Pflichtversicherung bei der Knappschaft?

von
Hans

muss ein unbezahlt helfender Familienangehöriger, der Rentner und freiwillig Krankenversichert ist, in einem Kleingewerbebetrieb noch Pflichtbeiträge an die Knappschaft entrichten?

Experten-Antwort

Hallo Hans,
der Minijobber muss keine Beiträge an die Rentenversicherung zahlen, da er die Möglichkeit der Befreiung von der Versicherungspflicht hat. Die Befreiung gilt so lange wie die Beschäftigung ausgeübt wird.
Ab der Regelaltersgrenze sind Rentner ohnehin versicherungsfrei. Für diesen Personenkreis besteht aber auf die Möglichkeit auf die bestehende Versicherungsfreiheit zu verzichten.
Ob es sich bei der zu beurteilenden Arbeit um einen "Minijobber" handelt, muss vom Arbeitgeber beurteilt werden, es richtet sich danach, ob es sich tatsächlich um einen Minijob handelt und um welche Art, kurzfristig oder 450-Euro.
Bei weiteren Fragen können sie sich gerne an die Hotline der Minijobzentrale wenden.
Tel.: 0355 2902-70799
https://www.minijob-zentrale.de/DE/00_home/node.html

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 10.05.2021, 14:35 Uhr]

von
Putzfee

Hallo Hans,

die Frage, die sich hier stellt - bevor es überhaupt um eine Beitragszahlung geht - ob es sich hierbei überhaupt um ein Beschäftigungsverhältnis handelt. Wenn keine Form der Bezahlung, weder Entgelt noch Sachlohn (wie Dienstwagen, Aufwandspauschalen, Verpflegung, etc.) geleistet wird, kann es sich hierbei auch nicht um einen Minijob handeln.
Für die Beurteilung eines Beschäftigungsverhältnisses im sogenannten Statusfeststellungsverfahren ist die Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung zuständig.
https://clearingstelle.de/clearingstelle/drv.html
Gruß
Putzfee

von
G.W.

Zitiert von: Hans
muss ein unbezahlt helfender Familienangehöriger, der Rentner und freiwillig Krankenversichert ist, in einem Kleingewerbebetrieb noch Pflichtbeiträge an die Knappschaft entrichten?

Irgendwie ergibt die Frage für mich keinen Sinn.

Könnte es sein, dass Sie folgende Frage stellen wollten:

Muss ein Rentner, der freiwillig bei der Knappschaft krankenversichert ist, auch noch freiwillige Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus den Einkünften aus seinem nebenberuflichen Kleingewerbe entrichten?

von
Siehe hier

Zitiert von: G.W.
Zitiert von: Hans
muss ein unbezahlt helfender Familienangehöriger, der Rentner und freiwillig Krankenversichert ist, in einem Kleingewerbebetrieb noch Pflichtbeiträge an die Knappschaft entrichten?

Irgendwie ergibt die Frage für mich keinen Sinn.

Könnte es sein, dass Sie folgende Frage stellen wollten:

Muss ein Rentner, der freiwillig bei der Knappschaft krankenversichert ist, auch noch freiwillige Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus den Einkünften aus seinem nebenberuflichen Kleingewerbe entrichten?

Warum drehen Sie die Fragestellung um?

Hans fragte ob ein Rentner, der freiwillig krankenversichert ist, und als Familienangehöriger in einem Kleingewerbebetrieb unbezahlt hilft, Pflichtbeiträge an die Knappschaft (Einzugsstelle der Minijobzentrale) entrichten muss.
Das war doch eindeutig gefragt und wurde auch beantwortet.

Wenn schon 'Vermutung', dann dass Hans den Kleinbetrieb hat und Vaddern dort nun noch etwas unentgeltlich mithilft. Muss der pflichtversichert werden, ja oder nein. Aber auch dies wurde beantwortet.

Selbst wenn Hans Vaddern wäre... ;-)

von
G.W.

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: G.W.
Zitiert von: Hans
muss ein unbezahlt helfender Familienangehöriger, der Rentner und freiwillig Krankenversichert ist, in einem Kleingewerbebetrieb noch Pflichtbeiträge an die Knappschaft entrichten?

Irgendwie ergibt die Frage für mich keinen Sinn.

Könnte es sein, dass Sie folgende Frage stellen wollten:

Muss ein Rentner, der freiwillig bei der Knappschaft krankenversichert ist, auch noch freiwillige Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung aus den Einkünften aus seinem nebenberuflichen Kleingewerbe entrichten?

Warum drehen Sie die Fragestellung um?

Hans fragte ob ein Rentner, der freiwillig krankenversichert ist, und als Familienangehöriger in einem Kleingewerbebetrieb unbezahlt hilft, Pflichtbeiträge an die Knappschaft (Einzugsstelle der Minijobzentrale) entrichten muss.
Das war doch eindeutig gefragt und wurde auch beantwortet.

Wenn schon 'Vermutung', dann dass Hans den Kleinbetrieb hat und Vaddern dort nun noch etwas unentgeltlich mithilft. Muss der pflichtversichert werden, ja oder nein. Aber auch dies wurde beantwortet.

Selbst wenn Hans Vaddern wäre... ;-)

Zu jeder erfolgreichen Kommunikation gehören immer zwei Seiten. Der Sender, der eine Frage stellen möchte, und der Empfänger, an den die Frage gerichtet ist. Um die Frage richtig zu beantworten, muss der Empfänger die Frage richtig entschlüsseln.

Hier sind alle Experten bisher davon ausgegangen, dass mit Knappschaft die Minijobzentrale gemeint ist und mit Pflichtbeiträgen die Beiträge gemeint sind, die der Arbeitgeber vom Gehalt vom Minijob abzieht.

Das geht für mich so eindeutig nicht aus der Frage hervor. Vielmehr gibt es weitere Informationen, die mich stutzig machen: Der Hinweis auf die freiwillige Krankenversicherung sowie der Hinweis auf die unbezahlte familienhafte Mithilfe passen nicht zu dem Minijob. Bei unbezahlter, familienhafter Mithilfe im Betrieb des Sohnes würde Vaddern ja überhaupt nicht bei der Minijobzentrale angemeldet. Es könnten von einem Einkommen von 0 EUR gar keine Pflichtbeiträge (oder Umlagen vom Arbeitgeber) entrichtet werden. Ist mit Kleingewerbe das des Vadders oder das von Hans gemeint? Geht es um (Pflicht-)Beiträge zur Rentenversicherung oder freiwillige Beiträge zur Krankenversicherung?

Wegen dieser für mich offenen Fragen habe ich nochmal zur Klarstellung nachgehakt, ob die bisherigen Antworten zu der Fragestellung von Hans passen oder ob seine Frage in eine ganz andere Richtung abzielte.

Damit wollte ich nichts verdrehen, ich wollte nur sicherstellen, dass dem Hans seine Frage auch wirklich beantwortet wurde ;o)

von
Klartext

Wie wäre es abzuwarten, was der Fragesteller zu sagen hat, statt wild drauf los zu spekulieren? Im Übrigen eine Unart hier Forum, weil vile Hobbyexperten glauben, zu allem Ihren Senf hinzugeben zu müssen.
Seien Sie alle versichert, dem ist nicht so!

von
Hans

Hallo, hier noch einmal der Fragesteller.
Erst einmal vielen Dank für die Antworten!
Tatsache ist, ich bin der unbezahlt mitarbeitende Familienangehörige. Meine Frau ist die Inhaberin.
Bis einschl. Ende 2020 war ich Als Minijober mit 450 € angestellt und musste zusätzlich zu meiner freiw.Krankenversicherung bei der Barmer noch immer Pflichtbeiträge bei der Knappchaft entrichten
Ich (Geschäftsführer) habe mich entschlossen ab dieses Jahr, wegen der Umsatzrückgänge,auf "Kleingewerbe" zu gehen und auch kein festes Gehalt mehr zu ziehen um letztendlich Kosten zu sparen.
Der Betrieb läuft sowieso langsam aus.
Daher meine Frage: Muss ich Die Beiträge in der Knappschaft noch entrichten?

Experten-Antwort

Hallo Hans,

wenn kein Beschäftigungsverhältnis mehr vorliegt, stellt sich die Frage nach dem Minijob eigentlich nicht mehr. Dieser setzt nämlich ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis voraus.
Wie bereits weiter oben angemerkt, können Sie sich mit Ihrer Frage auch an die Hotline der Minijobzentrale wenden.
Tel.: 0355 2902-70799

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Hans

Danke!

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