Reha

von
Die Kleine

Hallo ihr,

vor ca. 2 1/2 Monaten habe ich hier schon einmal etwas zum Thema Reha gefragt. Mir wurde geraten einen Rehaantrag zu stellen. Das hab ich auch getan, und er wurde sogar schneller als erwartet genehmigt.
Habe meinen Arbeitgeber vor 3 Wochen über die Reha informiert, und das Schreiben welches dem Bewilligungsbescheid beigefügt war also "Bescheinigung für die Bewilligung für den Arbeitgeber" abgegeben. Habe meinen Arbeitgeber am gleichen Tag darüber informiert wann die Reha beginnt.
Nun kam ein Schreiben der Rentenversicherung das ich noch was nachreichen muss, wegen der Befreiung für die Zuzahlung.
Das habe ich heute also bei meinem Arbeitgeber abgegeben, und brachte den Stein ins Rollen. Nun heißt es plötzlich diese Bescheinigung würde nicht ausreichen, deswegen wird mir das Schreiben (Verdienstbescheinigung) nicht ausgefüllt.
Sie möchten nun den Bewilligungsbescheid + das Schreiben der Klinik von mir haben.

Meine Frage ist nun, ist dieses rechtens, denn eigentlich stand doch in der Bescheinigung über die Bewilligung für den Arbeitgeber alles drin.

Ich muss dazu sagen das es bei mir schon in der nächsten Woche los gehen soll, und heute kommt mein Arbeitgeber an, das etwas fehlt.

Sorry das es so lang geworden ist.

Gruß Die Kleine

von
Schade

Wo liegt eigentlich das Problem?

Zeigen Sie Ihrem AG doch den Bewilligungsbescheid, bzw. die Einbestellung der Klink - oder stehen da geheime Dinge drin?

Wer im Rentenforum soll sich Gedanken darüber machen, ob der AG das von Ihnen verlangen darf oder nicht?

Wenn Sie "rumzicken" und der AG auch "rumzickt", verzögern sich die Bescheinigungen und I H R Übergangsgeld kommt vielleicht später - ist das Ihr Ziel?

von
Die Kleine

Ich finde es schon traurig, wie sie Herr Schade mit Hilfesuchenden Personen umgehen. Ich finde der Ton macht die Musik.

Ich bekomme gar kein Übergangsgeld, da ich nicht aus der Lohnfortzahlung rausfalle. Es geht einzig alleine um eine Bescheinigung für einen Monat, mehr nicht.

Gruß Die Kleine

von
dirk

".....denn eigentlich stand doch in der Bescheinigung über die Bewilligung für den Arbeitgeber alles drin."

Genau DAS sollten Sie Ihrem Arbeitgeber klar machen!
Niemand hier kennt die genauen Beweggründe Ihres Arbeitgebers. (Vielleicht nur ein Missverständnis?)

Ihr Verhältnis zueinander scheint ja nicht gerade harmonisch zu sein........

von
Schade

Herr/Frau Schade hat das gar nicht soooo böse gemeint.

Er / sie meint nur, dass man das mit einem simplen Gespräch mit dem AG locker und ohne Vorwurf (und ohne gleich zu fragen, ob der AG rechtmäßig handelt) klären kann.......

von
Die Kleine

Leider kam es aber so rüber.

Tja und genau das habe ich heute den halben Tag probiert. Meinem Arbeitgeber klar zu machen das ich die Bescheinigung, die für ihn gedacht war eingereicht habe.
Die können mir ja nicht mal sagen was fehlt, was den nicht passt. Jetzt wollten sie sogar eine Rufnummer von meinem Sachbearbeiter haben.

Bis jetzt hatte ich keine Probleme mit dem Arbeitgeber. Habe ihn ja auch schon vor drei Wochen über die Reha informiert, und heute heißt es es fehlt was.

Gruß Die Kleine

von
Corletto

In Anbetracht der Kürze der Zeit wird ihnen gar nichts anderes übrig bleiben, als dem Wunsch ihres Arbeitgebers nachzukommen.

Ob dies rechtlich so o.k. ist ,
kann man sicher bezweifeln.

Ich würde ihm aber nur das Bewilligungsschreiben in Kopie geben und keinesfalls das Schreiben der Klinik.

Auch würde ich in dem Bewilligungsschreiben den Namen der Rehaklinik ( falls dort aufgeführt ) unkenntlich machen.

Wo und wegen welcher Erkrankung Sie die Reha bekommen, geht ihren Arbeitgeber nämlich nichts an !

Ihr Arbeitgeber KÖNNTE bei Kenntnis der Rehaklinik sowie damit ihrem med. Erkrankungsgebiet für die Zukunft event. falsche Schlüsse hinsichtlich ihres Leistungsbildes ziehen.

Gerade bei psychischen Erkrankungen ist dies leider sehr häufig der Fall.

Vielleicht möchte er ja auch gerade deshalb das Bewilligungschreiben sowie das Schreiben der Rehaklnik haben ?

von
Die Kleine

Es ist ja nicht das erste mal das ich zu einer Reha fahre, und sooooo viel Theater hatte ich noch nie. Denen hat es gereicht wenn ich das Schreiben abgegeben habe, und ich denen mitgeteilt habe wann es los geht.

Wenn ich denn dann in der Klinik bin, muss ich da dann um eine AU bitten, oder reicht das Schreiben der DRV.
Während der anderen Rehas hab ich mir dort eine Art Bescheinigung ausstellen lassen von wann bis wann ich da war, aber keine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.

Naja, da man mir meine Körperbehinderung ansieht, denke ich weiß mein Arbeitgeber warum ich zur Reha fahre.

Hoffe die können mir morgen auf der Arbeit sagen was denn noch fehlt.

Gruß Die Kleine

von
Corletto

Nein, eine AU brauchen Sie nicht. Rehakliniken und Krankenhäuser stellen normalerweise und grundsätzlich keine AU
(" gelben Schein" ) aus.

Der Arbeitgeber ist ja durch das Schreiben der RV informiert, das Sie in Reha gehen und wie lange ( Verlängerung der Reha natürlich ausgenommen ) diese dauert.

Am Entlasstag bekommen Sie dann ja einen Kurzentlassbericht mit, indem noch einmal die Verweildauer aufgeführt und bescheinigt wird.

von
Schade

...wahrscheinlich will der AG morgen ganz einfach beim Sachbearbeiter nachfragen, was notwendig ist und was noch fehlt - vielleicht die allerlogischste Sache um die Kuh vom Eis zu bringen.

Irgenwo scheint es da ein Riesenmissverständnis zu geben...vielleicht machen Sie selbst die Sache komplizierter als sie eigentlich sein müsste.

von
Nix

Wenn Sie wegen Entgeltfortzahlung keinen Anspruch auf Übergangsgeld haben, brauchen Sie die Lohnbescheinigung des Arbeitgebers beim RV-Träger garnicht einreichen.
Sollten sie jedoch unter den Einkommensgrenzen liegen, dann sollten Sie den RV-Träger das überprüfen lassen, indem Sie eine Kopie Ihrer letzten Verdienstbescheinigung mit dem Gehalt vor Rehabeginn dem RV-Träger vorlegen. Das reicht diesem vollkommen aus, um Ihre Zuzahlungspflicht zu prüfen.

Vom Arbeitgeber brauchen Sie keine Bescheinigung.

Viele Grüsse
Nix

Experten-Antwort

Guten Tag,
Wenn ich Ihre Problemschilderung richtig verstanden habe, hat Ihnen nun die
Rentenversicherung ein Schreiben wegen Befreiung von der Zuzahlung zugeschickt.
Eine Zuzahlung ist bei stationären Reha-Maßnahmen 2009 nicht fällig, wenn Ihr
Netteoeinkommen unter 1009 Euro liegt. Darüber hinaus können Sie abhängig von
der Höhe Ihrer Nettoeinkünfte und wenn weitere Voraussetzungen erfüllt sind,
(z.B. wenn kindergeldberechtigtes Kind im Haushalt lebt) teilweise von der Zuzahlung
befreit werden.
Eine Zuzahlung ist nicht fällig, wenn Anspruch auf Übergangsgeld besteht - also wenn
die Lohnfortzahlung (LFZ) bereits erschöpft ist. Die Prüfung inwieweit anrechenbare
Vorerkrankungen bzgl. der LFZ vorliegen nimmt die Krankenkasse vor.
Die Zuzahlung beträgt max. 10 Euro/Tag und ist je Kalenderjahr höchstens für 42 Tage
- bei Anschlussheilbehandlung höchstens für 14 Tage/Kalenderjahr- fällig.
Die Befreiung erfolgt nur auf Antrag. Wenn Sie keinen Antrag stellen, d.h. die nun zu-
geschickten Formulare nicht zurückschicken, geht die Rentenversicherung von einer
Zuzahlungspflicht in voller Höhe aus, und bucht den Betrag bei Ende der Reha-Maßnahme
von Ihrem Konto ab - sofern Sie im Antrag nichts gegenteiliges angekreuzt haben.
Sofern Sie die Formulare verspätet einreichen, erfolgt die Prüfung und ggfs. Rückzahlung
erst nach der Reha-Maßnahme.
Bezüglich Ihrer Abwesenheit vom Arbeitsplatz reicht es aus, wenn Sie dem Arbeitgeber
- wie wohl bereits erfolgt - die Anlage vom Bewilligungsbescheid für den Arbeitgeber
vorlegen.
Wir hoffen, dass Sie den Konflikt/Missverständnis mit dem Betrieb klären können. Sollte
das Ihnen selbst nicht möglich sein, könnten Sie sich bei der Rentenversicherung beraten
lassen und den Berater bitten (z.B. auch in ihrer Anwesenheit) mit dem Arbeitgeber Kontakt
aufzunehmen.
Sollte das so kurzfristig nicht mehr möglich sein, könnten Sie auch in der Klinik
den Sozialdienst einschalten und die MA dort bitten, Ihnen zu helfen und z.B. mit dem
Arbeitgeber telefonisch Kontakt aufzunehmen, damit Sie bei der Rückkehr an den Arbeits-
platz geklärte Verhältnisse haben.
Wie im Beitrag von Corletto richtig ausgeführt, brauchen Sie keine AU-Bescheinigung.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme und erfolgreiche Reha-Maßnahme!