Reha Abbruch - falsche medizinische Indikation

von
Ma_R_kO

Hallo Zusammen,

ich muss leider etwas ausholen, bevor man evtl. meine Angelegenheit verstehen kann. Ich habe im März diesen Jahres einen Antrag auf medizinische Reha gestellt. Diagnose, Marfan-Syndrom. Deshalb war ich allerdings nicht krank geschrieben sondern wegen der Psyche. Mein Reha Antrag wurde auch direkt genehmigt. Zu den weiteren Diagnosen kommen noch Psoriasis usw.

Am 4.11 hatte ich dann meinen Anreisetermin zur Asklepios Nordseeklink auf Sylt. Man sagte mir vorher bei der Rentenversicherung, dass dieses eine Klink sei, die meine Indikation entsprechen würde. Meine 5 Telefonate mit dem Patientenmanagement ergaben auch nichts gegenteiliges. Nun gut, ich dachte ich und reiste am 4.11. an. An der Rezeption, gab man mir Schlüssel und schickte mich ins Gartenhaus. Eine sehr nette Schwester nahm mich auf und erklärte mir, dass es dort die Dermatologie sei. Ich stutze und meinte, dass es nicht richtig sein würde. Sie meinte, na hier steht doch Neurodermitis. Ich sagte, nein. Nun, Sie meinte, Sie ärgerte sich und meinte, ich sollte doch bitte mit dem Arzt sprechen, da sei doch etwas schief gelaufen. Nun bekam ich dann noch einen Aufnahmetermin um 18 Uhr beim Arzt und schickte mich solange durchs Haus. Beim Arzt angekommen, erklärte ich, warum ich in der Dermatologie sei, er stutze und sagte, so hat Sie die RV hier eingetragen. Ich meinte dann nur, dass dies falsch sei, ich mag zwar Schuppenflechte haben, aber ich bin wegen des Marfan-Syndromes hier. Er meinte nur darauf, Wirklich? interessant wie äußert sich dieses denn? Wir hatten noch keinen Patienten hier. Ich war maßlos sauer. Er meinte dann nur, ob man mich schon mal auf Psoriasis Arthritis untersucht hätte? ich meinte ja hat man, aber Ohne OP. Er sagte, dann ja leider kann man es ohne nicht feststellen. Dann habe ich nur gesagt, nicht mit mir und nicht hier. Er meinte dann nur, okay, dann nehme ich Sie mal auf. Und ging mit mir alle Sachen durch die meine Psoriasis betraf. Er sagte dann all dass, was ich bereits kannte und selbst über Jahre probiert und versucht habe (habe Psoriasis seit meinem 3. Lebensjahr und weiß wovon ich spreche). Ich sagte Ihm keine Salben sonst fahre ich sofort wieder. Er sagte, okay nur drei Tage dann werden wir am Freitag mit der Immuntherapie beginnen, nachdem wir dann am Mittwoch mit dem Oberarzt gesprochen haben. Er händigte mir denn meinen Therapieplan aus und öffnete diesem am PC erneut. Ich traute meinen Augen nicht. Ich sagte, das geht nicht und das auch nicht und das darf ich auch nicht machen. Er sagte dann nur, Sie müssen aber, das ist Vorgabe Ihres Kostenträgers. Toll für den Kostenträger, schlecht für mich. Also gibt man mir Dinge, die gemacht werden müssen. Was soll ich da als Patient noch sagen, wenn dass jemand entscheidet, der nicht beurteilen kann, was in Ordnung ist und was nicht. In dem Plan sind Dinge aufgeführt die ich garnicht einfach so ohne machen darf, machen kann oder mir als Marfan Patient noch eher schädigen können. Ich sagte Ihm, dass müssen wir noch klären mit Ihrem Chef, ich werde das jetzt einfach mal versuchen. Fragte mich dann nochmal nach den Details wie Alkoholiker usw. Warum Ihm das so wichtig war, werde ich gleich aufklären.

Nun denn ich blieb da cremte mich ein unter der Prämisse, dass es nur 3 Tage sind.

Also Mittwoch das Gespräch mit dem Chef. Er sagte, ja wir versuchen erstmal Kortison usw.. Ich sagte nein, ich habe genug von Versuchen usw. Immuntherapie oder Garnichts. Ich lies den Kompromiss zu, mit dem Cremen. Also Nahm man mir am Donnerstag Blut ab und fragte mich nochmal ob ich Alkoholiker sei und verneinte dieses wieder. Nachher habe ich verstanden was er von mir wollte. Nun kam der Freitag und sagte mir Freitag morgen, meine Leberwerte seinen zu hoch. Ich sagte ihm, das es normal ist. Meine Schmerztherapeutin hat mit mir ein neuen Schmerzmittel verschrieben, was jetzt erhöht wurde und wenn es erhöht wird, laufen die Leberwerte etwas aus dem Ruder. Und dann sagte er wieder von wegen, ja dann müssen wir mal schauen wegen der Therapie, den wir machen sowas ja auch bei Alkoholikern wenn die Leberwerte zu hoch sind. Ich habe dann nur noch verärgert gesagt, dass ich immer noch kein Alkoholiker bin und er bitte mal die Schmerzmitteln nachlesen soll und wenn er es nicht weiß, dann soll er mit jemanden sprechen, der es weiß. Wikipedia hat mir auch geholfen. Also ich war dann schon frech, weil ich einfach sauer war. Nun soll ich am Montag nochmal zur Blutabnahme und dann schaut man weiter.

Ich bin wegen meinen Beschwerden da, wofür nichts getan wird. Das Ziel einer Reha ist es doch wieder arbeiten gehen zu können. Hier behandelt man mich einfach so auf meine Psoriasis obwohl ich für mein Marfan Syndrom eine Reha bekommen sollte. Die haben dort nicht man eine Ahnung von meinem Syndrom. Und als Antwort bekam man nur vom Chefarzt: Ja das Problem ist wir haben leider zur Zeit keinen leitenden Orthopäden da, der sich mit der Symptomatik auskennt.

Als ich dann am Freitag den Arzt drauf angesprochen habe, die Reha abzubrechen, weil es mir so nichts bringt und er mir ja bestätigt hat, dass ich anscheinend medizinisch falsch indiziert wurde, kam als Antwort ich kläre das ab. Ich ging dann meinem Therapie plan nach. Sprach immer wieder im Stationszimmer vor um nach dem Ergebnis des Arztes zu fragen. Als er mich 3 mal auf dem Gang sah, verschwand er immer. Ich würde mal sagen, der wollte nicht das ich abbreche. um 13.20 fragt eich dann die Stationsschwester, die sagte mir dann ganz nett sagte: ,,ja der Dr. sei schon im Feierabend".

Ich frage mich wirklich wo ich hier gelandet bin?!?!

Da es nun dann gestern zum Abbruch zu spät war, bin ich noch über nach geblieben. Ich weiß jetzt nicht wie ich vorgehen soll. Ich habe bereits meine Krankenkassen darüber informiert, was es hier für Zustände herrschen und wir man mich benutzt, ein Zimmer/Bett voll zu bekommen. Und ich gesagt habe, dass dieses nicht für mich geeignet ist. Die sagten mir, sie senden mir jetzt eine "freie Badekur (Vorsorgekur heißt es heute)" zu, damit ich der Einrichtung nachgehen kann, mit der ich im Sommer Kontakt aufgenommen habe, und der Chefarzt persönlich schlauch gemacht hat, ob ich dort als Marfan Patient aufgenommen werden kann. Die RV hatte dieses abgelehnt, weil es keine Vertragsklinik sei und im EU Ausland (Österreich) liege.

Nun zu meine Frage:

Kann ich heute nach Hause fahren? Ich habe ja mit allen Mitteln versucht mitzuteilen, dass ich wegen eines anderen Leidens hier bin und nicht wegen meiner Schuppenflechte?

Darf ein Arzt einfach umentscheiden oder das Patientenmanagement, wenn ich mehrer Beschwerden haben, dass man dann einfach die nimmt, die auch mit geteilt wurde von der RV?

Hinzu kommt, dass ich mich vorgestern im Schwimmbad erkältet habe, weil der Gang zwischen dem Becken und Duschen und Umkleide, dermaßen von Durchzug und kalter Luft behaftet ist, dass ich in dem Moment wusste morgen bin ich krank. Gestern fing es mit schnupfen an und heute in Kopf und Gliederschmerzen und schlechter Atmung.

Ich möchte gerne nach Hause, denn ich bin erkältet und fühle mich gerade als Spielball für die Klinik. Es hat niemand eine Ahnung. In dieser Klinik herrschen Zustände, das möchte man niemanden Zumuten. Ja es ist toll auf Sylt zu sein und man bekommt sowas sicherlich nicht einfach so, keine Frage, aber ich halte das hier keine weiteren 2-4 Wochen aus, nachdem der Arzt meinte dass verlängert wird.

Kommen auf mich kosen zu, wenn ich jetzt abbreche und nur auf der Station und dem Empfang bescheid gebe?

Mir wäre mit wirklichen Antworten von Erfahrenen Patienten/Leidensgenossen/Experten wirklich geholfen, keine Spekulationen bitte.

Danke.

von
KSC

Sie sind freiwillig zur Reha, deshalb können Sie die Reha auch jederzeit abbrechen, wenn Sie der Meinung sind, dass Sie im falschen Haus sind.

Kosten kommen nicht auf Sie zu.

von
ICP

Hallo an alle
Ein wunderbares Forum - endlich einmal eigene "Lebens-Odyseen" (sei es seit Geburt oder in der Kindheit erworben) mit anderen zu teilen oder einfach nur einer breiteren Masse die Augen dazu zu öffnen - ob sich Herzen öffnen, ist an den Beiträgen von Groko mit der "Schei..-laber-diarrhoe" abzuwägen.

Wie beim Marfan-Syndrom gibts bei der ICP (infantilen Cerebralparese) leider im Erwachsenenalter speziell lokal am Wohnort weder allesumfassende Fachärzte noch irgendwelche Fortschritte oder überhaupt Interessen im Bereich der Forschung. Oft wird geglaubt oder behauptet die Anlaufstellen hierzu seien Orthopäden. Meine Lebenserfahrung zeigte mir aber, dass es bei ICP die Neurologen sind und zwar aus einem ganz einfachen Grund - die Orthopäden versuchen an der Peripherie herumzuexperimentieren, was aber vor allem im Erwachsenenalter nichts bringt, wenn die Bereiche im Gehirn für harmonische Bewegungsabläufe dauerhaft (meist durch Sauerstoffmangel - wie auch bei Schlaganfällen) geschädigt sind. Deshalb sind oft (nicht in jedem Fall - es kommt vor allem auf das Alter des Betroffenen an) Rehas reine Geld- und Zeitverschwendung. wenn dann noch falsche Kliniken oder Rehas verordnet werden wie im Fall hier bei Marfan-Syndrom - bleibt nur noch Kopfschütteln!

Tut mir leid, für Sie - Ma-R_Ko, was Sie durch machen müssen - viel Kraft für Ihren weiteren Weg,

Experten-Antwort

Hallo Ma_R_kO,
Kosten bemi Abbruch einer Maßnahme zur medizinischen Rehabilitation entstehen grundsätzlich nicht. Fragen Sie vorsorglich
bei der zuständigen Sachbearbeitung des Rentenversicherungsträgers nach.