Psychosomatische Kur

von
Nina

Sehr geehrte Damen udn Herren,

meine Therapeutin hat mir dringlichst angeraten eine psychosomatische Kur zu beantragen, da sich mein psychischer zustand in den letzten Monaten wieder verschlechtert hat und ich kruz vor einem Nervenzusammenbruch stehe.

Nun meine Frage:
Wie schnell kann ich so eine Kur antreten?
Kommen Kosten auf mich zu?
Wie lange dauert so eine Kur?

Ich würde mich sehr über Antworten freuen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

von
Corletto

Wenn Sie lt. ihrer Therapeutin kurz vor einem " Nervenzusammenbruch " stehen , halte ich eine " Kur "
oder wie es richtig heissen müsste , eine medizinische Reha für NICHT angezeigt.

Mich wundert eigentlich , das ihre Therapeutin ihnen eine Reha vorschlägt, wobei doch hier wohl eine fachärztliche - AKUTBEHANDLUNG - mindestens bei einem Psychiater oder besser in einer
psychiatrischen Fachklinik angezeigt ist.

Ihre Therapeutin ist wahrscheinlich keine Ärztin - also Psychiaterin , sondern " nur " Psychologin ??

Eine med. Reha ist nämlich eben keine " Kur " , sondern harte ( kn allharte ) Arbeit und dient nicht in erster Linie ihrer Gesundung, sondern dazu ihre Erwerbsfähigkeit zu verbessern oder wieder herzustellen.

Eine med. Rehamaßnahme sollte immer erst NACH einer AKUTbehandlung einer Erkrankung stattfinden und nicht vorher !

Zu ihren Fragen :

Die Dauer des Genehmigungsverfahrens einer med. Reha kann ihnen niemand hier vorhersagen, das dies immer sehr stark Einzellfall abhängig ist.

Von einigen Wochen Dauer sollten Sie allerdings immer ausgehen. Es kommt darauf an , ob alle Unterlagen vollständig vorliegen und ob die ausgewählte Rehaklinik dann freie Kapazitäten etc. hat.

An Kosten müssten Sie 10 Euro
pro Tag zuzahlen - längstens bis zu 28 Tagen.

Eine psychosomatische Rehamaßnahme dauert mindestens 3 Wochen.

4 - 5 Wochen ist eigentlich hier die Regel. Darüber hinaus ist eine Verlängerung nur selten möglich - auch aus Kostengründen.

Die ( früheren ) Zeiten wo solche psychosomatischen Rehas 6-8 Wochen dauerten sind ( leider ) lange vorbei...

von
Genauso

Corletto´s Beitrag ist absolut nichts hinzuzufügen.
Wer glaubt, er würde in einer Reha "gesund", hat den Sinn und Zweck so einer Maßnahme nicht verstanden.
"Knallharte Arbeit" halte ich immer noch für zu harmlos.
ICH nenne es ganz einfach: UNMENSCHLICH.

Woher ich das weiß?

Ich bin arbeitsfähig in so eine Reha gefahren und arbeitsUNfähig wieder entlassen worden.

Das sagt, glaube ich, alles...

Inzwischen habe ich mich wieder erholt... von der Reha.

von
nix

Eine Reha würde ich auch nicht mehr mitmachen, egal wie dreckig es mir geht.

Die tägliche Selbstbeteiligung ist einfach eine Unverschämtheit.

Ich habe das Geld das Letztemal dann monatelang an die DRV danach abgestottert.

Gruss
nix

von
Nix

Der o.g. Beitrag ist nicht von mir.

Lassen Sie sich von Ihrer Ärztin ein - ausführliches - (!) Attest ausstellen und stellen Sie einen Antrag auf medizinische Leistungen zur Rehabilitation.
Fügen Sie das Attest dabei und warten Sie ab.

So eine "Kur"=stationäre medizinische Leistung zur Rehabilitation kostet für Sie nichts, ausser Sie haben Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber und müssen eine Kostenbeiteiligung von EUR 11,-- pro Tag zahlen. Sonst keine Kosten.
Eine derartige Reha kann 4 Wochen dauern, vielleicht aber noch länger, kommt auf den Einzelfall an.

Viele Grüsse

Nix
(Original)

Experten-Antwort

Bitte setzen Sie sich mit der Abteilung für Rehabilitation Ihres Rentenversicherungsträgers in Verbindung.