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Private Altersvorsorge

von
Maria L.

Hallo,

zu dem aktuellen Artikel über die private Altersvorsorge

http://www.ihre-vorsorge.de/Geldanlage-Altersvorsorge.html

habe ich einige Kommentare:

&#34;Auf die richtige Mischung aller Vorsorgeformen kommt es an.&#34;

Das ist ein Irrtum. Die schnellste und sicherste Vorsorge für das Alter ist Vermögensbildung über Aktienfondssparen. Die Mischung mit anderen weniger schnellen und weniger sicheren Vorsorgeformen verbessert daran nichts.

Der aktuelle Börsencrash ist für Aktienfondssparer übrigens gut. Für alle, die noch am Beginn oder in der Mitte ihrer individuellen Ansparzeit sind, reduziert ein Crash langfristig das Risiko und erhöht gleichzeitig die Rendite ihrer Vermögensbildung: das liegt daran, daß bei niedrigen oder fallenden Kursen Aktienfondsanteile &#34;billig&#34; eingekauft werden können und damit der Durchschnittspreis der eigenen Fondsanteile gesenkt wird. Wenn später, irgendwann einmal während der Ansparzeit, die Kurse wieder steigen, steigt die Rendite für die zuvor billig erworbenen Anteilen besonders stark an.

&#34;Zunächst einmal sollten Sparer immer den Blick auf die Vorsorgeformen werfen, die staatlich gefördert sind.&#34;

Staatlich geförderte Vorsorgeformen sind für die Altersvorsorge suboptimal. Sie liegen im Interesse des Staates, aber nicht unbedingt im Interesse der Bürger.

&#34;Für Angestellte sind dabei die verschiedenen Riester-Modelle interessant. Die Fonds-Varianten für die jüngeren Neueinsteiger, die Banksparpläne für konservative Sparer und die Rentenversicherungen für alle, die Sicherheit groß schreiben wollen.&#34;

Rentenversicherungen sind nicht sicher, sondern besonders unsicher, u.a. weil sie das Geldwertstabilitätsrisiko nicht absichern. Außerdem sind sie besonders renditeschwach. Was nutzt die Zusage einer festen nominalen Rente, wenn heute niemand weiß, wie hoch die Inflation in den nächsten Jahrzehnten sein wird und wieviel demnach diese Rente später in Kaufkraft wert sein wird? Außerdem bindet man sich mit dem Abschluß einer Rentenversicherung an die Ertragskraft eines einzigen Unternehmens - es fehlt also die Risikostreuung.

Die Riester-Fonds-Varianten sind Mogelpackungen, weil nur ein geringer Teil des Sparbetrags überhaupt in Fonds angelegt wird, hohe Beträge gehen für Kosten (die zudem jährlich schwanken und nicht garantiert sind) und für unnütze Beitragserhaltungsgarantien drauf. Was nutzt die Garantie, den eingezahlten Beitrag zurückzuerhalten, wenn man heute nicht weiß, wie hoch die Kaufkraft dieses Geldbetrags in einigen Jahrzehnten sein wird - und ob es bis dahin nicht vielleicht eine Währungsreform gibt (gab es im vergangenen Jahrhundert in Deutschland zweimal, Phasen hoher Inflation gab es auch in den 70iger Jahren und sie sind auch zukünftig zu befürchten).

&#34;Neben den Sparformen mit staatlicher Förderung sollten Vorsorge-Sparer vor allem auf Investmentfonds setzen.&#34;

Fast richtig: Vorsorge-Sparer sollten auf Investmentfonds setzen!

&#34;Wenn pro Monat nicht mehr als 50 Euro zum Sparen da sind, ist ein weltweit gestreuter Aktienfonds ideal.&#34;

Ein einziger weltweit gestreuter Aktienfonds ist besser als viele sonstige Vorsorgeformen, damit wird man aber nur Durchschnittsrenditen erreichen können. Besser ist es, auch bei nur geringen monatlichen Sparbeträgen über mind. 5 verschiedene Aktienfonds zu streuen. Jeder dieser Aktienfonds sollte in jeweils einer anderen Branche und Region investieren, um eine weltweite Risiko-Streuung zu erreichen. Bei der Auswahl der Fonds sollte man sich nicht nach bisher erfolgreichen Fonds umsehen, sondern nach zukünftig erfolgreichen Fonds: die erkennt man daran, daß man sich selber überlegt, welche Branchen und Regionen zukünftig ein hohes Wachstum erwarten lassen - irgendwann während der vorgesehenen Ansparzeit, am besten erst gegen Ende der Ansparzeit.

Voraussetzung für jede Investition in Aktienfonds ist aber: es muß ein sofort verfügbares Finanzpolster für Notfälle aller Art von mind. 6 Netto-Monatsgehältern (abhängig von der persönlichen Situation auch bis zu 11-12) vorhanden sein. Außerdem muß auf das investierte Kapital mindestens für 20 Jahre verzichtet werden können.

&#34;Auch die eigene Immobilie ist natürlich eine Vorsorgeform, denn die eigenen vier Wände ersparen im Alter die Miete, wenn die Immobilie schuldenfrei ist.&#34;

Eine eigene Immobilie erspart die Miete, eine verschuldete Immobilie ist aber noch keine eigene Immobilie - sie gehört stattdessen dem Kreditgeber und verursacht dem Kreditnehmer statt einer Ersparnis hohe Kosten. Die Kosten einer Immobilie sollten gegen die Kosten alternativer Mietzahlungen abgewogen werden. Vermögen kann über das Sparen in eine eigene Immobilie (also über die Tilgung) nur sehr langsam gebildet werden, außerdem fehlt jede Risikostreuung, weil es sich eben nur um EINE Immobilie an EINEM bestimmtem Ort handelt. Es mag gute Gründe für eine Immobilie geben, aber dies kann nicht als Vermögensbildung für die Altersvorsorge angesehen werden, die Altersvorsorge müßte also zusätzlich erfolgen.

&#34;Auch Versicherungen und festverzinsliche Anlagen sind bei vielen Sparern für die Altersvorsorge sehr beliebt, denn sie versprechen Sicherheit und garantieren ruhige Nächte&#34;

Versicherungen versprechen Sicherheit, aber ob das Versprechen dann auch gehalten wird, sieht man später. Überschußbeteiligungen sind nicht garantiert und sind in den letzten Jahren auch reihenweise gesenkt worden. Garantiert ist nur der Garantiezins auf den nicht garantierten Sparanteil. Hier gibt es wertvolle Informationen zu diesem und vielen weiteren Themen:

http://www.gegen-altersarmut.de/Altersabsicherung-Versorgungsluecke-Rentensparplan.htm#Rendite-Garantiert

&#34;Für die Geldanlage heißt das: Niemals alles auf eine Karte setzen, das Kapital systematisch und gezielt auf ganz verschiedene Produkte Laufzeiten, Märkte oder Branchen verteilen.&#34;

Nur zum Teil richtig: der monatliche Ratensparbetrag sollte ziel- und chancenorientiert verteilt werden auf mind. 5 Aktienfonds, und zwar so, daß insgesamt über Branchen, Regionen und Währungen gestreut wird. Genaueres hierzu und generell die Antwort auf die Frage &#34;Wie spart man eigentlich richtig fürs Alter&#34; findet sich hier:

http://www.finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=42

Gruß,
Maria L.

von
Amadé

Ein hervorragender und sehr informativer Beitrag.

Bei Stiftung Warentest und auch bei Ihre Vorsorge sind doch gewisse Abhängigkeiten in Richtung Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) zu erkennen.

Ich gehe doch recht in der Annahme, dass Sie nicht Mitarbeiterin im BMAS sind?

von
Finanzuni

Nein, Maria L. ist Betreiberin der Internetseite Finanzuni. Werbung genug macht sie ja.
Der Bericht ist genauso einseitig in Richtung Fondsanlage wie der besprochene Artikel einseitig in Richtung staatliche Anlage ist. Risiken gibts bei der Fondsanlage nämlich auch reichlich. Wenn das alles so einfach wäre wie von Maria L beschrieben dürften nur noch Millionäre in den Anlagekreisen rumlaufen. Selbst Herr Kostolany ist nicht unendlich reich durch Aktienanlage geworden. Und den konnte man ja wohl durchaus als Fachmann auf diesem Gebiet bezeichnen.

von
Maria L.

Hallo,

nein, ich profitiere persönlich nicht von dem, was ich hier schreibe - nur insoweit, daß es mir Freude macht, selbst erlangtes Wissen weiterzugeben. Ich möchte nur informieren und aufklären über Vermögensbildung und Altersvorsorge. Es ist mir ein Anliegen, weil meiner Meinung nach mit den staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukten die zukünftig zu befürchtende Altersarmut weiter Bevölkerungsteile nicht verhindert werden kann.

Aber jeder möge sich bitte selber seine Meinung zu den Inhalten bilden, die ich schreibe, oder die auf den Websites stehen, auf die ich verweise. Und dann könnte man über Fakten sprechen statt über Unterstellungen.

Zu den Risiken der Aktienfondsanlage: das hat mich selber auch sehr lange beschäftigt. Ich bin jetzt davon überzeugt, daß das langjährige regelmäßige Ratensparen in Aktienfonds mit zielorientierter Streuung sicher ist. Man kann gewiß auch viel falsch machen an der Börse - ich habe da früher auch Fehler gemacht (nämlich Einmalanlagen getätigt als hätte ich schon Vermögen anstatt erstmal über regelmäßiges Sparen Vermögen zu bilden). Deshalb sollte sich natürlich jeder gründlich informieren und nur das machen, was er selber nachvollzogen und verstanden hat. Das hat bei mir auch lange gedauert.

Nur: welcher Riester-Sparer hat schon wirklich verstanden, was er da abgeschlossen hat? Produktanbieter informieren logischerweise nicht unabhängig über ihre Produkte. Der Staat leider auch nicht. Und bei den Medien kann man sich auch nicht so sicher sein - denn die sind oft von Anzeigekunden abhängig. Wie gesagt: selber lesen, selber nachdenken und sich selber eine Meinung bilden - das hilft.

Gruß,
Maria L.

von
Schiko..

Mit dem beitrag von finanzuni sind mir, sicher auch an-
deren user , die augen aufgegangen.

Habe mir schon öfter gedacht, bei diesen einseitigen,
umfangreichen und wiederholten empfehlungen muss
doch ein persönliches interesse dahinterstecken.

Frohe Ostern !

von
Maria L.

Hallo Schiko.,

Sie enttäuschen aber sehr, informieren Sie sich doch erstmal selber, bevor Sie hier haltlose Unterstellungen unterstützen.

Ich bin hier im Forum von ihre-vorsorge.de seit Jahren bekannt - eigentlich müßten Sie mich auch noch aus früherer Zeit kennen. Seit Jahren suche ich selber für mich nach der richtigen Altersvorsorge, z.B. hier:

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=28823&#38;dekade=3

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=46897&#38;dekade=5

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=45278&#38;dekade=1

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=45355&#38;dekade=1

Die noch älteren Beiträge in diesem Forum wurde ja leider gelöscht.

Wenn ich nun nach langer Suche endlich die Lösung für mein persönliches Altersvorsorgeproblem gefunden habe (nachdem ich selber vor längerer Zeit einem Link zur Finanzuni gefolgt bin, den jemand anders hier gesetzt hatte) und darüber hinaus überzeugt bin, daß sich damit auch die Altersvorsorgeprobleme der meisten Mitbürger lösen lassen (jedenfalls aller, die nicht akut von Hartz IV bedroht sind, und die noch mindestens 20 Jahre Zeit bis zur Rente haben), dann wäre ich doch sehr egoistisch, wenn ich hier in diesem Forum, in dem ich SELBER sehr viel lernen durfte (u.a. von dem leider verschollenen User Bernhard), nicht darüber informieren würde.

Die Website www.finanzuni.org gibt es seit etwa 2004 - das schließe ich aus dem Alter der Beiträge in der Bibliothek. Wer der Betreiber der Website ist, kann man dort im Impressum nachlesen. Ich kenne ihn überhaupt nicht.

http://www.finanzuni.org/phpBB/viewforum.php?f=6

Außerdem gibt es dort &#34;keinerlei Produkt- oder Anbieterabhängigkeiten&#34;, das steht z.B. hier:

http://www.finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=138

Wer sich einige Zeit mit dieser Website beschäftigt, wird aber auch selber feststellen, daß dort KEINE Altersvorsorgeprodukte verkauft werden - und auch nicht dafür geworben wird.

Die ganze Website kann kostenlos genutzt werden. Wer das einmal unvoreingenommen und gründlich macht, wird selber feststellen, daß dort jemand aus persönlichem Engagement dringend notwendige Aufklärungsarbeit betreibt. Und dafür &#34;werbe&#34; ich jetzt eben auch, ebenfalls aus persönlichem Engagement: für die DRINGEND NOTWENDIGE AUFKLÄRUNGSARBEIT.

Wer sich darüber hinaus noch tiefgehender informieren möchte, kann ein Buch des Betreibers kaufen, für das dort in der Tat geworben wird. Kann wohl niemand erwarten, daß das auch noch verschenkt wird. Ich kann das Buch auch aus Überzeugung weiterempfehlen, weil es mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat. Es ist aber nicht notwendig, es zu erwerben. Wie gesagt, die ganze Finanzuni kann KOSTENLOS genutzt werden.

Sie, Schiko., (und viele andere User hier im Forum) geben doch auch aus persönlichem Engagement Ihr Wissen weiter - ich unterstelle Ihnen dabei aber keine finsteren Absichten.

Zeigen Sie mir eine bessere Methode, eine effiziente Altersvorsorge zu betreiben, dann verweise ich zukünftig darauf. Ich habe bis jetzt einfach noch nichts besseres und überzeugenderes gefunden - obwohl ich ständig danach suche. Und weil der Platz hier begrenzt ist, kann ich auch nicht ständig die gesamte Argumentation wiederholen - deshalb verweise ich eben auf die Seite, wo man es detalliert nachlesen kann.

Fragen Sie sich doch mal lieber, wer wohl ein Interesse daran hat, die notwendige Aufklärungsarbeit zu behindern und welche persönlichen Interessen dort ggf. dahinterstecken könnten. Daß Produktanbieter einseitig informieren, ist wohl naheliegend. Und warum wohl informieren die Medien so einseitig?

Wenn hier z.B. zu einem Zeitschriftenartikel verlinkt wird, stellt niemand die Frage, welche kommerziellen Interessen dahinterstehen - sind Verlage alle gemeinnützig und verdienen kein Geld mit ihren Medien? Es ist ja auch nicht ehrenrührig, Geld verdienen zu wollen, das müssen wir schließlich alle, aber gerade deshalb sollte eben jeder selber unvoreingenommen die Fakten prüfen, die jeweils dargestellt werden.

Also nochmals: wir sollten uns hier mit den Fakten auseinandersetzen, um DIE geht es doch. Haben Sie inhaltlich etwas zu kritisieren an meinem Beitrag? Oder müssen Sie nach gründlichem Nachdenken nicht stattdessen zugeben, daß ich recht habe? Wie unangenehm!

Übrigens: ich fand es auch nicht gerade leicht mir selber einzugestehen, daß ich mich jahrelang geirrt habe, weil ich selber auch an die staatlich geförderte Altersvorsorge geglaubt habe. Weil dieses Eingeständnis für einen selbst so peinlich ist, deshalb wehrt man sich so heftig. Ich habe mich auch gewehrt ;-) aber letztlich mußte ich einsehen, daß es besser ist, mich eine Zeitlang ziemlich dumm zu fühlen, als stattdessen auf eine effiziente Altersvorsorge zu verzichten.

Gruß,
Maria L.

P.S. Schiko., ich schätze Ihre Arbeit hier im Forum. Sie selber beziehen ja schon Ihre Rente, deshalb betrifft es Sie persönlich nicht mehr. Aber im Interesse aller anderen, die noch für ihr Alter vorsorgen müssen: bitte diskreditieren Sie doch nicht, womit Sie sich inhaltlich offenbar noch gar nicht beschäftigt haben. Denn sonst müßten Sie mir recht geben, denn die Fakten sind einfach unausweichlich.

von
Schiko..

Grüß Gott Maria L.

Habe meinen eintrag nochmals nachgelesen, von
unterstellungen kann wirklich nicht die rede sein.
Ich meine bei ihnen trifft doch die aussage zu, ein
bischen weniger könnte manchmal mehr sein.

Wir brauchen uns nicht zu streiten wer schon
länger hier im forum gutes, oder weniger gutes schreibt.

In der tat, will mein bescheidenes wissen weiter
geben und freue mich, wenn mancher davon
vielleicht profitiert.
Habe natürlich in meinen 46 aktiven bankjahren
auch aktien und fonds verkauft, zwei meiner vier
erwachsenen kinder sind seit 20 / 25 jahre kunden-
beraterinnen bei einer deutschen und österreich-
ischen bank .
Kenne natürlich ihre familiengröße nicht, mache mir
natürlich sorgen über die finanzielle zukunft meiner
kinder für die spätere altersversorgung.
Der hinweis , dass ich bereits altersrente beziehe ist
wahr, aber für mich wenig hilfreich.
Habe hier noch nie anlageempfehlungen gegeben, dies
muß jeder mit sich oder seiner bank ausmachen.
Freue mich, wenn sie glauben den richtigen riecher für
ihre spätere Rente gefunden zu haben.
Auch ich war früher gegen die riesterrente, gelangte ab
zu der überzeugung, für einen gewissen personenkreis
eine gute zusatzversorgung bei geringem beitragsauf-
wand wenn man für kinder die zulage erhält.

Es ist ja auch gut, wenn sie immer wieder bekunden,
dass sie bernhard vermissen, mir geht es genauso,auch
wenn mir seine prophetischen voraussagungen-genau
wie bei ihnen- nicht immer überzeugten.

Neu ist mir, dass bernhard &#34;verschollen ist&#34;

Wäre morgen pfingsten, hätte ich nicht geantwortet, da
vielleicht auch bei ihnen der pfingsgeist eingekehrt wäre.
Bleibt mir also nur ,

Frohe Ostern.

von
Nix

Hallo Maria L.!
Ich gratuliere Dir zu Deinem positiven Beitrag zur Altersvorsorge mit Aktieninvestmentfonds.

Und noch eins für alle anderen Schnarchnasen:
Ab 01.01.2009 ist Abgeltungssteuer-Party angesagt!

Wer in diesem Jahr die uns willkommene Börsenbaisse zur zusätzlichen Einmalzahlung in bestehende Aktienfondssparpläne nutzt, schützt sein Geld auch vor der ab 01.01.2009 geltenden Abgeltungssteuer.

Übrigens, Maria L.:
Bei den Aktienfondsauszahlungen gilt das Prinzip &#34;First in First out&#34;.
Soll heissen: Hast Du VOR DEM 01.01.2009 Fondsanteile erworben und benötigst NACH DEM 01.01.2009 Geld, welches Du Dir auszahlen möchtest und lässt Du Dir dieses aus Deinem Fondsdepot auszahlen, dann werden automatisch DEINE ZUERST ERWORBENEN FONDSANTEILE, die Du &#34;vor dem 01.01.2009 abgeltungssteuerfrei&#34; erworben hast ausgezahlt. DAS IST SCHLECHT!

Deshalb rate ich Dir:
Eröffne zum 01.01.2009 ein weiteres Aktienfondsdepot bei derselben Bank und führe alle Deine Fondssparpläne und sonstigen Einmalzahlungen in diesem neuen Fondsdepot. Benötigst Du Geld, lasse Dir diese ABGELTUNGSSTEUERPFLICHTIGEN FONDSANTEILE aus Deinem ZWEITEN Depot auszahlen. Dann SCHONST DU DEIN ERST-DEPOT - ABGELTUNGSSTEUERFREI bis ins Rentenalter!

Nix

Übrigens:
Schon erzielte Aktienfondsgewinne kann man auch nach dem 01.01.2009 in Schiffsfonds (für kleine Beträge siehe www.maritiminvest.de; für grössere Einmalbeträge siehe Lloydfonds.de) etc umschichten. Ausschüttungen daraus sind auch nach dem 01.01.2009 abgeltungssteuerfrei unterliegen zwar dem persönlichem Steuersatz und lohnen sich bei entsprechend niedrigerem Lohnsteuersatz!!!

Dachfonds sind zu teuer.

Nix

von
Maria L.

Hallo Nix,

danke für Deinen Beitrag. Schön, auch mal wieder eine freundliche Rückmeldung zu lesen :-).

Das Abgeltungssteuerproblem stellt sich für mich in der von Dir beschriebenen Form nicht, da ich meine Fondssparpläne langfristig - bis zu 20 Jahre - beibehalten werde und keine Teilentnahmen vornehmen werde. Allenfalls könnte mal eine Umschichtung einer kompletten Position erfolgen - für den hoffentlich seltenen Fall, daß ich dem gewählten Fonds innerhalb meiner Ansparzeit nie mehr eine hohe Jahresrendite zutraue - und die wäre dann leider für alle ab 2009 erworbenen Fondsanteile abgeltungssteuerpflichtig.

Die neue Steuer ohne Ausnahmeregeln für Langfristanleger macht leider einen Teil des Zinseszinses kaputt. Deshalb gilt zukünftig noch mehr als bisher: an der einmal getroffenen Auswahl festhalten und nicht ständig &#34;die Pferde wechseln&#34;. Schließlich macht jahrelanges Sparen in Fonds mit niedriger oder negativer Rendite am Ende besonders froh, wenn irgendwann die Jahresrenditen hoch werden. Mir kommt die aktuelle Börsenbaisse deshalb auch sehr gelegen.

Einmalzahlungen werde ich dieses Jahr auch nicht mehr vornehmen, weil meine Geldreserven entweder zum unangreifbaren Finanzpolster gehören oder für Konsumwünsche kurzfristig verfügbar bleiben müssen. Und dafür eignen sich Fonds ja nicht.

Mich hat die strikte Trennung zwischen Vermögensbildung (Aufbau von Vermögen durch regelmäßiges Ratensparen) und Vermögensverteilung (Verteilung von bereits vorhandenem Vermögen) absolut überzeugt, so daß ich keine Mischung dieser beiden Investmentarten vornehmen werde. Deshalb sind auch Einmalanlagen in Schiffsfonds für mich derzeit nicht relevant - später mal, wenn genug Vermögen für die Altersvorsorge aufgebaut wurde und die Fondssparpläne beendet werden - dann wird sowas vielleicht interessant.

Gruß,
Maria L.

von
Maria L.

Hallo,

hier (für die wenigen Interessierten, die es hier zumindest manchmal ja gibt) noch zwei Links für die Erklärung der beiden Investmentarten Vermögensbildung und Vermögensverteilung:

http://www.finanzuni.org/phpBB/viewtopic.php?t=27

http://www.finanzuni.org/phpBB/artikel/Artikel_Merkmalsauspraegungen.pdf

Das ist neu, das habe ich noch nirgendwo anders gelesen. Aber es ist richtig, mich hat es - nach langem Nachdenken und Reifen der neu gewonnenen Einsichten - überzeugt.

Gruß,
Maria L.