Rechenhilfe ATZ/Rente

von
ATZ46

Wer kann mir helfen, Alternativ-Berechnungen zu machen? Konkret: Überlege, ob ich mit 63 und 7,2% Abschlag vorzeit in Rente gehe oder ob ich ab 62 noch 2 Jahre ATZ mache, also 2 Jahre mit halbem Gehalt etc.
Ich weiß: Personalbüro/Betriebsrat, aber ich will momentan keine schlafenden Hunde wecken.
Also: was ist besser: Mit 63 und Abschlag oder mit 64 und weniger Abschlag nach ATZ?
Danke und Gruß

von
uschisiggi

was besser ist, müssen Sie selbst ermitteln. Wenn Sie noch zwei Jahre ATZ vereinbaren können, arbeiten Sie aktiv nur ein Jahr, haben aber für zwei Jahre das ATZ-Gehalt ( i.d.R. höher als die spätere Rente ), zahlen ein Jahr längere Rentenbeiträge ( 90 % Ihres letzten vollen Gehalts )und haben eine um 3,6 % dauerhaft höhere Rente.

von
ATZ46

Damit kann ich (und andere User) was anfangen und weiter Überlegungen anstellen.

Experten-Antwort

Hallo ATZ46,

welches Modell für Sie günstiger ist lässt sich hier im Expertenforum nicht klären. Wir empfehlen Ihnen sich direkt an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger zu wenden.
Im Rahmen einer Altersteilzeitarbeit muss Ihnen der Arbeitgeber mindestens 70 % des letzten Nettoarbeitsentgeltes gewähren. Bei variablen Lohnbestandteilen ist das Regelarbeitsentgelt ggfls. jeden Monat neu zu berechnen.

von
ATZ46

Liebe Expertin, danke auch Ihnen für die Nachricht.
Wenn das letzte Nettoarbeitsentgelt z.B. einen Jahresbonus enthält, der in anderen Monaten nicht bezahlt wird?, gilt dann ein Jahresdurchschnitt als Basis für die 70%-Berechnung? Ich weiß: alles Verhandlungssache, aber soweit bin ich noch nicht.

von
Philipp

Hallo,
vielleicht hilft Ihnen ein Blick in das Gesetz weiter:

Altersteilzeitgesetz

§ 6 Begriffsbestimmungen
(1) Das Regelarbeitsentgelt für die Altersteilzeitarbeit im Sinne dieses Gesetzes ist das auf einen Monat entfallende vom Arbeitgeber regelmäßig zu zahlende sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelt, soweit es die Beitragsbemessungsgrenze des Dritten Buches Sozialgesetzbuch nicht überschreitet. Entgeltbestandteile, die nicht laufend gezahlt werden, sind nicht berücksichtigungsfähig.

Philipp

Experten-Antwort

Hallo ATZ46,

Verhandlungssache bei der Altersteilzeitarbeit ist lediglich die Höhe des vom Arbeitgeber gewährten Nettoartbeitsentgeltes. Gesetzlich geregelt ist nur der Mindestnettobetrag.
Zum Arbeitsentgelt zählen alle laufenden und einmaligen Einnahmen, die im Zusammenhang mit der Beschäftigung erzielt werden. Darunter fallen z.B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, Provisionen, Prämien u.v.m. Diese Arbeitsentgelte werden auf einen monatlichen Wert umgerechnet.