private/betriebliche Rentenversicherung

von
mara

Ich habe eine Direktversicherung, Laufzeit 22 Jahre, die 8 Jahre als betriebliche Direktversicherung und dann als private Versicherung 15 Jahre weitergeführt wurde (ohne Steuer-/KV-Beitragsvorteil). Änderung des Versicherungsscheines: "Der Vertrag wird nicht mehr als betriebliche Direktversicherung geführt". Nun verlangt die Krankenkasse für den gesamten Auszahlungsbetrag 17,1% Beträge (14,9%KV+2,2%PV). Da ich davon nichts wusste, habe ich den Betrag sofort innerhalb einer privaten Rentenversicherung wieder angelegt. Nach Aussage der Krankenkasse sind Versorgungsbezüge Beitragspflichtig. Ich habe aber keinen Versorgungsbezug, sondern erst nach Ablauf der neu abgeschlossenen Rentenversicherung. Muss ich trotzdem zahlen? Falls ja, ist der eingezahlte Betrag nach Fälligkeit noch einmal als tatsächlicher Versorgungsbezug beitragspflichtig. Somit zahle ich für ein und dasselbe Kapital 2 x KB/PV-Beiträge. Ist das zulässig? Das ist Abzocke!

von
Kollektor

Sie müssen leider 120 Monate lang 1/120 des Auszahlungsbetrages der DV bei der KK verbeitragen. Sollte der Auszahlungsbetrag unter 15000 € liegen, fällt die DV unter die Bagatellgrenze. Für die private Rentenversicherung fallen keine KK-Beiträge an, wenn Sie gesetzlich krankenverschert sind.

An dieser Stelle warne ich alle Leser, Riester nicht mit betrieblicher AV zu kombinieren, denn dann ist die gesamte daraus resultierende Rente Krankenkassenbeitragspflichtig, obwohl Riester selbst nicht beitragspflichtig ist.

von
Falsches Forum

Da dies ein Forum der Rentenversicherung ist,sind hier Fragen nach der Krankenversicherungspflicht von Geldleistungen natürlich völlig falsch.Logischerweise können heir natürlich keinerlei Angaben zur Beitragspflicht gemacht werden.

von
Alfred

Servus zusammen,
ich bitte die Redaktion folgenden Text:
"Da dies ein Forum der Rentenversicherung ist,sind hier Fragen nach der Krankenversicherungspflicht von Geldleistungen natürlich völlig falsch.Logischerweise können heir natürlich keinerlei Angaben zur Beitragspflicht gemacht werden."
Automatisch einzublenden, denn dann kann sich der Teilnehmer "Falsches Forum" seine hilfreichen Kommentare sparen.
Gruß
Alfred

Experten-Antwort

Hallo mara,

es ist mit dem Grundgesetz vereinbar, dass Leistungen aus der betrieblichen Alterssicherung der Beitragspflicht in der gesetzlichen KV und PV unterliegen. Dabei ist es unerheblich, ob die Beiträge zu einem späteren Zeitpunkt privat weitergeführt wurden. Das BVerfG hat im April 2008 zwei Verfassungsbeschwerden (1 BVR 1924/07) wegen mangelnder Erfolgsaussichten nicht zur Entscheidung angenommen.

von
Gedanken

Servus Alfredchen,

na da macht sich aber einer richtig Gedanken.Zwar hoffnungslos überflüssig,aber gut.

Weiterhin wäre der folgende Text doch schön :

Unsinnige Kommentare die mit der Ausgangsfrage nichts zu tun haben,sollte man sich doch für Abends aufheben,wenn das Bier in Strömen fliesst.

von
Thomas

Die Bagatellgrenze von 15000,-bei Auszahlung höre ich zum ersten mal. Ich habe 1999 eine DV mit damals jährl. Einmalzahlung 2800,- DM abgeschlossen und bin jetzt mit 17000 plus Zinsen deutlich darüber. Aber ich habe meinen AG angewiesen weiter wie anfangs und lückenlos Pauschalsteuer von 22,5%abzuführen. Damit gilt altes Recht

von
Kollektor

@Thomas

Hier habe ich den exakten Sachverhalt ergoogelt:

http://www.monetos.de/altersvorsorge/betriebliche-altersvorsorge/steuern-abgaben/sozialabgaben/

siehe unter: "Ausnahmen von der Beitragspflicht"

von
Thomas

Danke erstmal. Vielleicht sollte ich die DV beitragsfrei stellen. Könnte ja sein dass die Freigrenze irgendwann höher wird als sie jetzt ist