Reha Ablehnung

von
Kerstin Rohde

Hallo Zusammen, hier meine Frage mein Reha Antrag wurde wegen der 4 Jahresfrist und der nicht ausreichenden Beschwerden abgelehnt. Ich war vor 1 Jahr in Reha bzgl. eines HWS Syndroms. Nun bin ich schon 10 Wochen zu Hause wegen Mobbing, Burnout, Depressionen, Hörsturz und Erschöpfungszustand. Ich weiß aber das ich dringend zur Reha muss um dann wieder arbeiten zu können. Natürlich in einer anderen Firma. Ich werde Widerspruch einlegen. Meine Ärztin ist jetzt erst mal im Urlaub. Also wie formuliere ich richtig den Widerspruch um Erfolg zu haben. Hat jemand Erfahrung damit ? Ich brauche diese Reha wirklich !!

von
Atemlos

Sie haben eine Widerspruchsfrist von 4 Wochen. Sie können ersteinmal den Widerspruch einreichen, damit die Frist gewahrt bleibt und später dann die Begründung nachreichen.

Am besten untermauern Sie ihren Widerspruch mit einem Facharztbericht Ihres Psychiaters.

Bis sie aber letztendlich die Reha antreten können, werden ein paar Monate vergehen. Auch wenn dann endlich die Reha genehmigt ist, gibt es wohl lange Wartezeiten bei psychosomatischen Kliniken.

Schneller geht es, wenn Sie sich in eine psychatrische Akutklinik oder z.B. eine antroposophische Klinik einweisen lassen. Wenn von dort aus die Reha oder AHB beantragt wird, geht es sehr schnell. Meine Erfahrung, allerdings nicht wg. der Psyche, sondern wegen einer körperlichen Erkrankung bekam ich ganz schnell nach den Krankenhausaufenthalt einen Rehatermin, während mir Mitpatienten in der Reha von langen Wartezeiten und Ablehnungen bzw. erst durch Widerspruch erfolgten Genehmigungen berichteten.

von
Schorsch

Zitiert von: Atemlos

Sie haben eine Widerspruchsfrist von 4 Wochen. Sie können ersteinmal den Widerspruch einreichen, damit die Frist gewahrt bleibt und später dann die Begründung nachreichen.

Das ist reine Theorie!

Als damals mein Rentenantrag (zunächst) abgelehnt wurde, legte ich ebenfalls unverzüglich Widerspruch ein, mit dem Hinweis, dass eine ausführliche Begründung so schnell wie möglich nachgereicht würde.

Keine Woche später antwortete die DRV, dass man nach Aktenlage entscheiden würde, sofern mein Widerspruch nicht innerhalb der nächsten 2 Wochen weiter begründet würde.

Meinen "vorsorglichen" Widerspruch hätte ich mir also genausogut sparen und stattdessen bis zum letzten Tag der Widerspruchsfrist warten können.

Sogar mein Anwalt schüttelte deswegen verständnislos mit dem Kopf.

Er meinte aber, dass dieses an Verarscherei grenzende Vorgehen durchaus rechtens sei.

Die DRV hat meinen Anwalt und mich dadurch völlig unnötigerweise unter (Zeit)Druck gesetzt.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Frau Rohde,
Sie sollten zunächst fristwahrend Widerspruch einlegen und darauf hinweisen, dass die Begründung erst nach dem ... erfolgt, da Ihre Ärztin im Urlaub ist.
Die Aufforderung, den WS innerhalb von 2 Wochen zu begründen, ist ein Formblatt und kann durch die Sachbearbeitung nicht verändert werden. Die Sachbearbeitung sollte, wenn Sie wie oben verfahren, eine entsprechende Frist - intern - vermerken.
Über die medizinische Begründung beraten sie sich am Besten mit Ihrer Ärztin, da diese Ihren Gesundheitszustand bestens beurteilten können sollte.

von
K. Rohde

Hallo Zusammen,

erst ein mal recht herzlichen Dank für Eure/ Ihre Antworten. Ich bin jetzt 9 Wochen zu Hause und habe noch keinen Psychologen, da einfach keine Termine zu bekommen sind. Bin aber verstärkt dran. Ich hätte ihn auf Grund des Mobbings schon eher benötigt, aber bei einem Voll time Job mit bis zu 4 Überstunden ist es schwierig Termine zu machen.Mein Ziel ist es ja auch wieder arbeiten zu gehen, nur momentan geht es gar nicht und ich denke auch nicht mehr in dieser Firma. Dafür muss ich aber fit sein und das bin ich nicht. Ich werde jetzt morgen in der Reha Beratung anrufen und mich dort erkundigen. Ich hoffe es bringt alles was, denn ich brauch wirklich Hilfe. Also vielen Dank noch mal an alle.

Herzlichst Kerstin

von
Schorsch

Zitiert von: Atemlos

Die Aufforderung, den WS innerhalb von 2 Wochen zu begründen, ist ein Formblatt und kann durch die Sachbearbeitung nicht verändert werden.

Entschuldigung, dass ich lachen muss!

Mit etwas gutem Willen und etwas mehr Flexibilität ginge das sehr wohl, Herr/Frau Experte/Expertin!

Man könnte z.B. vor der "2" das Wörtchen "möglichst" einfügen und schon wären Alle zufrieden.......

von
K. Rohde

Ist wohl leider alles Bürokratie. Habe gerade einem Psychologen gesagt, dass ich mich umschulen lasse zum Therapeuten. Scheint echt eine Marktlücke zu sein. Heute schon wieder etliche angerufen, aber.. keinen Platz frei.

... "Mut einfach nicht verlieren" :-(

von
K. Rohde

Ist wohl leider alles Bürokratie. Habe gerade einem Psychologen gesagt, dass ich mich umschulen lasse zum Therapeuten. Scheint echt eine Marktlücke zu sein. Heute schon wieder etliche angerufen, aber.. keinen Platz frei.

... "Mut einfach nicht verlieren" :-(

von
K. Rohde

Ist wohl leider alles Bürokratie. Habe gerade einem Psychologen gesagt, dass ich mich umschulen lasse zum Therapeuten. Scheint echt eine Marktlücke zu sein. Heute schon wieder etliche angerufen, aber.. keinen Platz frei.

... "Mut einfach nicht verlieren" :-(