Pflichtversicherung bei längerer AU

von
Schobert

Guten Tag,

ich bin privat krankenversichert und aufgrund einer längeren Erkrankung seit dem 04.03.14 aus der Lohnfortzahlung raus. Krankentagegeld beziehe ich ich seitdem über eine private KTV bei der HUK. Grundsätzlich sind von mir (gesetzlich vorgeschrieben) zur Vermeidung von fehlenden Anrechnungszeiten ja wohl Plfichtbeiträge zu zahlen, um die Lücke zu schließen (80% vom letzten vollen brutto mal 18,9%). Bei der Beratungshotline der RV hat man mir mitgeteilt, dass diese in meinem Fall aber doch nicht nötig ist, da ich bis zum 04.03 in der Lohnfortzahlung war und am 29.04. wieder anfange zu arbeiten, also für beide Monate von meinem Arbeitgeber zumindest kleine RV-Beiträge gezahlt werden. Laut der Hotline gelten diese beiden Monate also als volle Anrechnungsmonate da dort wohl immer nur in vollen Monaten gerechnet wird. Würde ich also erst am 29.05. wieder mit der Arbeit beginnen, müsste ich nur den April nachzahlen. Ist dies so korrekt? Kann ich mich auf diese Aussage verlassen? Ich möchte auf jeden Fall einen Lücke bei den Anrechnungszeiten vermeiden? Für mich ist das sehr wichtig, da ich sonst für März/April in Summe fast 1300€ berappen müsste. Das etwas weniger auf das Rentenkonto fliesst in den beiden Monaten ist für mich unerheblich, ich möchte nur eine durchgängie Anrechnungszeit haben. Können Sie mir mir bei diesem Thema weiterhelfen bzw. die Aussage der Mitarbeiterin bestätigen?

Vielen Dank!

N. Schobert

von
Feli

Die Mitarbeiterin hat recht!

von Experte Experten-Antwort

Hallo Schobert,

wie Ihnen bereits von der Beratungshotline richtig mitgeteilt wurde, gelten in der Rentenversicherung Teilmonate als voll belegte Monate.
Dies bedeutet, dass Ihnen kein Monat an Beitragszeiten fehlt, wenn Sie bis zum 4.3. Lohnfortzahlung erhielten und am 29.4. wieder zu arbeiten beginnen.
Sollte der Arbeitsanfang allerdings erst im Mai sein, dann wäre der April unbelegt. Sie hätten aber die Möglichkeit, für diesen Zeitraum der Arbeitsunfähigkeit die Versicherungspflicht in der Rentenversicherung zu beantragen und hierfür selbst Beiträge, die aus 80 % des zuletzt versicherten Arbeitsentgelts berechnet werden, zu zahlen. Sie sind hierzu aber nicht gesetzlich verpflichtet.
Bei der Antragspflichtversicherung müssen Sie aber beachten, dass eine Beitragszahlung für April nur möglich ist, wenn der Antrag innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit gestellt wird. Falls diese Frist versäumt würde, wäre eine Beitragszahlung nur noch ab dem Folgetag der Antragstellung möglich.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.2014, 12:00 Uhr]

von
Batrix

ergänzend ist jedoch noch zu beachten, dass die Antragspflichtversicherung nicht nur für den Monat April erfolgen kann, sondern, wenn dann nur für die gesamte Zeit des Krankentagegeldbezuges der privaten Krankenkasse!!!

von
GroKo

Zitiert von: Batrix

ergänzend ist jedoch noch zu beachten, dass die Antragspflichtversicherung nicht nur für den Monat April erfolgen kann, sondern, wenn dann nur für die gesamte Zeit des Krankentagegeldbezuges der privaten Krankenkasse!!!

Blödsinn

von
Schobert

Danke für die Infos, da bin ich ja beruhigt. Danke!

von
Toni

Abgesehen von der Möglichkeit der Pflichtversicherung auf Antrag hätten Sie alternativ auch bis März 2015 Zeit für 2014 freiwillige Beiträge zu zahlen, um eine Lücke zu vermeiden (wenn ein ganzer Monat Lücke vorhanden ist).