Probearbeiten trotz Vermittlungsunfähigkeit / §145 SGB3

von
Jens

Hallo,

Ich bin seit September 2019 krankgeschrieben und seit Oktober 2020 aus dem Krankengeld ausgesteuert.
Für November 2020 wurde eigentlich eine Reha genehmigt, die ich allerdings nicht angetreten habe, da meine Ärztin eine Reha-unfähigkeit für die Dauer der Corona-Beschränkungen attestiert hat.
Seit dem Einschicken des Attestes an DRV BB, Arbeitsamt und Krankenversicherung habe ich lediglich vom Arbeitsamt eine Friständerung für die bewilligten Leistungen erhalten.

Da die Beschränkungen ja absehbar länger andauern werden, ich mich aber persönlich wieder besser fühle und gern wieder arbeiten möchte, hatte ich nun ein Vorstellungsgespräch und es steht ein Probearbeiten und ggf. eine nahtlose Übernahme in einen Vollzeit-Vertrag im Raum. Seitens meiner Ärztin gibt es keine Bedenken, diesen Neustart zu versuchen.
Da ich allerdings vom Arbeitsamt derzeit als nicht vermittelbar geführt werde, konnte mir von dieser Seite das Probearbeiten nicht bewilligt werden und ich wurde an die DRV verwiesen.
Die telefonische Auskunft der DRV war, dass ich dazu die Formulare G0100 und G0130 benötige und dort angeben soll, dass die DRV mir über die Bewilligung des Probearbeitens helfen könnte.
So weit, so gut. Allerdings habe ich Sorge, ob diese Abklärung bis Mitte Januar überhaupt noch erfolgreich laufen kann - am Telefon wurde mir nur geraten, die Anträge online zu stellen und in den Bemerkungen im G0100 bzw den Behandlungswünschen im G0130 auf die Dringlichkeit hinzuweisen. Eine De-Mail steht mir nicht zur Verfügung.
Hätte ich noch Alternativen? Aus meinem Verständnis könnte ich noch die AU auslaufen lassen, mich regulär arbeitssuchen melden und dann über das Arbeitsamt die Probearbeit anfragen, oder? Dass ich damit wieder als voll vermittelbar zählen würde ist mir bewusst.

von
Jens

Noch ein Nachtrag:
Beim Onlineantrag zu meiner Reha musste ich ja, wenn ich mich nicht irre, nach der Beantragung online noch einige Dokumente ausfüllen und dann nachsenden. Laut des Telefonates ist aber die Digitalisierung dieser Dokumente ein Flaschenhals für die schnelle Bearbeitung.
Da außerdem die eigentliche Online-Antragsfunktion derzeit Probleme hat, würde ich den Antrag über die pdf Formulare stellen wollen und per E Mail einsenden. Hier würde ich jeweils die letzte Seite des Formulares ausdrucken, unterzeichnen, einscannen und dem jeweiligen, ausgefüllten Dokument hinzufügen.
Sollte das klappen? Ggf. kann ich die unterschriebenen Dokumente ja noch im Original nachsenden, aber je schneller mit der Bearbeitung begonnen werden kann um so besser.

Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

von
verwirrend

Ihre Schilderung ist für mich verwirrend, da normalerweise Personen, die nicht rehafähig sind, definitiv nicht arbeitsfähig sind.
Dieser Widerspruch wird sicher auch der DRV auffallen. Von daher wird das mit schnell was beantragen und dann bewilligt bekommen, vielleicht nicht ganz funktionieren.

Meiner Meinung nach wollte die Afa auch nicht, dass sie einen LTA-Antrag stellen, sondern nur, dass Sie sich die Probearbeit in Hinblick auf die bereits bewilligte medizinische Reha genehmigen lassen.
Ich würde deshalb mit der AfA telefonieren, ob es nur um die zeitliche Vereinbarkeit zwischen LMR und Probearbeit geht.
Falls ja, das mit dem Sachbearbeiter der DRV für LMR klären. Ein LTA-Antrag wäre dann nicht nötig.

von
Karla

Ich würde einfach Probearbeiten gehen und wenn dann die nahtlose Einstellung in den Job erfolgt ist doch alles gut! Denke ich. Keiner verbietet ihnen doch sich Arbeit zu suchen?

Gruß Karla

Experten-Antwort

Hallo Jens,

es ist nicht nachvollziehbar, weshalb sie die bewilligte Reha nicht antreten können und gleichzeitig aber in der Lage sein sollten, eine Probebeschäftigung aufzunehmen. Dieses Problem sollten Sie mit Ihrer Ärztin besprechen. Sollten Sie wieder voll arbeitsfähig sein, könnten Sie sich auch uneingeschränkt der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen. Ein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wäre somit nicht notwendig.

Unabhängig davon, wird dieses Forum das Antragsverfahren bei der DRV nicht beschleunigen können. Ggf. müssten Sie dies direkt mit dem zuständigen Sachbearbeiter bei der DRV klären.

von
Pia

Wiese ist das nicht nachvollziehbar was Jens schreibt?!!
""Für November 2020 wurde eigentlich eine Reha genehmigt, die ich allerdings nicht angetreten habe, da meine Ärztin eine Reha-unfähigkeit für die Dauer der Corona-Beschränkungen attestiert hat.""

Anscheinend ist dem Expertengenteam nicht bewusst, was gerade los ist und das Corona tödich enden kann, unfassbar.

Ein Ansteckungsrisiko in einer Reha ist extrem hoch, da man mit vielen Menschen zu tun hat. Und Jens versucht anscheinend irgendwie eine Lösung zu finden, denn Corona wird umns noch lange begleiten.

von

Zitiert von: Pia
Wiese ist das nicht nachvollziehbar was Jens schreibt?!!
""Für November 2020 wurde eigentlich eine Reha genehmigt, die ich allerdings nicht angetreten habe, da meine Ärztin eine Reha-unfähigkeit für die Dauer der Corona-Beschränkungen attestiert hat.""

Anscheinend ist dem Expertengenteam nicht bewusst, was gerade los ist und das Corona tödich enden kann, unfassbar.

Ein Ansteckungsrisiko in einer Reha ist extrem hoch, da man mit vielen Menschen zu tun hat. Und Jens versucht anscheinend irgendwie eine Lösung zu finden, denn Corona wird umns noch lange begleiten.

Lesen und versuchen Sie erstmal den gesamten Sachverhalt, insbesondere den ersten Satz des Experten zu verstehen, statt hier unberechtigt zu kritisieren. So ist das einfach nur überflüssig und peinlich für Sie.

von
Erklärung

Zitiert von: Hä
Zitiert von: Pia
Wiese ist das nicht nachvollziehbar was Jens schreibt?!!
""Für November 2020 wurde eigentlich eine Reha genehmigt, die ich allerdings nicht angetreten habe, da meine Ärztin eine Reha-unfähigkeit für die Dauer der Corona-Beschränkungen attestiert hat.""

Anscheinend ist dem Expertengenteam nicht bewusst, was gerade los ist und das Corona tödich enden kann, unfassbar.

Ein Ansteckungsrisiko in einer Reha ist extrem hoch, da man mit vielen Menschen zu tun hat. Und Jens versucht anscheinend irgendwie eine Lösung zu finden, denn Corona wird umns noch lange begleiten.

Lesen und versuchen Sie erstmal den gesamten Sachverhalt, insbesondere den ersten Satz des Experten zu verstehen, statt hier unberechtigt zu kritisieren. So ist das einfach nur überflüssig und peinlich für Sie.

Wenn man nicht rehafähig ist, kann auch keine Arbeitsfähigkeit vorliegen. Diesen Widerspruch scheint @Pia nicht zu verstehen.

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