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Privat finanzierter vorzeitiger Ruhestand

von
Planlos

Hallo,
was ist zu beachten, wenn man deutlich vor dem 67. Lebensjahr in den (vorerst privat finanzierten) Ruhestand treten möchte?
Nach meinem Verständnis kann man theoretisch aufhören zu arbeiten, wenn man 35 Jahre Wartezeit erfüllt hat und die Zeit bis zum Alter von 67 privat finanzieren kann (und ggfs. die Rentenlücke ab 67 privat geschlossen hat).
Ist das so richtig gedacht?
Kann man die für diesen Fall zu erwartende Rente mit 67 anhand eines aktuellen Rentenbescheids abschätzen?
Was muss bezüglich Steuer, Krankenversicherung, etc. beachtet werden?
Mir ist klar, dass Details nur in einem persönlichen Beratungsgespräch geklärt werden können, ich hätte gerne erst einmal eine grobe Orientierung zum Thema.
Vielen Dank.

von
Schwertfisch

Sehr theoretische Überlegungen, aber durchaus nicht verkehrt. Man merkt hinterher, ob und wie man falsch gedacht hat. Und das prägt sich ein.

Einfach aufhören vielleicht nach 35 Wartezeiten kann man, wenn man genug auf der Seite hat.

Andernfalls wird es gefährlich, weil es z.B. bei der EM-Rente auch darauf ankommt, daß man direkt vor Beantragung auch gearbeitet bzw. Beiträge gezahlt hat.

Sicherlich werden hier viele geneigte Forumsleser noch weitere sachdientliche Informationen geben können.

von
Schwertfisch

Sehr theoretische Überlegungen, aber durchaus nicht verkehrt. Man merkt hinterher, ob und wie man falsch gedacht hat. Und das prägt sich ein.

Einfach aufhören, vielleicht nach 35 Jahren Wartezeit, kann man, wenn man genug Gespartes auf der Seite hat.

Andernfalls wird es gefährlich, weil es z.B. bei der EM-Rente auch darauf ankommt, daß man direkt vor Beantragung auch gearbeitet bzw. Beiträge gezahlt hat.

Sicherlich werden hier viele geneigte Forumsleser noch weitere sachdientliche Informationen geben können.

von
KSC

Wenn Sie - egal wie lange - die Zeit bis 67 überbrücken können, brauchen Sie nicht mal 35 Versicherungsjahre, für die Regelaltersrente reichen 5 Beitragsjahre.

Wer 35 Versicherungsjahre hat, kann mit 63 in Rente gehen (und braucht daher nicht bis 67 warten).

Zur Orientierung was man derzeit zu erwarten hat bekommt jeder unserer Kunden jährlich eine Renteninformation - daraus kann man ersehen wie hoch die Rente momentan ist und wenn man aussteigt, weil man die Zeit bis zur Rente überbrücken kann, bleibt der Stand unverändert......

von
Schweden-Ulli

Bei der Bemessung ihrer privater Mittel für Ihren verdienten Ruhestand sollten Sie auch berücksichtigen, daß der Staat sogar rückwirkend auf die Rentenkasse zugreifen kann.

Dies ist beispielsweise auch schon so geschehen, als man rückwirkend die (volle) Sozialversicherungspflicht von Renten aus der betrieblichen Altersversorgung eingeführt hat.

Selbst die höchsten Gerichte haben dieses, an sich illegale Verhalten, abgesegnet. Der Staat hat also insoweit die Gerichte an seiner Seite.

Sie können daher im Grunde Ihren Ruhestand - zumal in schwierigen Zeiten - finanziell gar nicht planen. Also Vorsicht!

von
Reicher

Ich bin bereits mit 45 Jahren in den privat finanzierten Ruhestand gegangen - nach 30 Arbeitsjahren wohlgemerkt - , weil ich relativ vermögend bin und mir das leisten kann. . Die Altersrente die dann später mit 65 Jahren dann noch dazu kommt ( ca. 1200 Euro ) ist für mich finanziell gesehen nur ein Taschengeld und Prinzip fällt die unter die Kategorie Peantus .

von
Planlos

Ui, vielen Dank für die zahlreichen Antworten.
Mit 45 wird's bei mir finanziell noch nicht ganz reichen (das wäre nächstes Jahr), aber von Mitte 50 träume ich derzeit schon...
Kann evtl. jemand etwas über die Dinge berichten, die finanziell zu berücksichtigen sind, so wie etwa Krankenversicherung und Steuer?

von
KSC

Zu Steuern und Krankenkasse fragen Sie ihren Steuerberater, die Krankenkasse und das Finanzamt und die Damen und Herren, die in Berlin in den kommenden 15-20 Jahren noch einige Gesetze ändern werden. :)

von
Wubi

Freiwillige Krankenversicherung ist incht ganz billig, ggf. im Krankenkassenforum fragen!
Und nicht, falls es überhaupt billiger sein sollte (in dem Alter unwahrscheinlich), in eine private wechseln, sonst gibts wahrscheinlich kein Zurück mehr!

von
DarkKnight RV

Hallo Planloser,

da wir wahrscheinlich alle keine Glaskugel besitzen muss man von dem Stand heute ausgehen.

Haben Sie 35 Jahre Wartezeit voll dann brauchen Sie nicht bis 67 warten, sondern könnten bereits mit 63 die Altersrente für langjährig Versicherte beanspruchen.

Die Rente hätte dann zwar einen Abschlag von 14,4%, aber wenn Sie schon soviel zur Seite gelegt haben, sollten Sie den auch verkraften können. Ausserdem erhalten Sie die Rente 4 Jahre länger!

Was von Ihrem Vermögen zu versteuern ist, da müssen Sie das Finanzamt fragen. Wenn Sie mit 63 (also 2031, wenn ich richtig gerechnet habe) in Rente gehen bertägt der Besteuerungsanteil ihrer Rente 91%. Gehen Sie erst mit 67 würde der Besteuerungsanteil 95% betragen.

Wegen der Krankenversicherung sollten Sie sich mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen, wenn es denn soweit ist. Da wären irgendwelche Planungen jetzt zu früh. Wahrscheinlich sind Sie jetzt schon nicht pflichtversichert, wenn Sie so viel Geld an die Seite legen können, dass es ab 55 bis ans Lebensende reicht. Denn die Rente wird nicht allzu hoch werden!!

:8

von
Tipp

Wenn Sie erkrankt wären , könnten Sie auch versuchen eine EM-Rente zu bekommen und dann wären Sie ja weiterhin krankenversichert. Dann brauchten Sie sich zumindest um diese Problematik nicht mehr kümmern..

von
Planlos

Hallo,
nochmal Danke für die Hinweise.
Es geht mir aber derzeit eigentlich eher darum abzuschätzen, welche Kosten man nach heutigem Stand so in etwa für die Übergangszeit zur Rente kalkulieren muss. Aber Sie haben schon Recht, am Besten erkundige ich mich mal bei der Krankenkasse und beim Finanzamt.

von
Halbe-Halbe

Zitiert von: Planlos

Hallo,
nochmal Danke für die Hinweise.
Es geht mir aber derzeit eigentlich eher darum abzuschätzen, welche Kosten man nach heutigem Stand so in etwa für die Übergangszeit zur Rente kalkulieren muss. Aber Sie haben schon Recht, am Besten erkundige ich mich mal bei der Krankenkasse und beim Finanzamt.

Ich denke mal gerade vom Finanzamt werden sie nur Wischi-Waschi-Antworten bekommen und vielleicht auch nur die sogenannten "Schlafende Hunde" wecken.