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rechnet sich riester wirklich

von
riesterangst

ein arbeitskollege hat mir vorgerechnet:

ich zahle monatlich 160 eu und gehe in 12 Jahren in Rente, bekomme dann monatlich 68 euro zusätzlich rente.
Im Einkommensteuerbescheid bekomme ich 20% steuer erstattet sowie 154 eu förderung.

macht eine tatsächliche einzahlungssumme von 16584 euro

be einer statistischen Lebenserwartung von 78 Jahren bekomme ich also 9792 euro wieder und habe damit 6792 euro versenkt!

von
Der Staat verschenkt nicht, jedenfalls nichts dem Bürger!

...für die Anbieter immer! Siehe

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2008/0522/subventionen.php5

von
Susi

Hallo, wie ich gehört habe gehen die Anbieter von einem Alter von rund 90 Jahren aus so dass kaum einer die volle Summe zurück bekommt. Ich habe meinen Kindern davon abgeraten.

von
P G

Riestern lohnt in keinem Fall trotz Zulagen. Ist nur eine Volksverdummung . Dabei weiß der Staat ganz genau das die Rente weiter runter geht. Wenn die Menschen aus der eigener Tasche Riestern braucht er später nicht die Rente bis zur Grundversorgung aufzufüllen!
Das ist bei Beamten anders . Die bekommen ihre Pension von den letzten 5 Arbeitsjahren berechnet. Und davon 70 % eines Monats.

von
Schwarzwälder

Will uns Amade unter neuem Namen neue Panik verbreiten?
Das Beispiel kann doch so niemals stimmen.
Bei 12 Jahren a 12 Monate Einzahlung von 160 Euro würden ja allein schon an Zinsen rund 68 Euro anfallen (bei gerade mal 3,5 % Zinsen). Und das nur auf die Ablaufsumme gerechnet, Zins und Zinseszins während der Laufzeit außen vor gelassen.
Außerdem würde auch kein seriöser Berater jemandem der offensichtlich 54 Jahre alt ist eine Riester Rente in Form einer Versicherung verkaufen, da die Abschluß-und Verwaltungskosten in den verbleibenden 12 Jahren viel zu hoch wären.
Man kann sich über Riesterrente sicher streiten, aber sie pauschal schlecht zu machen und die Leute dadurch womöglich generell von einer zusätzlichen Altersvorsorge abhalten ist der falsche Weg.

von
Nix

In diesem Alter zu riestern lohnt sich nicht unbedingt.
Die EUR 160,-- sind in einem guten Aktienfonds besser aufgehoben.
Wer die Aktien scheut, kann den ´Betrag von EUR 160,-- splitten.
Vorschlag EUR 100,-- Aktienfonds
und
EUR 60,-- in einen Rentenfonds einzahlen.

Über den mehr als 10jährigen Anlagezeitraum kommt noch eine vernünftige Rendite raus.

Auf die staatlichen ZUlagen kann man dabei getrost verzichten.

Nix

von
P G

@ Schwarzwälter
Man darf auch nicht vergessen das die Riesterrente noch zu Versteuern ist. Abgesehen von Verwaltung und Abschlußgebühren!

von
Schwarzwälder

Deswegen gibt es trotzdem einige Konstellationen in denen sich die Riester Rente sehr wohl lohnt. Trotz Versteuerung und trotz Unken Rufen von so manchen hier.
Bei anderen Anlagen kann mich genauso gut eine Besteuerung treffen wie z.B. die Abgeltungssteuer. Und wer weiß, was sich die Regierung in den nächstenh 10 Jahren noch an Besteuerungsmöglichkeiten einfallen läßt. Was jetzt steuerfrei ist, muß dies ja nicht auf alle Zeit bleiben,oder?
Nur ein Beispiel für die Riesterrente wo es sich lohnt.
Frau, 4 Kinder, davon 1 nach 2008 geboren, kein Einkommen. Das sind 60 Euro Aufwand im Jahr und 1009 Euro Förderung zusätzlich. Zeigen Sie mir den Aktienfonds der bei 60 Euro Anlage am Ende des Jahres 1069 Euro angespart hat... Da hilft auch der Zinseszins nicht wirklich.

von
Schiko.

Die riesterrente kann sich durchaus lohnen, wenn neben der grundzulage auch
kinderzulagen anfallen.

Bei relativ hohen einkommen gilt dies auch für die steuerersparnis bei steuer-
verrechnung nach der grundtabelle.

Wird der vertrag frühzeitig aufgelöst, bezahlte kosten werden in der regel auch
nicht anteilig erstattet.

Dies gilt auch bei vorzeitiger kündigung einer lebensversicherung, bezogen auf
einen bausparvertrag auch auf die abschlussgebühren.
Will mal versuchen den steuerlichen aspekt zu beleuchten und gehe davon aus,
sie werden nach der grundtabelle steuerlich veranlagt.

Bei 160 beitrag eigenleistung im monat gehe ich von immerhin 51.850 brutto-
verdienst in 2007 aus, somit mit 4% beitrag 2.074 euro gesamtbeitrag./. 154
grundzulage 1920 eigenleistung : 12 160 monatlich.

51.850 sind mit
10.318 19,90% RV. Beitrag hiervon 66%
06.810 minus AG. Beitrag aus 10.318
05.159 verbleiben absetzbar
01.651
01.500 höchtbetrag für kranken/pflegevers. etc.
00,920 werbungskostenpauschale ( kann auch höher sein)
00.036 pauschbetrag sonderausgaben , dto.
04.107 abziehbar von 51.850 verbleiben
47.743 7880 Steuer 433,40 Soli = 8.313,40
02.070 riesterbeitrag sind

45.673 7.284 Steuer 400,62 Soli = 7.684,62 628,78./. 154 = 474,78

Steuergewinn neben 154 zulage.

Bei 45,673 ergibt sich ein steuerdurchschnittssatz von 16,8253%, ein grenz-
steuersatz von 30.3758 % kann also mit ihren 20% nichts anfangen. Klar ist aber
auch, bei verheirateten und dadurch anwendung der splittingtabelle ergeben sich
andere werte.
Ganz kurz noch zum mindestlohn, da ist tatsächlich grundsicherung vorprogrammiert.
Stundenlohn 9 euro und 174 stunden E. 1566 x 12 E. 18.792 im jahr.

Bei 30084 durchschnittsverdienst und 26,56 RW. sind es 16,59 RW.
mal 40 jahre 663,60 bruttorente ./ 10,15 % kr.pflegeversicherung sind es noch
596,24 . Da kommen tatsächlich aus ihrer riesterrente 34 euro unter die räder,
wenn dies bei ihnen so wäre!

Mit freundlichen Grüßen.

von
3105gtjunior

Riester rechnet sich für Sie, wenn Sie statt eines Versicherungsvertrages (sehr hohe Verwaltungskosten) einen kostenlosen Banksparvertrag abschließen.

von
P G

@ Schwarzwälder
Natürlich rechnet es sich bei Ihrem Beispiel. Nur - Wieviele haben denn 4 Kinder ( Nichts gegen Kinder - nein im gegenteil ) Ich denke 4 Kinder hat man aus Liebe und nicht aus Spekulation !

von
Realist

Ja und? Unsere Lebenserwartung steigt ja auch kontinuierlich! Außerdem sind die Kalkulationen der Anbieter immer nur vorläufig und werden regelmäßig an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst.

Anmerkung zu Amadé (Ihrem Vorredner): WAS ist schon Monitor? Diese Redaktion hat viel von der Bildzeitung gelernt, wie man am besten seine Einschaltquoten maximiert. Und Sie gehen diesen Leuten tatsächlich voll auf den Leim und verkaufen diesen Mist auch noch als seriös!)

Experten-Antwort

Hallo riesterangst,

den Beiträgen von Schwarzwälder stimmen wir vollkommen zu.

Die &#34;Berechnungen&#34; Ihres Kollegen entbehren aus unserer Sicht jeglicher Grundlage. Wurde Ihnen tatsächlich ein solcher Vertrag vorgelegt, bei dem aus mindestens 24.888 Euro nur eine monatliche Rente von 68 garantiert wird? Ich habe die Werte mal in den Vermögensverzehrrechner von ihre-vorsorge.de eingegeben. Selbst bei einer Verzinsung von 2,25 % (Garantieverzinsung der privaten Versicherer) könnten Sie 52 Jahre lang diese Minirente von 68 Euro beziehen. Das ist vollkommen unrealistisch.

Ein weiterer Aspekt ist der steuerliche Sonderausgabenabzug in der Ansparphase.

Auch bei einem Gehalt von 51.850 Euro kann man von einer steuerlichen Förderung von etwa 33-38% ausgehen. Hier ist der Hauptteil der Förderung nicht die Zulage, sondern der darüber hinausgehende Sonderausgabenabzug.

Bei einer Laufzeit von nur noch 12 Jahren empfiehlt sich der Abschluss eines Banksparplanes. Auch hier fallen Kosten an, die aber gegenüber einer Versicherung sehr gering sind. Sie haben von Beginn an die Garantie einer bestimmten Verzinsung, so dass am Ende der Laufzeit auf jeden Fall ein höherer Betrag auf Ihrem Konto steht als die reine Einzahlung. Bei einem riestergeförderten Fondsparplan muss am Ende der Laufzeit nur der tatsächliche eingezahlte Betrag garantiert werden.

von
3105gtjunior

Bei einem Riester-Banksparplan fallen bei den meisten Kreditinstituten keine Kosten an, siehe: http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/test/-Riester-Banksparplaene/1574040/1574040/1578730/

von
riesterangst

vielen herzlichen dank für die kommentare,
mein ergebns ist simpel:
ich stoppe das riestern, lege 12 jahre lang jeden monat 160 euro in den strumpf und nehme dann 12 jahre jeden monat 160 euro aus dem strumpf, ohne es bei der einkommensteuer angeben zu müssen. punkt.
und die inflation schert mich einen dreck, weil das wäre bei der anlage genauso, nur das ich das dann noch versteuern müsste.

von
Amadé

so, so, mein lieber Realist,

alle im Monitorbeitrag genannten Personen und der gesamte Berufsstand der versicherungsmathematiker sind also unseriös?

Das reicht nicht! Widerlegen Sie lieber die Berechnungen statt Glaubensbekenntnisse abzulegen.