Reha ablhenen nach Rente ?

von
Krebsgeplagter

Hallo,

ich hätte da eine Frage. Ich musste vom Arbeitsamt einen Rehaantrag stellen, der wurde zwar stattgegeben und gleichzeitig eine EM Rente auf unbefristet gegeben. Bis zum Rentenantritt machte das Arbeitsamt Druck die Reha schnellstmöglich durchzuführen. Nun beziehe ich Rente und habe immer noch diese Reha vor mir hergeschoben. Das hat mehrere Gründe auf der einen Seite bevorstehende Behandlungen auf der anderen Seite Panik wegen dieser Reha.

Nun meine Frage, was könnte denn passieren wenn ich diese Reha nicht antreten würde. Laut DRV sollte die ja nur noch stattfinden um mir gut zu tun, leider empfinde ich das nicht als Benefit, sondern eher als Bürde. Das Arbeitsamt hat ja mit mir nichts zu tun mehr, könnte ich Probleme bekommen, wenn ich die Reha nicht mache ? Im Prinzip würde ja Geld gespart, wenn ich nicht gehen würde.

Viel Grüsse

von
=//=

Nach Ihrem Nicknamen zu urteilen handelt es sich wohl um eine CA-Nachsorgemaßnahme?

Wenn dem so ist, werden Sie natürlich nicht gezwungen, diese Reha anzutreten. Zumal Sie mit der Agentur für Arbeit (so heißt das Arbeitsamt seit geraumer Zeit) nichts mehr zu tun haben.

Allerdings kann ich nicht nachvollziehen, weshalb Sie Panik vor dieser Reha haben. Ich bin überzeugt, Sie wird Ihnen wie vielen anderen Krebspatienten zuvor sehr gut tun! Aber das müssen Sie selbst entscheiden.

Alles Gute.

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag,
Reha und Rente schließen sich gegenseitig nicht restlos aus. Eine Reha soll aber immer zum Ziel die Wiedereingliederung ins Erwerbsleben haben.
Sofern eine volle Erwerbsminderung auf Dauer oder eine Altersvollrente läuft, ist dieses Ziel nicht mehr gegeben. Dann wäre aus dem Grund auch die Agentur raus, weil in beiden Fällen keine Vermittlung am Arbeitsmarkt mehr stattfindet. Es wäre auch keine Reha mehr zu finanzieren.
Wird lfd. eine Rente wegen Teilerwerbsm. gezahlt, hätte die Agentur noch eine Aufgabe zu erfüllen. Dann wäre das Thema Reha noch nicht beendet.
Mein persönlicher Tipp ginge in diese Richtung: Machen Sie die Reha für sich und ihre Gesundheit, nicht um der Agentur einen Gefallen zu tun.

von
Krebsgeplagter

Ich weiß nicht so Recht. Wenn ich 20 km von meinem Wohnsitz stationär eine Reha mache, komme ich mir eher eingepfercht vor. Man darf ja über das Wochenende nicht mal nach Hause.

Ein weiterer Punkt ist das ich bei mehreren Arztgesprächen gesagt bekommen habe, das diese Einrichtung auch nicht unbedingt zu meinem Krankheitsbild passen würde. Bei mehreren Patiententreffen kam auch oft zu Tage, das be dieseni seltenen Erkrankungen oft die Reha nicht passen würde.

Ausserdem steht noch eine Op an. Nach deren Ausgang man besser schauen würde in welche Richtung eine Reha sinnvoller wäre.

Wir gehe ich das am Besten dann an? Gibt es einen Bogen zur Neubewertung einer Reha?

Viele Grüße

von
Feli

Die Antwort des Experten geht so ein bißchen an der Wirklichkeit vorbei.

Der Fragesteller hat eine unbefr. volle EM-Rente, da wird es wohl nix mit der beruflichen Wiedereingliederung. Für mich hört sich alles nach Krebsnachsorge-Reha an, wie auch schon =//= anmerkte und die muss überhaupt nicht angetreten werden.

Mit dem Reha-Antrag ist der Anforderung der Agentur für Arbeit Genüge getan; dass dieser nun direkt in eine Rente mündete, ist alles, was die Agentur wollte.

Heißt, natürlich können Sie die bewilligte Reha-Maßnahme ohne rechtliche Konsequenzen absagen. Und Sie können jederzeit eine neue beantragen.

von
Krebsgeplagter

Das wäre ja auch mein Gedanke. Besser wäre eine Reha, wenn es mal nötig nach einer Op oder Chemo wäre.

Ich persönlich habe nicht das Gefühl das es einer Reha im Moment bedarf.

Theoretisch spart das auch der Drv Geld. Der Rentenantrag war ja auch von dort empfohlen...

Eine Reha würde ich gerne machen, wann ich das Gefühl habe und nicht nach Aktenlage. Zumal sich der Gesundheitsstand nicht mehr gross bessern wird.

Viele Grüsse

von Experte/in Experten-Antwort

@ Feli:
von VOLLER EM stand da nix...
@ Krebsgeplagter:
Die Agentur hat (in einschlägigen Fällen) das Recht, einen Leistungsbezieher aufzufordern, einen Reha-Antrag zu stellen. Ihre Mitwirkungspflicht ist voll und ganz erfüllt, wenn Sie einen Antrag stellen.
Dass es ggf. statt zur Reha gleich zur Rente kommt, ist insoweit kein Problem.
Es zwingt Sie niemand, jetzt unmittelbar in die Reha zu müssen. Es kommt von der Agentur jetzt nichts mehr zu diesem Thema.

von
=//=

Wenn Sie partout zum jetzigen Zeitpunkt die Reha nicht antreten wollen, legen Sie gegen den Bewilligungsbescheid Widerspruch ein und lehnen die Maßnahme ab. Wenn noch eine weitere OP ansteht, ist dies jetzt eigentlich auch nicht sinnvoll.

Beachten Sie aber bitte, dass eine CA-Nachsorgeleistung nur bis zum Ablauf eines Jahres nach einer beendeten Primärbehandlung gewährt werden kann. Eine CA-Nachsorgeleistung ist keine "normale" Reha-Maßnahme, sondern sie soll den Patienten auch hauptsächlich moralisch wieder aufbauen. Dass die Erwerbsfähigkeit nicht wiederhergestellt werden soll, ist schon daraus erkennbar, dass TROTZ einer Reha eine Rente gezahlt wird und diese auch uneingeschränkt weitergezahlt wird.

Ich kann leider nicht nachvollziehen, weshalb Sie es sich nicht 3 Wochen mal gutgehen lassen wollen. Wie bereits gesagt, nach Ende der Primärbehandlung.