Rechengrößen 2008

von
OTTO-H

Guten Tag,

heute melden manche Ageturen die Rechengrößen für 2008.

"Renten- und Arbeitslosenversicherung: In den alten Bundesländern soll die Bemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung sowie in der Arbeitslosenversicherung auf 5.300 Euro im Monat steigen.

--> In den neuen Bundesländern soll sie dagegen erstmals sinken, und zwar um 50 Euro auf 4.500 Euro monatlich."

Was bedeutet das für die DRV, wenn sie in den neuen Bundesländern sinkt? Sind das nicht Einnahmen-Ausfälle?

Gruß OTTO-H

von
Rentenüberprüfer

Auswirkung West
Eine Anhebung der Bemessungsgrenze bedeudet zunächst erst einmal Mehreinnahmen in die Rentenkasse.

Zu zahlen von den Personen, die bisher darüber gelegen haben und zunächst keine RV Beiträge dafür zu bezahlen hatten.

Im Umfang der Anhebung (hier 50 Euro) werden jetzt Beiträge fällig, gleichermaßen auch für die Arbeitslosenversicherung.

Für den gleichen Personenkreis würde, wenn der Bundesdurchschnitt nicht in gleicher Relation angehoben wird, die höhere Beitragszahlung auch eine Rentrenverbesserung bedeuten, weil man pro Jahr mehr Punkte berücksichtigt bekommt. Ist aber mit Vorbehalt zu betrachten, weil ich die neuen Basiswerte noch nicht vorliegen habe.

Beitrittsgebiet
Eine Absenkung gegenüber dem Vorjahr bewirkt eine geringere Berücksichtigung in der Rente.

Die würde dann eintreten, wenn der außerdem neu festzulegende Umrechnungsfaktor diese Minderung nicht kompensiert.

Nehme dazu noch einmal Stellung, wenn mir die konkreten Werte bekannt sind.

von
OTTO-H

Danke "Rentenüberprüfer". Ihre Antwort ist verständlich und kompetent formuliert. Hat mir weiter geholfen und ich/wir freuen uns auf eine weiter Nachricht dazu.

Experten-Antwort

Der Antwort von Rentenüberprüfer kann zugestimmt werden.

von
Rentenüberprüfer

Konnte im Internet Angaben zu "Rechengrößen 2008" bekommen, allerdings waren da Angaben zum Umrechnungsfaktor für das Beitrittsgebiet nicht vorhanden.

Wirkung für Beitragszahler alte Bundesländer:

Die neuen Rechengrößen bewirken, vorbehaltlich der Zustimmung im Bundesrat, eine Verringerung der Entgeltpunkte (EGPT) gegenüber dem Jahr 2007.

Wurde 2007 durch Einkommen/Verdienste die BBG erreicht, bekam die Person dafür nach Division BBG durch Bundesdurchschnitt
(63.000/29.488) = 2,1365 EGPT.

Im Jahr 2008 aber nur noch:
(63.600/29.820) = 2,1328 EGPT.

Im Beitrittsgebiet konnte man für einen Verdienst/Einkommen an der BBG-Beitrittsgebiet nach Hochrechnung (Multiplikation mit dem Umrechnungsfaktor) die BBG West erreichen, dafür dann auch die 2,1365 EGPT bekommen.

Die Berechnung für 2008 ermöglicht dies nicht mehr.
Das wäre nur zu erreichen, wenn der Umrechnungsfaktor sich erhöhten würde.

Der aber ist u.a. auch ein Ausdruck der vorhanden Differenz zum Bundesdurchschnitt. Erhöht sich dieser Umrechnungsfaktor gegenüber dem Vorjahr, ist der Abstand wieder größer geworden.

Bleibt noch die Möglichkeit, die Rentendifferenz über den Rentenwert Ost durch einen Wert zusätzlich anzuheben, um die Differenz zu kompensieren.

Daran kann ich aber nicht so recht glauben.

Zunächst diese Ergänzung.

Wenn mir der Umrechnungsfaktor bekannt ist mache ich noch einmal eine Bemerkung zu Ihrer Anfrage.