sagt ja:
/
Zu den Pflichtbeitragszeiten gehören auch bestimmte Zeiten des versicherungspflichtigen Bezugs von Lohnersatzleistungen, beispielsweise Krankengeld, Arbeitslosengeld, Arbeitslosengeld II (Hartz IV) oder Übergangsgeld.
/
http://de.wikipedia.org/wiki/Pflichtbeitragszeit

Bernd

von
zelda

Hallo Bernd. I,

ja die Zeiten des Bezuges von Krankengeld / Übergangszeit sind (unter bestimmten Voraussetzungen) Pflichtbeitragszeiten:

§ 3 SGB VI:

Versicherungspflichtig sind Personen in der Zeit,

....
3. für die sie von einem Leistungsträger Krankengeld, Verletztengeld, Versorgungskrankengeld, Übergangsgeld oder Arbeitslosengeld beziehen, wenn sie im letzten Jahr vor Beginn der Leistung zuletzt versicherungspflichtig waren; der Zeitraum von einem Jahr verlängert sich um Anrechnungszeiten wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld II ....

und

§ 55 Beitragszeiten
(1) Beitragszeiten sind Zeiten, für die nach Bundesrecht Pflichtbeiträge (Pflichtbeitragszeiten) oder freiwillige Beiträge gezahlt worden sind. Pflichtbeitragszeiten sind auch Zeiten, für die Pflichtbeiträge nach besonderen Vorschriften als gezahlt gelten.....

Erlauben Sie mir eine Gegenfrage:

Inwiefern ist das wichtig im Rahmen Ihrer Schwerbehinderung ?

MfG

zelda

von
Bernd.I

Zitiert von: zelda

Hallo Bernd. I,

ja die Zeiten des Bezuges von Krankengeld / Übergangszeit sind (unter bestimmten Voraussetzungen) Pflichtbeitragszeiten:

§ 3 SGB VI:

Versicherungspflichtig sind Personen in der Zeit,

....
3. für die sie von einem Leistungsträger Krankengeld, Verletztengeld, Versorgungskrankengeld, Übergangsgeld oder Arbeitslosengeld beziehen, wenn sie im letzten Jahr vor Beginn der Leistung zuletzt versicherungspflichtig waren; der Zeitraum von einem Jahr verlängert sich um Anrechnungszeiten wegen des Bezugs von Arbeitslosengeld II ....

und

§ 55 Beitragszeiten
(1) Beitragszeiten sind Zeiten, für die nach Bundesrecht Pflichtbeiträge (Pflichtbeitragszeiten) oder freiwillige Beiträge gezahlt worden sind. Pflichtbeitragszeiten sind auch Zeiten, für die Pflichtbeiträge nach besonderen Vorschriften als gezahlt gelten.....

Erlauben Sie mir eine Gegenfrage:

Inwiefern ist das wichtig im Rahmen Ihrer Schwerbehinderung ?

MfG

zelda

Guten Abend zelda und Danke für deine ausführliche Antwort.

Pflichtbeitragszeiten sind für mich wichtig wegen der 35 Jahre Wartezeit für die Schwerbehindertenrente.

Bernd

von
zelda

Hallo Bern I.,

für die 35 Jahre Wartezeit für die Rente für schwerbehinderte Menschen zählen aber alle rentenrechtlichen Zeiten, also z.B. auch freiwillige Beiträge oder Anrechnungszeiten.

MfG

zelda

von
Bernd.I

Zitiert von: zelda

Hallo Bern I.,

für die 35 Jahre Wartezeit für die Rente für schwerbehinderte Menschen zählen aber alle rentenrechtlichen Zeiten, also z.B. auch freiwillige Beiträge oder Anrechnungszeiten.

MfG

zelda

Das hat man mir hier aber einmal anders erklärt.
Ich bin 1962 geboren und war in meinem Erwerbsleben mehrmals kurzzeitig arbeitslos.
Dann bekomme ich auch diese 5 Erwerbsjahre vor 1984 nicht zusammen.
So daß bei mir freiwillige Beiträge nichts bringen.

Bernd

von
;.)

Hallo,
sorry habe keine Antwort sondern eine frage.
Hoffe es wird mir verziehen.
Bei mir sind die Übergangszeiten mit 0 berücksichtigt worden.
Auch nicht als Pflichtbeiträge.
Wenn ich eure Antworten richtig lese dann ist das falsch????
Danke

Experten-Antwort

Den Beiträgen von zelda wird zugestimmt. Bei der Rente wegen Erwerbsminderung kann man die erforderlichen versicherungsrechtlichen Voraussetzungen auch durch die sogenannte Anwartschaftserhaltung ( § 241 Abs. 2 SGB VI) erfüllen. Voraussetzung hierfür ist die Erfüllung der allgemeinen Wartezeit vor dem 01.01.1984 und ab dem 01.01.1984 bis zum Monat des Eintritts der Erwerbsminderung müssen Anwartschaftszeiten vorliegen, d. h., das Versicherungskonto muss lückenlos ab 01.01.1984- bis zum Versicherungsfall der Erwerbsminderung- belegt sein .Die allgemeine Wartezeit ist eine Mindestversicherungszeit von 60 Monaten. Diese 60 Monate müssen also vor dem 01.01.1984 erfüllt sein, damit überhaupt die weitere Prüfung erfolgt.
Zeiten der Arbeitsunfähigkeit, Krankheit und Rehabilitation können als Anrechnungszeiten für die Wartezeit von 35 Jahren berücksichtigt werden, wenn die Voraussetzungen hierfür vorliegen. Diese Voraussetzungen haben sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. In einigen Jahren müssen Sie beispielsweise Krankengeld erhalten haben, in anderen Jahren kann die Zeit auch ohne diesen Leistungsbezug anerkannt werden. Welche Anrechnungszeit individuell berücksichtigt werden kann, erfahren Sie bei Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger in einer Auskunfts- und Beratungsstelle vor Ort.