punkte kindererziehungszeiten 1988

von
jenna

hallo,
meine tochter ist in dezember 1988 geboren (einziges Kind). Ich bin 42 Jahre alt.
Ich habe mir von der Rentenversicherungsanstalt eine punktübersicht zusenden lassen.
Aber da verstehe ich was nicht und zwar:
also wie gesagt meine tochter wurde in dezember 1988 geboren.
Ich bin ein Jahr in erziehungsurlaub gegangen ohne zu arbeiten.
mein verlauf:
1.1.89 - 31.1.89 0,0833 Punkte
1.2.89 - 30.11.89 0,8330 Punkte
1.12.89 - 31.12.89 0,0833 Punkte

Also insgesamt für das Jahr Erziehungszeit: 0,9996 Punkte.
Stimmt das so?
Ich dachte für das eine Jahr müsste ich 1 Punkt bekommen, da ein Punkt den druchschnittsverdienst in diesen Jahr beträgt!

Noch eine Frage:
Später, also ab Oktober 1992 war ich für 19 Monate daheim, ohne irgendwelche Meldung z.B. am Arbeitsamt...war nur Hausfrau.
Aber diese 19 Monate fallen noch in die 10 Jahre Berücksichtigungszeit für Kindererziehung.
Für diese Zeit wurde mir auch 0, 0833 Punkte pro Monat gutgeschrieben.
Stimmt das so?

Ich dachte für die Pflichtbeitragszeit für Kindererziehung, also das erste Jahr nach der Geburt also 1989 müsste doch stärker bepunktet werden, als später die Zeit von Oktober 92 (die 19 Monate, die noch in die 10 Jahre Berücksichtigungszeit fallen)

Liebe Grüße und Danke
Jenna

von Experte/in Experten-Antwort

Die Auskunft der Rentenversicherung stimmt. Nach § 70 Abs. 2 SGB VI erhalten Kindererziehungszeiten für jeden Kalendermonat 08,0833 Entgeltpunkte. Die Berücksichtigungszeiten erhalten nach § 71 Abs. 3 Nr. 1 die Entgeltpunkte, die sich ergeben würden, wenn diese Kalendermonate Kindererziehungszeiten wären.
Insofern erhalten Sie aufgrund der gesetzlichen Regelungen also nicht den Entgeltpunktwert, der dem Durchschnittverdienst aller Versicherten entspricht.

von
Knut Rassmussen

Richtig gelesen, es gibt keinen EINEN Entgeltpunkt, sondern die von Ihnen aufgeschriebenen Werte. Es gibt im Rentenrecht aber sicher schlimmere Verluste als dieser eine Cent gemessen am vollen Entgeltpunkt.

Die weitere Gutschrift für Berücksichtigungszeiten erfolgt nur im Rahmen der GEsamtleistungsbewertung. Dies bewirkt also keine direkte Rentensteigerung, sondern verbessert gering die Bewertung von Zeiten wie Fachschule oder Mutterschutz.