Reha-Ablehnung/Widerspruch/Akteneinsicht

von
Speedy

Hallo zusammen!

Ich habe einen Antrag auf Reha gestellt, der leider abgelehnt wurde, ich habe Widerspruch eingelegt, bis jetzt noch ohne Begründung. Ich wollte erstmal nur die Frist einhalten, ich habe darum gebeten mir die relevanten Unterlagen die Grundlage für die Ablehnung waren, in Kopie zuzuschicken.
Dann habe ich ein Schreiben der RV bekommen in dem man mir mitteilte dass meine Akte an die Servicestelle hier vor Ort geschickt wird und ich mich da melden soll, damit ich Akteneinsicht nehmen kann. Das habe ich getan und die Dame in der Servicestelle sagte mir dann, dass nach Ihrer Information (sie hat bei den Kollegen angerufen) meine Akte jetzt doch nicht nach hier geschickt wird, sondern die ganze Akte kopiert wird und nach hier geschickt wird....entweder zu mir oder eben an jemanden der berechtigt ist.
Meine Frage ist jetzt, ist das so üblich, dass man erst die Mitteilung bekommt dass die Akte an eine Stelle der RV geschickt wird und dann heißt es es wird eine Kopie der ganzen Akte geschickt, aber man weiß nicht so genau an wen jetzt? An mich oder meine Ärztin? (müsste ich da nicht die Einwilligung geben damit sowas an jemand anderen geschickt wird?)
Ich bin einfach nur etwas verwirrt über diese ganze Vorgehensweise.

von
öha

Akteneinsicht läuft bei jedem Träger etwas anders. Die DRV Bund bevorzugt den Versand an die nächstgelegene Auskunfts- und Beratungsstelle; andere Träger übersenden auszugsweise Unterlagen an den Versicherten selbst - wobei der Gang der Entscheidungsfindung dann oft nicht transparent wird (z.B. dass der Hausjurist den Arzt überstimmt...!). Optimal ist eigentlich, die Akte zum eigenen Rathaus* bzw. Versicherungsamt schicken zu lassen und dort 'in Ruhe' die AKte einzusehen und ggf. auch eine Begründung zur Niederschrift abzugeben. Auch dort erhalten Sie, ggf. gegen Kostenersatz, Ablichtungen aus der Akte - im Erfolgsfall erhalten Sie die 'notwendigen' Kosten (z.B. Auslagen für Kopien) von der DRV erstattet.
Bei schwerwiegenden Krankheitsbildern kann es auch sein, dass die med. Inhalte der Akte nur durch einen (Fach-)Arzt bekannt gegeben werden.
Wenn Sie einen Bevollmächtigten oder Betreuer haben, dann ist dieser ggf. auch Empfänger der Akte bzw. der Ablichtung - die Original-Akte wird nicht an Dritte gesandt (das örtliche Versicherungsamt tritt hier an die Stelle der DRV).

*nicht sinnvoll bei kleineren Verwaltungseinheiten, bei der die größte Plaudertasche im Ort im Rathaus sitzt...

von Experte/in Experten-Antwort

§25 SGB X regelt den Ablauf der Akteneinsicht. Sie findet grundsätzlich bei der Behörde statt, welche die Akte führt. In der Regel wird die Auskunfts- und Beratungsstelle der Ort der Akteneinsicht sein. Auf Wunsch des Kunden kann dies aber auch bei den Versicherungsamt der Gemeinde stattfinden.
Beschränkungen bestehen bei gesundheitlichen Angaben. Hier liegt es im Ermessen der Behörde, ob ein Arzt mit der Vermittlung beauftragt wird, ggf. sind Bevollmächtigungen zu beachten.
Das man Ihre Aktie in Kopie schickt liegt sicher daran, das die Rentenversicherung zur laufenden Bearbeitung diese benötigt