Reha absagen wegen Corona Angst?

von
Realist

Zitiert von: Holger
Ergänzend, man geht davon aus, dass sich 70 % der Deutschen infizieren werden. Den 15-20 %, die Sie hier benimen und jedem Toten werden Ihre Worte ein starker Trost sein!!

Wenn Sie schon zitieren, dann bitte vollständig:

Zitat: „Es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit“, sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité. „Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger.“
Er warnt daher vor allzu dramatischen Schlussfolgerungen.

Und da die Krankheit in 80 Prozent aller Fälle harmlos oder sogar völlig unbemerkt verläuft, gibt es überhaupt keinen Grund zur Panik.

(Sterben müssen wir übrigens alle irgendwann mal. Aber die Wenigsten werden am Corona-Virus sterben, wetten?)

Was sollen eigentlich die zahlreichen Arbeitnehmer sagen, die tagtäglich mit unzähligen Menschen zu tun haben?

Die haben auch nicht das Recht, solange von ihrem Arbeitsplatz fernzubleiben, bis das Virus ausgerottet ist.

Warum sollten rentenbegehrende Reaha-Kandidaten also mehr Rechte haben als Arbeitnehmer?

von
Rüdiger

Zitiert von: Realist

Zitat: „Es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit“, sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité. „Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger.“
Er warnt daher vor allzu dramatischen Schlussfolgerungen.

....und da ja angeblich bereits zum Jahresende ein Impfserum verfügbar sein soll, dürften wohl die Allermeisten verschont bleiben.

Ich bin übrigens Busfahrer in einer Großstadt und für mich sind hustende, schnupfende und krächzende Fahrgäste seit Jahrzehnten Alltag.

Wenn ich mir jedesmal den Kopf darüber zerbrechen würde, wie groß mein Ansteckungsrisiko ist, könnte ich meinen Beruf nicht mehr gewissenhaft ausüben.

Augen zu und durch, sonst geht man zu Grunde !!

von
KSC

....die einen sind Busfahrer, die anderen im Verkauf, andere Ärzte, Krankenschwestern, Arzthelferin, in der Kunderberatung, etc. tätig.

Wenn die alle wie @susi aus Angst daheim blieben, wäre schlagartig das ganze Leben lahmgelegt.

Dann hätte @susi allerdings auch kein Problem mehr mit der Reha, weil auch dort das ganze Personal daheim bleibt und sich aus Angst verweigert.

So wäre dann das angesprochene Problem elegant gelöst - Ironie ausschalten.

von
suchenwi

Da indes (nach vor allem chinesischen Statistiken) hauptsächlich Männer über 60 an CoVid-19 sterben, könnte das für die DRV auch interessant werden: bei einer Pandemie in Deutschland müssten die Sterbetafeln neu berechnet werden, und das demografische Problem ("die Leute werden immer älter") wäre zum Teil gelöst.
Bitter sarkastisch, ja, aber ich bin Mann (63) und verfolge die Nachrichten mit entsprechendem Interesse...

von
Holger

Zitiert von: Realist
Zitiert von: Holger
Ergänzend, man geht davon aus, dass sich 70 % der Deutschen infizieren werden. Den 15-20 %, die Sie hier benimen und jedem Toten werden Ihre Worte ein starker Trost sein!!

Wenn Sie schon zitieren, dann bitte vollständig:

Zitat: „Es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit“, sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité. „Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger.“
Er warnt daher vor allzu dramatischen Schlussfolgerungen.

Und da die Krankheit in 80 Prozent aller Fälle harmlos oder sogar völlig unbemerkt verläuft, gibt es überhaupt keinen Grund zur Panik.

(Sterben müssen wir übrigens alle irgendwann mal. Aber die Wenigsten werden am Corona-Virus sterben, wetten?)

Was sollen eigentlich die zahlreichen Arbeitnehmer sagen, die tagtäglich mit unzähligen Menschen zu tun haben?

Die haben auch nicht das Recht, solange von ihrem Arbeitsplatz fernzubleiben, bis das Virus ausgerottet ist.

Warum sollten rentenbegehrende Reaha-Kandidaten also mehr Rechte haben als Arbeitnehmer?

Es geht vor allem darum, die Verbreitung zu reduzieren. Züge bleiben stehen, Firmen schließen, Veranstaltungen abgesagt, Museen geschlossen. Man muss das Ganze nicht noch befeuern, Rehas, wo Leute aus allen Regionen zusammentreffen, sind momentan eher kontraproduktiv.Solange sie nicht zwingend sind(Herzinfarkt, Schlaganfall, lebensnotwendig) sollte man andere Lösungen finden, wenn es nur um EMR Gewährung geht. Der Hinweis vom Busfahrer, alle müssen mal sterben, kann er gerne machen, wenns so leicht fällt, ich hab noch keinen Bock drauf. Eine Impfung kommt für mich als Impfgeschädigter überhaupt nicht in Betracht. Vor der EMR habe ich auch mit großem Kundenkontakt gearbeitet und alles in die Hand bekommen, was vorher angefasst wurde. Und ich spreche von tausend Kunden täglich. Trotz Schutz vor der Virusgrippe hab ich mir mehrmals eine Influenza eingefangen. Impfung ist also auch kein Allheilmittel, fällt ja nun eh flach für mich. Manchen Dingen kann man nicht entgehen, aber hier bei diesem Virus ist vieles vermeidbar. Auch dadurch, dass man mal nicht jede Reha durchpeitscht.

von
Realistin

n dann kommen Sie mal nach Frankurt am Main. Habe gestern 3 Supermärkte ab klappern müssen, da alle kein Toilettenpapier, Wasser, Milch, Nudeln und Konserven hatten.....Erst bei Netto gab es noch paar Reste in den fast leeren Regalen zu kaufen...

Zitiert von: Holger
Zitiert von: Realist
Aktuell haben wir ca. 20.000 registrierte Grippefälle in Deutschland und in den letzten beiden Jahren sogar jeweils 20.000 Grippe-Tote.

Trotzdem haben sich viele Leute nicht impfen lassen obwohl es möglich wsr und von "Hamsterkäufen" war auch nichts zu hören.

Deutschland hat ca. 80 Millionen Einwohner und bis jetzt 150 Corona-Infizierte.

Man muss bestimmt kein Mathematik-Professor sein, um das äußerst geringe Ansteckungsrisiko für den Einzelnen zu erkennen.

Das derzeitige Infektionsrisiko liegt bei 1 : mehreren Tausend und ist somit um ein Vielfaches geringer als die Wahrscheinlichkeit sich mit der ebenfalls lebensbedrohlichen alljährlichen Virusgrippe zu infizieren.

Erst wenn die registrierten Corona-Infektionen im fünfstelligen Bereich liegen sollten, bestünde Grund zur Besorgnis.

Außerdem verlaufen nach bisherigem Kenntnisstand über 80 Prozent der Infektionen fast unbemerkt oder nur mit leichten Erkältungssymptomen.
Lediglich 15 bis 20 Prozent haben ernstere Verläufe.

Es gibt also überhaupt keinen Grund zur Panik.

(Würden Sie eine eventuell gewonnene Urlaubsreise wegen des Corona-Virus eigentlich ebenfalls absagen wollen oder treten Ihre Ansteckungsängste nur in Reha-Kliniken auf?)

Zahlentechnisch mag man das so darstellen können. Auch wenn Sie ein kleineres Übel beschreiben, so bleibt es doch ein Übel. Von 100 an der Grippe erkrankten sterben weniger als von 100 Corona Erkrankten(laut virologischer Prognose). P. S. Imofschäden sind auch sehr selten, ich habe einen und somit 100%! Wer Angst vor einer Reha hat, gondelt mit Sicherheit auch nicht in den Urlaub. Aber bitte, die Kliniken, wo es auftreten wird, hat sich das Thema Reha dann eh erledigt!

von
Hummie

Zitiert von: Gerli
Ich finde die Frage durchaus berechtigt. Ich habe nächste Woche auch einen Termin zur Reha und frage mich auch wie ich dort geschützt werden soll oder ich mich schützen kann.

Ich soll am 23.3. zur Reha und habe jetzt auch Bedenken. :-(

von
HeeeyCorona

Ich habe von der Klinik am 3.2. einen Fragebogen bekommen, in dem ich gefragt werde, ob ich Symptome habe. Sollte ich Symptome haben, würde meine Aufnahme neu terminiert werden.

Als 30-jähriger Mann mache ich mir da aber keine Sorgen. Zur Not liege ich dann halt ein paar Tage mit Grippe auf dem Zimmer. Gibt schlimmeres ...

von
Moni

Ich habe mein Reha im Klinikum Korschenbroich heute abgesagt. Am Telefon sagte man mir, dass sie Verständnis dafür hätten. Ich habe 1 Jahr Leid hinter mir Chemo und Strahlentherapie, die mir heftig zugesetzt haben, da fahre ich bestimmt nicht in eine Corona Virus 1/2 Stunde von Heinsberg entfernt obwohl ich keine Angst vor dem Virus habe, dennoch vorsichtig bin

von
Alex30

Zitiert von: Rüdiger
Zitiert von: Realist

Zitat: „Es werden sich wahrscheinlich 60 bis 70 Prozent infizieren, aber wir wissen nicht, in welcher Zeit“, sagte der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité. „Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger.“
Er warnt daher vor allzu dramatischen Schlussfolgerungen.

....und da ja angeblich bereits zum Jahresende ein Impfserum verfügbar sein soll, dürften wohl die Allermeisten verschont bleiben.

Ich bin übrigens Busfahrer in einer Großstadt und für mich sind hustende, schnupfende und krächzende Fahrgäste seit Jahrzehnten Alltag.

Wenn ich mir jedesmal den Kopf darüber zerbrechen würde, wie groß mein Ansteckungsrisiko ist, könnte ich meinen Beruf nicht mehr gewissenhaft ausüben.

Augen zu und durch, sonst geht man zu Grunde !!

Danke, sehe ich auch so!

von
Alex30

Zitiert von: Susi
Ich habe Erwerbsminderungsrente beantrag und soll deshalb zur Reha. Ich bin Angstpatient und habe sowieso schon komplett Angst.
Die Reha ist auch noch in Bayer, Psychosomatik.
Würde die DRV das akzeptieren, wenn ich jetzt absage?
Oder wird das als übertrieben gewertet.
Oder
Kann man mir zusichern, das ich in der Reha sicher bin vor dem Coronavirus?
Immerhin gibt es da Wassergymnastik, Gruppengespräch in kleinen Räumen und ständig Leute die erkältet sind.
was soll immer die Betonung auf " die Reha ist in Bayern"?
Nur weil zufällig ein paar Coronafälle mehr sind bei uns in Bayern, ist das doch kein Grund zur Panik.
Die Wahrscheinlichkeit, dass du auf dem Weg zu deiner Reha bei nem Verkehrsunfall stirbst, ist wahrscheinlich höher, als an dem Virus zu sterben.
Ich gehe auch am 24.03. in eine psychosomatische Reha wegen Angst und Depressionen.
Meine einzige Angst ist nur, dass während meines Aufenthaltes dort, sich nur alles um dieses Virus dreht.
Ich hoffe auch, meine Reha dort durchziehen zu können, ohne wegen irgendnem virus in Quarantäne zu müssen.

von
Holger

Zitiert von: Moni
Ich habe mein Reha im Klinikum Korschenbroich heute abgesagt. Am Telefon sagte man mir, dass sie Verständnis dafür hätten. Ich habe 1 Jahr Leid hinter mir Chemo und Strahlentherapie, die mir heftig zugesetzt haben, da fahre ich bestimmt nicht in eine Corona Virus 1/2 Stunde von Heinsberg entfernt obwohl ich keine Angst vor dem Virus habe, dennoch vorsichtig bin
Es kommt eben auch darauf,wer man ist,jung,30 und gesund, oder älter und chronisch krank. Das Risiko des einen ist nicht das eines anderen. Impfstoff können sie finden, kommt für mich nicht in Frage. Dazu stellen sich bei manchem Zusatzfragen, wenn sie als chronisch Kranke infiziert, aber behandlungsbedürftig sind(Bspw. Dialyse, Katheterisierung, etc.) Mit Ihrer Krankengeschichte wäre ich da auch vorsichtiger. Ob es in Bayern riskanter ist, werden diejenigen sehen, die dort waren und sich entweder was eingefangen haben oder nicht.

von
Doc

Ab heute gilt in NRW: "Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden demnach grundsätzlich verboten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen." - gleichzeitig werden wöchentlich bzw. Tag für Tag Tausende von Reha-PatientInnen in Psychosomatischen Kliniken in Gruppen zwangssozialisiert? Gemäß Bekanntgabe versch. (REHA)-Klinikträger gelte aktuell ein "generelles Besuchsverbot für Angehörige, Freunde und Bekannte" - aber hinter den Türen & Toren der Psychosomatikkliniken wird der potentiellen Weiterverbreitung des Virus kein Einhalt geboten?
Bekanntlich besteht die Therapie in Psychosomatischen Reha-Kliniken zu > 90 % in Gruppenangeboten? Würde Herr Spahn bzw. in NRW Herr Laschet konsequent sein, müssten (insbesondere psychosomatische) Reha-Kliniken ihren Betrieb umgehend runterfahren ... dagegen spricht das betriebswirtschaftliche Kalkül (bzw. das Profitinteresse) der Klinikträger ...
Aus medizinischen bzw. ethischen Gründen kann man nur dringend vor dem Antritt ein einer psychosomatischen Reha-Behandlung warnen - sie könnte Ihre Gesundheit nachhaltig gefährden!

Nachtrag: Natürlich ist man "nachher immer klüger", aber die Beiträge bis 02.03.20 sind durch eine erschreckende Naivität gekennzeichnet.

von
Siehe hier

Zitiert von: Doc
Ab heute gilt in NRW: "Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden demnach grundsätzlich verboten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen." - gleichzeitig werden wöchentlich bzw. Tag für Tag Tausende von Reha-PatientInnen in Psychosomatischen Kliniken in Gruppen zwangssozialisiert? Gemäß Bekanntgabe versch. (REHA)-Klinikträger gelte aktuell ein "generelles Besuchsverbot für Angehörige, Freunde und Bekannte" - aber hinter den Türen & Toren der Psychosomatikkliniken wird der potentiellen Weiterverbreitung des Virus kein Einhalt geboten?
Bekanntlich besteht die Therapie in Psychosomatischen Reha-Kliniken zu > 90 % in Gruppenangeboten? Würde Herr Spahn bzw. in NRW Herr Laschet konsequent sein, müssten (insbesondere psychosomatische) Reha-Kliniken ihren Betrieb umgehend runterfahren ... dagegen spricht das betriebswirtschaftliche Kalkül (bzw. das Profitinteresse) der Klinikträger ...
Aus medizinischen bzw. ethischen Gründen kann man nur dringend vor dem Antritt ein einer psychosomatischen Reha-Behandlung warnen - sie könnte Ihre Gesundheit nachhaltig gefährden!

Nachtrag: Natürlich ist man "nachher immer klüger", aber die Beiträge bis 02.03.20 sind durch eine erschreckende Naivität gekennzeichnet.

Hallo Doc,

wenn Sie die Nachrichten richtig verfolgen, gilt dieses, von Ihnen zitierte Verbot, nicht nur in NRW, sondern seit dem 22.03.2020 bundesweit. Und die Bundeskanzlerin hat dabei ausdrücklich betont, dass dies für ALLE eine neue Lage sei, und deshalb auch nur aufgrund von -wie wirkt sich eine Entscheidung aus - kurzfristig neu reagiert werden kann.
Und selbst wenn irgendwelche Kliniken aus betriebswirtschaftlichen Interessen - wie SIE meinen - bisher noch nicht geschlossen haben, dann ist auch für diese eine neue, bisher nicht dagewesene Lage.
Von bisher ALLEN Seiten wurde dargestellt, dass bei einer Absage medizinisch unter 'normalen' Umständen notwendigen Rehabilitation' kulante Lösungen gefunden werden. Es hilft hierbei sicher nicht, den einen oder anderen unbeliebten Politiker, aus welchem Bundesland auch immer, eine in der Diskussion gemachte Äußerung vorzuwerfen. Ebenso wie es hilft, die eine oder andere Indikation als minderwertig wichtig zu bewerten.
Es IST eine bisher noch nie dagewesene Lage. Und ALLE sind gefordert, entsprechend einer Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Virus geduldig und angemessen zu reagieren. Und auch den Entscheidungsträgern - wo bekomme ich Geld her wenn ich selbst absage - die Zeit zu lassen, auch DAS zu kommunizieren und in verbindliche, wenn auch zunächst vielleicht auf vorläufige Zeiten begrenzte, "Gesetzesentscheidungen" zu formulieren!
Es wir NIEMAND zwangssozialisiert!! Und NIEMAND wird im Moment gezwungen, die bewilligte Reha auch anzutreten! Alle dürfen im Moment den Antritt einer Reha ohne weitere Sanktionen 'verschieben'. Sie müssen allerdings, JA, die entsprechenden Leistungsträger (DRV/KK) informieren. Und sich bezüglich der Sicherung des Lebensunterhaltes an die entsprechenden alternativen Stellen wenden (Krankenkassen, Arbeitsamt, Jobcenter...)
Und wenn SIE etwas sinnvolles beitragen vollen, zu dieser Situation, dann hören SIE auf, Missstände zu kritisieren, sondern den Fragestellern hier Wege aufzuzeigen, die helfen könn(t)en.

Bleiben Sie gesund!!

von
Siehe hier

Zitiert von: Doc
Ab heute gilt in NRW: "Ansammlungen von mehr als zwei Personen werden demnach grundsätzlich verboten. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen." - gleichzeitig werden wöchentlich bzw. Tag für Tag Tausende von Reha-PatientInnen in Psychosomatischen Kliniken in Gruppen zwangssozialisiert? Gemäß Bekanntgabe versch. (REHA)-Klinikträger gelte aktuell ein "generelles Besuchsverbot für Angehörige, Freunde und Bekannte" - aber hinter den Türen & Toren der Psychosomatikkliniken wird der potentiellen Weiterverbreitung des Virus kein Einhalt geboten?
Bekanntlich besteht die Therapie in Psychosomatischen Reha-Kliniken zu > 90 % in Gruppenangeboten? Würde Herr Spahn bzw. in NRW Herr Laschet konsequent sein, müssten (insbesondere psychosomatische) Reha-Kliniken ihren Betrieb umgehend runterfahren ... dagegen spricht das betriebswirtschaftliche Kalkül (bzw. das Profitinteresse) der Klinikträger ...
Aus medizinischen bzw. ethischen Gründen kann man nur dringend vor dem Antritt ein einer psychosomatischen Reha-Behandlung warnen - sie könnte Ihre Gesundheit nachhaltig gefährden!

Nachtrag: Natürlich ist man "nachher immer klüger", aber die Beiträge bis 02.03.20 sind durch eine erschreckende Naivität gekennzeichnet.

Hallo Doc,

wenn Sie die Nachrichten richtig verfolgen, gilt dieses, von Ihnen zitierte Verbot, nicht nur in NRW, sondern seit dem 22.03.2020 bundesweit. Und die Bundeskanzlerin hat dabei ausdrücklich betont, dass dies für ALLE eine neue Lage sei, und deshalb auch nur aufgrund von -wie wirkt sich eine Entscheidung aus - kurzfristig neu reagiert werden kann.
Und selbst wenn irgendwelche Kliniken aus betriebswirtschaftlichen Interessen - wie SIE meinen - bisher noch nicht geschlossen haben, dann ist auch für diese eine neue, bisher nicht dagewesene Lage.
Von bisher ALLEN Seiten wurde dargestellt, dass bei einer Absage medizinisch unter 'normalen' Umständen notwendigen Rehabilitation' kulante Lösungen gefunden werden. Es hilft hierbei sicher nicht, den einen oder anderen unbeliebten Politiker, aus welchem Bundesland auch immer, eine in der Diskussion gemachte Äußerung vorzuwerfen. Ebenso wie es hilft, die eine oder andere Indikation als minderwertig wichtig zu bewerten.
Es IST eine bisher noch nie dagewesene Lage. Und ALLE sind gefordert, entsprechend einer Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Virus geduldig und angemessen zu reagieren. Und auch den Entscheidungsträgern - wo bekomme ich Geld her wenn ich selbst absage - die Zeit zu lassen, auch DAS zu kommunizieren und in verbindliche, wenn auch zunächst vielleicht auf vorläufige Zeiten begrenzte, "Gesetzesentscheidungen" zu formulieren!
Es wir NIEMAND zwangssozialisiert!! Und NIEMAND wird im Moment gezwungen, die bewilligte Reha auch anzutreten! Alle dürfen im Moment den Antritt einer Reha ohne weitere Sanktionen 'verschieben'. Sie müssen allerdings, JA, die entsprechenden Leistungsträger (DRV/KK) informieren. Und sich bezüglich der Sicherung des Lebensunterhaltes an die entsprechenden alternativen Stellen wenden (Krankenkassen, Arbeitsamt, Jobcenter...)
Und wenn SIE etwas sinnvolles beitragen vollen, zu dieser Situation, dann hören SIE auf, Missstände zu kritisieren, sondern den Fragestellern hier Wege aufzuzeigen, die helfen könn(t)en.

Bleiben Sie gesund!!