RE: Berufsunfähigkeitsversicherung: MdE und GdB

von
Xaver Müller

D.h. für mich in der Folge: Wenn der Versicherer nach MdE fragt und ich nicht den GdB (hier: in Höhe von 50%) angebe -trotz der Aussage des Versicherers, dass dies keinen Zusammenhang habe und nur der MdE mitzuteilen sei (Grundlage hier: keiner bis dato vorhanden)- entstünden mir dennoch in der Zukunft bei evtl./fiktiver Inanspruchnahme Nachteile aus der Nichtangabe/vielmehr Nichtaufnahme in den Vertrag; - bzw. keine entsprechende Zuteilung der BU in der Zukunft???

von
Schade

Was hat das ganze eigentlich mit dem anliegen dieses Forums - Beratung über Rente - zu tun?

Experten-Antwort

Hallo Herr Müller,

das ist eine rein privatrechtliche Frage zwischen Ihnen und Ihrem privaten BU-Versicherer. Dazu können wir Ihnen hier im Forum der Rentenversicherung leider keinen Rat geben.

von
Anna

Sie sollten bei einer privaten BU immer und voll umfänglich sämtliche Angaben korrekt machen die notwendig sind.
Als freiwillig bezeichnete Angaben können Sie unterlassen.

Ist aktuell kein MDE vorhanden, dann ist keiner anzugeben. Spätere Werte sind ja immer mit Datum versehen und daher bei Antragstellung definiiv nicht vorhanden.

Jede falsche Angabe wird Ihnen im Leistungsfall zum Verhängnis. Wenn Sie also *tricksen* möchten, dann können Sie auch die Beiträge sparen, denn der Versicherungsschutz wird nie zum Tragen kommen wenn eine kleinste Unregelmäßigkeit besteht.
Vor einem Leistungsfall müssen Sie eine allumfassende Schweigepflichtentbindung abgeben (alle Ärzte, Ämter,KK) - ohne dies wird erst gar nicht geprüft ob der Leistungsfall vorliegt!

Füllen Sie auch die Formulare immer selbst aus. Auch das was ein Vertreter "weg lässt" wird Ihnen zum Verhängnis.
Es gab in den Medien mehrere Fälle wo Versicherte berichteten, dass der Vertreter beim Abschluss meinte" das kann man weglassen, hat keine Bedeutung" und daran dann der Versicherungsschutz scheiterte.

mfg

von
Xaver Müller

An Schade:
Meiner Meinung nach handelt es sich bei einer BU auch um Vorsorge, oder etwa nicht? Entschuldigen Sie, wenn ich hier scheinbar nicht das entsprechende und informierte Forum gefunden habe.
Des Weiteren handelt es sich hierbei nicht um eine "private BU", sondern um eine von meinem AG gewünschte BU (BUVK).
An Anna:
Danke für die Information! Wenn aber in meinem -hier scheinbar nicht zur Diskussion stehenden- Fall der AG einen Abschluss der BU wünscht und der diesbezügl. Versicherer aber nur 3 Fragen (derzeit krank, MdE vorhanden...) stellt, wie soll man dann handeln. Der GdB scheint derzeit nicht zu interessieren. Aber wie sieht es im Versicherungsfall aus? Danke für eine entsprechende und gezielte Antwort.
Xaver M.

von
=//=

Obwohl diese Frage wirklich nicht in dieses Forum gehört (mit "Vorsorge" ist Altersvorsorge gemeint), hier eine ganz einfache Antwort:

Wenn der Versicherer nur 3 Fragen stellt, beantworten Sie nur diese 3 Fragen wahrheitsgemäss. Machen Sie sich von allen Schriftstücken eine Kopie für Ihre Unterlagen. So kann Ihnen später niemand vorwerfen, Sie hätten unvollständige Angaben gemacht und Sie haben den Nachweis.

Wenn den Versicherer der GdB momentan nicht interessiert, brauchen Sie ihn auch nicht anzugeben.

Ich verweise im Übrigen auf die Antwort von @Anna.

von
Anna

Auch meiner Meinung nach ist nur anzugeben was gefragt wird. Evtl handelt es sich bei Ihnen um einen besonderen Vertrag mit speziell günstigen Konditionen wie er nur über Firmen vermittelt wird.

Trotzdem lesen Sie unbedingt sämtliche Unterlagen gut durch (abstrakte Verweisung??), lassen sich die Bedingungen aushändigen und überlassen Sie das Ausfüllen nicht Anderen.
Wie im eventuellen Leistungsfall entschieden wird ist aktuell spekulativ und führt nicht weiter. Von akribischer Prüfung dürfen Sie immer ausgehen.
Aber ich hoffe sehr, dass der Leistungsfall nicht eintritt und Sie bis zum Regelrentenalter erwerbsfähig bleiben.

mfg