Problem mit einer Rehaklinik

von
Mäuschen

Was kann ich noch tun? Achtung Lang.
Ich war im letzten Sommer in einer orthopädischen Rehaklinik weil ich 2 Gelenkoperationen hatte.
Ich habe aber noch eine Skoliose die mir so gut wie keine Beschwerden bereitet. Ab und zu mal Verspannungen aber das war es dann auch schon. Sprich nichts weswegen ich eine Reha beantragt hätte.
Der Arzt in der Reha bot mir eine verhaltensmedizinische Behandlung an. Das ganze nannte sich verhaltensmedizinische Orthopädie. Habe dem zugestimmt weil ich schon längere Zeit Schmerzen und Einschränkungen an dem Gelenk hatte. Es gab dann dazu auch noch eine Infoveranstaltung in der das ganze erklärt wurde, dazu wurde man auch drauf aufmerksam gemacht das man nur an dem Behandlungsschema teilnehmen kann, wenn man an einer Studie dazu teilnimmt.
Man verteilte dann zusätzlich noch Einverständniserklärungen und Fragebögen die wir unterschreiben und ausfüllen sollten. Auf der Einverständniserklärung stand nur was von chronischen Rückenschmerzen und in dem Fragebogen ging es auch nur darum. Das hat mich dazu bewogen nachzufragen weil ich das Gefühl hatte nicht darein zu passen. Auf meine Frage hatte die Oberärztin gesagt das sich die Studie auch mit andere chronischen Gelenkerkrankungen befasst. Chronische Rückenschmerzen würde nur auf dem Formularen stehen weil das die Mehrzahl der Patienten hat. Hörte sich plausibel an weswegen ich leider unterschrieb.
Bereits in der ersten Woche merkte ich irgendwie das da was falsch laufen würde. Es gab keine Einzelbehandlungen und in diesen Gruppenterminen ging es rein um Rückenschmerzen. Habe dann der Gruppenleiterin gesagt das ich nicht wegen Rückenschmerzen in der Klinik bin sondern wegen einem anderen Gelenkleiden. Sie vertröstete mich dann tägl. immer auf den nächsten Tag weswegen ich in der 2. Wochen das Gespräch mit meinem behandelnden Arzt suchte. Dort bekam ich dann zu hören das mir andere Anwendungen wegen der Studie nicht zustehen würden. Ich habe dann so lange gebettelt bis er mir Physiotherapie verordnet hatte. War froh das mal wenigstens was passierte. Das bekam die Gruppenleiterin mit die leicht aggressiv drauf reagierte und mir sagte das sie ihrem Kollegen schon sagen würde was er mit mir machen solle. Bei meinem ersten Termin teilte er mir das dann natürlich mit ohne mich zu fragen was ich für Probleme habe sollte ich wieder nur Rückenübungen machen. Die nächsten KG Termine wurde dann auch ersatzlos gestrichen mit der Begründung das mein Terminplan sonst zu voll sein würde.
Dann folgte ein Gespräch beim Psychologen wo ich mich dann erstmal so richtig ausge….. habe. Er wollte dazu aber nichts sagen weil er sich bei den Orthopäden nicht einmischen wollte und angeblich nicht wusste was einem in der Studie zusteht und was nicht.
Bis auf diese Gruppenanwendungen max. 2 tägl (wurden im laufe der Reha weniger) . und den Psychoterminen hatte ich nur noch ca. 15 Vorträge in 4 Wochen wo es nur um Rückenschmerzen ging. Wollte abbrechen weil die Reha mir so gar nichts gebracht hat aber da wurde mir gesagt das ich die Reha selber zahlen müsse wenn ich abbrechen würde. Das hat mir schon etwas Angst gemacht, habe mich nicht an die DRV gewendet und habe die Reha durchgezogen. Dem entsprechend auch der Entlassungsbericht.
Nach der Reha habe ich mich aber trotzdem bei der DRV beschwert. Dazu habe ich nicht nur einen Brief geschrieben sondern habe diesem auch alles über die Studie und kopierte Therapiepläne zugefügt. Darauf hin habe ich ein Schreiben von der DRV bekommen in dem man sich bei mir entschuldigt hatte und mir mitgeteilt wurde das man sich mit der Klinik in Verbindung setzen wolle.
Die Beschwerde habe ich nur an die DRV geschickt weil von der Klinik keiner Lust hatte sich mit mir noch mal zu unterhalten. Habe öfter drum gebeten.
Seit dem herrscht funkstille.
Nun plage ich mich weiterhin mit meinen Einschränkungen, die mich beruflich stark einschränken, herum. Den Beruf kann ich nicht mehr ausüben. Meine behandelnden Ärzte und auch der Physiotherapeut haben sich schon negativ über die Klinik ausgesprochen weil dort viel versäumt wurde. Antrag auf LTA wurde aufgrund des Rehaberichtes abgelehnt weshalb ich einen Widerspruch einlegen musste.
Was kann ich machen damit die DRV den Rehabericht nicht mehr verwendet? Gegenteilige Facharztberichte liegen ja der DRV vor. Was kann ich noch gegen die Rehaklinik machen? Ich habe das Gefühl als ob die DRV der Sache doch nicht nachgegangen ist. Rückenschmerzen habe ich immer noch nicht obwohl ich jetzt sehr gut drüber aufgeklärt bin.

von
Mäuschen

Wegen der Studie habe ich jetzt erneut einen Fragebogen erhalten. Ich habe in dem Institut angerufen und bin aus der Studie ausgestiegen. Die fanden es nicht so gut das nicht nur Rückenpatienten in die Studie gerutscht sind

von
Hermes

Was ist den ihr Ziel ? Was streben Sie den überhaut jetzt an ? Eine EM-Rente , eine LTA oder was ?

Wenn Sie eine erneute Reha wollen , beantragenSie diese doch einfach. Nach den geschildeten Vorkommnissen und der Entschuldigung seitens der DRV dafür, sollte dies doch möglich sein. Natürlioch mit entsprechenden Berichten ihrer Ärzte als Unterstützung. Reha bekommt ja auch früher als alle 4 Jahre wenn es med. notwendig ist. Dann bekommen Sie einen neuen Rehabericht der dann - für was auch immer - verwendet wird. Wie der allerdings ausfallen wird wisssen Sie natürlich im Vorfeld auch nicht.

von
Kraft

" Ich habe das Gefühl als ob die DRV der Sache doch nicht nachgegangen ist. "

Die DRV hat ihre Beschwerde zur Kenntnis genommen und das wars. Was erwarten Sie denn soll die DRV gegen die Klinik unternehmen ? Sie schliessen lassen oder gar sprengen ? Ich glaube Sie machen viel Wind um eigentlich fast gar nichts..

von
Beitragszahler

Hallo Kraft,
dumm gebabbelt ist glei gell!
1. wer in Reha geht, erwartet, dass eine auf seine körperlichen Beschwerden abgestimmte Behandlung erfolgt.
2. bei einigen Kliniken ist man scheinbar nur Geldeinbringendes Volk. Noch mehr Einnahmen kann man mit einer Studie erziehlen.
3. ungeeignete und ungenügende Behandlungen kann man von Betroffenen bei etlichen Kliniken nachlesen.
4. Da die DRV unsere Gelder verwaltet, sollte man erwarten dürfen, dass bei nicht sachgerechter Behandlung den Beschwerden nachgegangen wird - was ich auch vermute!!!!!
- wer bei rot über die Ampel geht wird ja auch nicht gleich erschossen - oder wo leben Sie?
5. wer in Reha geht möchte gesund werden.
Aber dies kann nur verstehen wer krank ist und nicht nur seine Kraft zum labern benützt.

PS: Meine Frau wurde mit Krücken entlassen und im Abschlussbericht stand "geheilt entlassen" - nur um eine schöne Statistik zu erhalten! Musste später jedoch zurückgenommen werden.

und an die Schlauberger noch den Hinweis - wer einen Fehler findet, hat gewonnen und darf ihn behalten.

Schönes WE

von
auch Beitragszahler

Zitiert von: Beitragszahler

Hallo Kraft,
dumm gebabbelt ist glei gell!
1. wer in Reha geht, erwartet, dass eine auf seine körperlichen Beschwerden abgestimmte Behandlung erfolgt.
2. bei einigen Kliniken ist man scheinbar nur Geldeinbringendes Volk. Noch mehr Einnahmen kann man mit einer Studie erziehlen.
3. ungeeignete und ungenügende Behandlungen kann man von Betroffenen bei etlichen Kliniken nachlesen.
4. Da die DRV unsere Gelder verwaltet, sollte man erwarten dürfen, dass bei nicht sachgerechter Behandlung den Beschwerden nachgegangen wird - was ich auch vermute!!!!!
- wer bei rot über die Ampel geht wird ja auch nicht gleich erschossen - oder wo leben Sie?
5. wer in Reha geht möchte gesund werden.
Aber dies kann nur verstehen wer krank ist und nicht nur seine Kraft zum labern benützt.

PS: Meine Frau wurde mit Krücken entlassen und im Abschlussbericht stand "geheilt entlassen" - nur um eine schöne Statistik zu erhalten! Musste später jedoch zurückgenommen werden.

und an die Schlauberger noch den Hinweis - wer einen Fehler findet, hat gewonnen und darf ihn behalten.

Schönes WE


der Fehler bist doch Du und wer möchte schon einen Verlierer.

von
Mäuschen

Hallo,

ich denke das die DRV da ein großes Intresse dran haben sollte wer an Studien teilnimmt weil diese ja von den Rentenversicherungen gezahlt werden. Was soll denn da für ein Ergebnis bei raus kommen wenn jeder "Hans und Franz" dort aufgenommen wird weil es den Kliniken nur ums Geld geht?
Ich bin durch die Erfahrung erstmal Rehaklinik geheilt.
Meinen Beruf werde ich nicht mehr ausüben können. Mein Facharzt geht inzwischen von einer Behandlungsdauer von mehr als einem Jahr aus und das nur im Bezug auf Linderung und nicht auf Heilung. Meinem Physiotherapeuten habe ich die Übungszettel gezeigt die in der Reha verteilt wurden. Seiner Meinung nach haben die meisten Übungen mehr schaden angerichtet. In der Klinik musste ich meine Schmerzmitteldröhnung weiter hoch setzen damit ich die Schmerzen überhaupt aushalten konnte. Selbst das hat die Klinik nicht interessiert.

Für mich kann es jetzt nur noch drum gehen eine LTA zu machen. Aber solange die DRV den Rehabericht weiter verwendet wird das wohl eher nichts werden.

von
KSC

Ich schlage Ihnen vor sich in erster Linie um Ihre Gesundung und darum zu kümmern, wie Sie Ihre beruflichen Ziele erreichen können.
Was für eine LTA Maßnahme streben Sie den an?

Ob es da das vordringlichste ist, es allen zeigen zu wollen, dass die vergangene Reha nicht das "Gelbe vom Ei" war und "wie schlecht die Klinik war und was dort alles nicht optimal" war und dass "die DRV sich vielleicht nicht gebührend um "ihre Beschwerden kümmert"?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Mäuschen,

bei einem so speziellen Sachverhalt können wir Ihnen hier im Forum leider nicht wirklich weiter helfen.
Sie können natürlich versuchen, im Rahmen des Widerspruchsverfahrens die Aussagen des Rehaberichtes zu erschüttern und sich weiter um LTA bemühen. Sinnvoll wäre vielleicht ein Gespräch mit Ihren behandelnden Ärzten, inwieweit Sie überhaupt schon gesundheitlich in der Lage für LTA sind oder ob nicht im Moment die Akutbehandlung oder eine weitere Reha gewinnbringender wären. Aber wie gesagt - "aus der Ferne" ist da keine seriöse Beurteilung möglich...

von
FRITZ

Zitiert von: auch Beitragszahler


der Fehler bist doch Du und wer möchte schon einen Verlierer.
[/quote]

Es gibt doch soooo schlaue Schreiber, die soooo dooof sind da hilft keine Kur mehr.
= Beitrag versoffen und dann lallen.

von
FRITZ

Zitiert von: auch Beitragszahler


der Fehler bist doch Du und wer möchte schon einen Verlierer.
[/quote]

Es gibt doch soooo schlaue Schreiber, die soooo dooof sind da hilft keine Kur mehr.
= Beitrag versoffen und dann lallen.

von
FRITZ

Zitiert von: auch Beitragszahler


der Fehler bist doch Du und wer möchte schon einen Verlierer.
[/quote]

Es gibt doch soooo schlaue Schreiber, die soooo dooof sind da hilft keine Kur mehr.
= Beitrag versoffen und dann lallen.

von
auch Beitragszahler

Zitiert von: FRITZ

Zitiert von: auch Beitragszahler


der Fehler bist doch Du und wer möchte schon einen Verlierer.

Es gibt doch soooo schlaue Schreiber, die soooo dooof sind da hilft keine Kur mehr.
= Beitrag versoffen und dann lallen.
[/quote]
Hallo Fritz,
gleich 3 mal ?
hast wohl den Tremor und kein Alk zur Hand.

von
Mäuschen

Ich bedanke mich für die ernst gemeinten Antworten.

An der LTA werde ich festhalten. Ich bin nicht krank genug für Krankengeld aber Krank genug um meinen Beruf nicht mehr ausüben zu können und keine Hilfe von der Agentur zu bekommen weil die alles auf die DRV schieben. Auf hochdeutsch Opfer des Systems.

So wie es aus sieht werde ich wohl jetzt erstmal vom zuständigen Integrationsamt unterstützt. Was schon mal eine Last von mir nimmt.
Um meine Gesundung kümmere ich mich natürlich auch weil mir meine Restbeweglichkeit sehr wichtig ist und mir wenigstens etwas Lebensqualität gibt.
Ich hoffe das ich die Erlebnisse in der Reha jetzt weit von mir schieben kann, schon allein deshalb weil ich aus der Studie gestiegen bin. Ansonsten würde man mich in halben Jahr wieder damit konfrontieren.

Danke noch mal.