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Regelaltersgrenze und Hinzuverdienst

von
alte Frau

Hallo zusammen!

Wie ist das künftig beim Hinzuverdienst? Angenommen 2 Frauen Jg. 1951 bekommen mit 63 jeweils die Altersrente für Frauen. Die eine nach ATZ, welche vor dem 1.1.2007 vereinbart wurde, die andere ganz normal nach Ende der regulären Beschäftigung. Ist es nun tatsächlich so, dass die Dame mit der ATZ ab 65 unbegrenzt hinzu verdienen kann und die andere noch bis 65 Jahre und 5 Monate warten muss, um dies zu erreichen? (§ 34 i.V.m. § 235 SGB VI - ober habe ich eine Übergangsregelung übersehen, die solchen Unsinn verhindert?!)

Vielen Dank!

von
haesvau

Nein, es gibt keine solche Übergangsregelung oder positiv ausgedrückt: Die vorhandene Vertrauensschutzregelung stellt die Dame mit ATZ eben etwas besser. Es ist daher genau so, wie Sie es geschrieben haben.

von
Tsckacka

Hallo alte Frau :))

es ist ganz anders.

beide Damen dürfen erst unbegrenzt dazu verdienen, wenn sie ihre individuelle Regelaltersgrenze erreicht haben! Jahrgang 1951 also mit 65 + 5 Monate!!!

Der Rentenbeginn liegt zwar bei beiden Damen gleich hinsichtlich der Abschläge ist hier die Anhebung um 5 Monate auch aussen vor, da die Rechtsänderung nicht die Altersrente nach ATZ oder für Frauen betrifft, die Hinzuverdienstgrenzen sind jedoch voll von der Anhebung betroffen!!!

Ich such mal eben noch die Vorschrift raus und melde mich gleich wieder...

Tschacka

von
Tschacka

huhu nochmal,

so hier bitte sehr: gefunden in der rv-literatur der DRV-Bund

&#34;Die Regelaltersgrenze wird gemäß § 235 SGB VI für ab 1947 geborene Versicherte angehoben (§ 235 SGB VI). Diese Regelaltersgrenze gilt in Bezug auf die Hinzuverdienstregelung für sämtliche Altersrenten, also auch für die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit (§ 237 SGB VI) und für die Altersrente für Frauen (§ 237a SGB VI). Dass für diese Altersrenten die Altersgrenzen nicht angehoben werden, ist unbeachtlich.&#34;

Es spielt demnach absolut keine Rolle, ob jemand Vertrauenschutz hat oder net, es sind die Regelaltersgrenzen maßgebend!

Grüße Tschacka

von
haesvau

Nach § 235 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 Sgb VI wird bei vor 1955 Geborenen, die vor 2007 ATZ vereinbart haben, die Regelaltersgrenze nicht angehoben.
§ 34 SGB VI stellt hinsichtlich des Hinzuverdienstes auf das Erreichen der Regelaltersgrenze ab.
Und die Dame mit ATZ erreicht ihre Regelaltersgrenze nun einmal früher.

von
Tschacka

haesvau,

das ist richtig, hat aber mit dem Hinzuverdienst nix zu tun !!!

Bitte meinen 2. Eintrag lesen!!!
es ist, wie ich es geschrieben habe. Beide damen dürfen erst ab 65 + 5 unbegrenz hinzuverdienen und nicht anders!
Grüße
Tschacka

von
Tschacka

übrigens ist es absolut unerheblich, ob mit oder ohne ATZ!

Bei der Altersrente für Frauen gab es gar keine Anhebung der Altersgrenze hinsichtlich des Rentenbeginns! Und da diese ja beantragt wird, wird kein Vetrauenschutz &#34;benötigt&#34;!

Das würde vielmehr wichtig bei männl. Versicherten in Kombination Altersrente ATZ/ALO mit AR für langj. Versicherte....

Tschacka

p.s. NOCHMAL: Die Anhebung der Altersgrenze ist bei den Hinzuverdienstgrenzen voll zu berücksichtigen!

von
haesvau

guckst du hier: http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_34R3&#38;a=true

von
haesvau

Richtig, es geht hier NICHT um einen Abschlag bei der Altersrente für Frauen sondern um den Zeitpunkt, wann die Regelaltersgrenze ereicht wird. Und da bestehen nun einmal Unterschiede, ob ATZ vor 1/2007 vereinbart wurde oder eben nicht.
Ende der Debatte.

von
Tschacka

hallo haesvau,

ich brauche da nirgends zu gucken. ich weiß es!

Du solltest nochmal lesen, dann verstehst du vielleicht den letzten Absatz des § 34 SGB VI!

@alte Frau, bitte glauben sie mir. Beide dürfen erst ab 65 + 5 Monaten unbegrenzt hinzuverdienen.
Ich gehe jede Wette ein, dass der Experte mir hier zustimmen wird!

Tschacka

von
Tschacka

nein! Es bestehen absolut keine Unterschiede hinsichtlichd er Hinzuverdienstgrenzen gem. § 34 SGB VI - basta -

Man muss schon unterscheiden können, ob es sich bei der Anhebung der Altersgrenzen um die Bestimmung des fühestmöglichen Rentenbeginns mit Abschlägen handelt oder um die Bestimmung des ungeminderten Hinzuverdienstes! -nachmal basta-

Ich habe Recht!

Tschacka

von
haesvau

Lesen bildet aber manchmal...und da ist sogar ein Beispiel...und genau eines, dass hier passt :-)

von
Tschacka

normalerweise halte ich mich immer dann zurück, wenn ich denke es hat eh keinen Sinn!!!

Sie sind auf dem Holzweg, haesvau!

Ich kann lesen! ok, manchmal schleichen sich bei mir ein paar schreibfehler ein, das liegt am schnellen tippen...

Sie scheinen den Unterschied der beiden §§ nicht zu erkennen. Macht aber nix. Wenn @alte Frau bei der DRV anruft, wird sie genau das erfahren was ich geschrieben habe!

so long...
Tschacka

Experten-Antwort

Hallo alte Frau,

durch das RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20.04.2007 wurden in § 34 SGB VI (Hinzuverdienstgrenze) mit Wirkung ab 01.01.2008 in Abs. 2 S. 1 die Wörter &#34;Vollendung des 65. Lebensjahres&#34; durch die Wörter &#34;Erreichen der Regelaltersgrenze&#34; ersetzt. Dies bedeutet, dass ab 01.01.2008 erst mit Erreichen der individuellen Regelaltersgrenze ohne Einschränkungen zu einer Altersrente hinzuverdient werden kann.

Da die Regelaltersgrenze für Personen des Jahrgangs 1951 um 5 Monate auf 65 Jahre und 5 Monate angehoben wurde (§ 235 Abs. 2 S. 2 SGB VI) während die Regelaltersgrenze bei Personen, die vor dem 01.01.1955 geboren wurden und vor dem 01.01.2007 Altersteilzeitarbeit vereinbart haben, nicht angehoben wurde (Regelaltersgrenze also 65 Jahre - § 235 Abs. 2 S. 3 SGB VI) kommt es zu dem von Ihnen beschriebenen - auf den ersten Blick sicherlich paradoxen - Ergebnis.

von
Schade

lieber haesvau und Tschacka:

einen köstlichen Grundsatzstreit habt ihr beiden geliefert - ich befürchte jedoch, dass &#34;alte Frau&#34; und wir alle diesen längst vergessen haben, bis im Jahr 2016, wenn die &#34;alte Frau&#34; dann tatsächlich 65 oder 65 plus 5 wird.

Bis dahin sollte das Thema Hinzuverdienst für alle geklärt sein - und heute interessiert sich mit Verlaub doch noch keine Sau dafür, ob man in 7 Jahren 5 Monate früher oder später unbegrenzt hinzuverdienen darf.

von
Tschacka

Lieber Experte,

sitz ich jetzt auf meinem Kopf ?

Die Regelung die Sie anführen meine ich ja auch. Aber da wird doch Bezug auf die Regelaltersrente genommen! Im Merkblatt &#34;die richtige Altersrente für Sie&#34;, steht dieser VS explizit zur Regelaltersrente, AR für schwerbehinderte Menschen und AR für langj. Versicherte!

Da lt.@alte Frau jedoch eine AR für Frauen beantragt wird, greift der VS hier doch gar nicht! Es gibt diesen VS bei der AR für Frauen nicht!!!
Ich meine, Hinzuverdienst unbegrenzt ab 65 + 5 Monaten in beiden Fällen ist richtig oder irre ich mich da doch?

von
Wolfgang

Hallo Tschacka,

ich kann ja auch lesen ;-) Und wenn ich richtig lese, widersprechen sich die RAA (die Beispiele sind eindeutig passend, also einmal 65, das andere Mal 65 +5) und die rvLiteratur (... &#34;Dass für diese Altersrenten die Altersgrenzen nicht angehoben werden, ist unbeachtlich.&#34; = für beide AR = 65 +5).

Da ich grundsätzlich AR für Frauen als Antragsvariante vorziehe - erspare mir, sonst noch 5 - 10 Seiten ATZ-Papier mitzuschicken - kann das ja mal zum Boomerang werden.

Wie lautet nun die wirklich richtige DRV-einheitliche Antwort ?

Gruß
w.
....oder habe ich (auch) eine Leseschwäche ;-)

von
Tschacka

ja, da haben Sie Recht. :)))

schönen Abend noch.

Tschacka

p.s. wir sehen uns dann 2016 (+5) wieder und klären letztlich wer Recht hatte...

Experten-Antwort

Hallo Tschacka,

ich fürchte, da irren Sie sich doch. Ich möchte mir aber nicht vorstellen, wie Sie auf Ihrem Kopf sitzen...! ;-)

Der Begriff der Regelaltersgrenze wird im SGB VI ausschließlich in den Regelungen zur Regelaltersrente (§§ 35 und 235 SGB VI) definiert. Da § 34 SGB VI ausschließlich auf den Begriff &#34;Regelaltersgrenze&#34; abstellt, müssen auch die Regelungen, die diese Regelaltersgrenze definieren herangezogen werden. Und § 235 Abs. 2 SGB VI regelt eben nicht nur, dass die Regelaltergrenze für 1951 geborene um 5 Monate angehoben wird, sondern u.a. eben auch (nur einen Satz später), dass die Regelaltergrenze für den dort genannten besonderen Personenkreis (entgegen Abs. 2 Satz 2) nicht angehoben wird... Insoweit schlägt dies dann auch voll auf die Regelung zur Hinzuverdienstgrenze durch - unabhängig davon, welche Altersrente tatsächlich bezogen wird.

von
Schade

ja dann bis 2016 (+5) um 18:30 Uhr bei einem schönen Hefeweizen.....