Reha ärztl. Unterlagen

von
Arabella

Hallo,
kurz zum Hergang: Wurde von der KK aufgefordet einen Reha Antrag (med. stationär) bei der DRV zu stellen.
DRV bewilligte und ich wurde als Eilpatient am 28.12.12 von der Reha- Einrichtung zum 09.01.2012 einbestellt. Alles sehr kurzfristig, eine Verlegung des Termins sei nicht möglich.
Im Schreiben der Einrichtung werde ich aufgefordert Kopien von einigen ärtlichen Unterlagen,
Befunde, Röntgenbilder, Laborwerte mit zu bringen.
Das Problem: Mein Hausarzt hat Urlaub bis 11.01.2013, mein Facharzt hat Urlaub bis zum 6. und wird mir keinen Termin gegen. An den ist selbst in Eilfällen schwer ran zu kommen.
Da ich nebenbei noch das Jobcenter aufsuchen muss, sowie die KK und die Stelle der DRV, wird es mir nicht möglich sein die geforderten Unterlagen in die Reha mit zu bringen.

Wäre es der Reha- Einrichtung nicht zumutbar sich die nötigen Unterlagen selbst bei meinen Ärzten zu beschaffen? Gibt es keine festgelgte Vorlaufzeit, die es mir ermöglichte erforderliche Unterlagen zu besorgen. Wenn ich nun dort anreise stehe ich ohne alles da?

Vielen Dank

von
Clarki

Nehmen Sie halt dann das an ärztlichen Unterlagen mit was Sie haben. Es ist nicht notwendig nun tagesaktuell und komplett alle Unterlagen in der Klnik vortzulegen oder selbige extra bei den Ärzten vorher noch anzufordern. Von der Klinik werden natürlich bei ihren Ärzten keine Unterlagen angefordert. Da hat diei Klnik nichts mit am Hut. Ist auch zeitlich gar nicht machbar. Ausserdem hat die Klnik von der RV bereits Unterlagen/Infos über ihre gesundheitliche Baustelle(n). Alles andere soll ja gerade dort in der Klinik dann ganz aktuell festgestellt und überprüft werden.

von
Anita

Zitiert von: Arabella

mein Facharzt hat Urlaub bis zum 6. und wird mir keinen Termin gegen. An den ist selbst in Eilfällen schwer ran zu kommen.

Dazu brauchen Sie keinen Termin. Wenn Sie es bei der Anmeldung anrufen, wird die Helferin die Sachen nach Absprache mit dem Arzt vorbereiten zum Abholen.

von
Nix

Die Rehaklinik hat ja schon von der DRV das aktuelle Gutachten vorliegen. Dieses ist ja schon von Ihrem Arzt ausgefüllt worden.
Sie brauchen keine weiteren Unterlagen.
Die Ihnen vorliegende Einladung zum Antritt der Reha ist ein Formschreiben. Dieser Text steht bei allen so drauf.
Fahren Sie einfach hin. Es wird Ihnen nichts passieren.
Ein frohes neues Jahr 2013!
Nix

Experten-Antwort

Hallo Arabella,

ich kann mich nur den Ausführungen von Nix anschließen.

von
Arabella

Na, nun bin ich beruhigt.
Vielen Dank für die Antworten und ein schönes, gesundes und glückliches neues Jahr.

von
Anna

Bei mir war es letztes Jahr ähnlich. Die Vorlaufzeit war so knapp, dass ich in der Zeit weder einen Arzttermin, noch einen Frisörtermin bekam oder andere notwendige Vorbereitungen treffen konnte. Selbst der Hermes-Gepäckservice konnte den Anreise-Tag nicht mehr realisieren. Mich hat dieser Druck sehr aufgeregt - ich rief bei der KK an und schilderte die Situation. Die KK regelte dann sofort die Absage des Termins ohne irgendwelche Probleme.
Wenn die KK zur Reha auffordert, dann hat sie ja das Dispositionsrecht und kann eine Berentung veranlassen. Daher muss jede Absprache bezügl. Reha auch über die KK laufen. Natürlich möchte die KK so schnell wie möglich kein KG mehr zahlen müssen - daher Eilantrag. Das heisst aber nicht, dass man unmögliche Erwartungen erfüllen muss. Der KK-Sachbearbeiter war sehr verständnisvoll und freundlich in der Situation. Von der Rehaklinik fand ich die so unsensible Vorgehensweise unmöglich!! Diese habe ich dann auch in der Folgezeit nicht mehr akzeptiert, denn es war ja offensichtlich, dass man da entweder nicht mitdenkt oder die Leistungsfähigkeit unrealistisch einschätzt.
Einfach bei der KK anrufen und drüber reden wenn der Termin nicht passt. Man soll sich ja entspannen und möglichst erholen.

Viel Erfolg und gute Besserung!!

von
Arabella

Hallo Anna,
auch bei mir gibt es viele Ungereimtheiten.
Ich stand im Sept und bis zum 04.10 im Krankengeldbezug. Ab 5.10 bezog ich ALG II.
Erst danach wurde ich von der KK aufgefordert Reha Antrag zu stellen.

Am 5.12 habe ich den Antrag abgeschickt. Am 23.12 kam der Bewilligungsbescheid.
Am 28.12 rief ich in der Reha Klinik an um zu erfahren wann es los geht.

Ich erhielt folgende Auskunft: Da Sie ja noch Krankengeld beziehen hat Sie die KK als Eilpatient gemeldet und ich muss am 09.01 kommen, der Termin sei nicht verschiebbar.
Ich bemerkte dazu dass ich seit dem 4.10 kein Krankengeld beziehe sondern im ALG II Bezug stehe, wurde jedoch ignoriert.
So weit, so gut.
Nun rief ich gestern bei der örtlichen DRV an da ich Fragen bezüglich Ausfüllen des G510 Übergangsgeld hatte. Mir wurde erkärt dass ich mich nicht weiter drum kümmern müsse, das macht die DRV und das Jobcenter unter sich aus. Weiterhin wurde mir mitgeteilt, das mir das Jobcenter für die Zeit des Reha- Aufenthalts Geld vom Regelsatz abziehen würde da ich ja weniger Essen bzw. Heizung und Stromverbrauch hätte.
Nach meiner Recherche scheint diese Info auch falsch zu sein, denn das Bundessozialgericht hat da anders entscheiden (B 14 AS 22/07 R) und soweit ich weiß ziehen die Jobcenter seither nichts mehr ab. Auch da werde ich gleich versuchen einen Termin in der Leistungsabteilung zu bekommen um mich Rückzuversichern.

Nun erhielt ich von der Reha Klinik ein Schreiben wieder mit vielen Fragen.
Am Ende steht jedoch das mein Hausarzt mir auf dem Schrieb bestätigen soll dass ich Kur- und Reisefähig bin. Mit Stempel und Unterschrift.
Also muss ich einen Vertretungsarzt aufsuchen.
Das alles natürlich mit dem Hinweis meiner Mitwirkungspflkicht nach §60 SGB I.
Nur gut das ich noch einigermaßen laufen kann.

von
Schröders

Statt dankbar zu sein, das eine Reha genehmigt wurde wird nur das negative gesucht und in den Vordergrund gestellt. Das verstehe wer will. Manche meinen wohl es geht bei einer Reha um eine Art Urlaub wo man sich was wünschen kann.

von
Anna

Hallo Schröders,

bitte pauschalisieren Sie aber nicht - ich tue das auch nicht!
Eine Reha kann sicherlich viel Gutes bewirken.
Allerdings werden auch Rehas zwangsverordnet und fachärztliche Atteste über Rehaunfähigkeit ignoriert. Das entscheidet irgend ein DRV-Arzt am Schreibtich mit einem einzigen Satzfragment ohne den Patienten zu sehen, zu sprechen oder mit den behandelnden Ärzten zu kommunizieren.
Dass der Patient Schaden nimmt wird in Kauf genommen.
Der Rehaklinik ist es dann sogar angenehm wenn ein Patient der kaum krabbeln kann da seine 4 Wochen abliegt.
Schliesslich fordert so ein Patient ja nicht ständig mehr Therapien (wie die meisten Anderen) und die Verpflegungskosten sind geringer wenn der Betreffende es nicht immer in den Speisesaal schafft!
@Arabella
Ihnen empfehle ich das Forum:
http://www.krank-ohne-rente.de
Sie werden dort viele wichtige Infos finden.
Für das Ausfüllen der Fragebögen sollten Sie wissen, dass die ärztliche Schweigepflicht im Falle einer Reha den Schutz Ihrer persönlichsten und intimsten Daten nicht gewährleistet. Im Rehabericht erscheint auch das was Sie nicht für die Öffentlichkeit gedacht hatten!!!
Je weniger Angaben sie in den Fragebögen machen umso mehr müssen sich die Ärzte dort mit Ihnen beschäftigen!! Denn dann können sie die Infos für den Bericht nicht einfach abschreiben - sie müssen sie selbst erheben!!

Dem Vertretungsarzt sollten Sie Ihre Einschränkungen mitteilen und darauf bestehen, dass er diese auch notiert!
Wenn Sie den Termin aktuell nicht für günstig halten und erst mit dem Hausarzt Rücksprache halten möchten könnten Sie auch den Arzt bitten die Rehafähigkeit nicht zu bestätigen und auf die Vertretungssituation und aufs Datum des Urlaubsendes hinzuweisen!!

Mit den Eilanträgen werden Belegungslöcher gestopft - eine ausgelastete Klinik bringt mehr Geld - es geht sicher nicht darum Ihnen Gutes zu tun. (dazu wäre ja bereits einige Monaten Zeit gewesen!!)
Lassen Sie sich nicht verunsichern!! Auch wenn Die Sachbearbeiter es uns gerne anders suggerieren - sämtliche Persönlichkeitsrechte kann uns DRV, Jobcenter und KK nicht nehmen!!

Viel Kraft weiterhin für Sie!

von
Arabella

Hallo Anna,
nun Sie bauen mich sehr auf und geben mir hier gute Tipps. Da es meine erste Reha ist und ich bisher mich nie damit beschäftigen musste , von vielen Erzählungen Positives aber auch total Negatives hörte bin ich für jede Unterstützung dankbar.
Zu Schröders:
Warum ich für die Reha dankbar sein muss ist mir allerdings schleierhaft da ich ja noch nicht einmal weiß, was da auf mich zu kommt. Das kann ich erst danach beurteilen.

von
Anna

wenn ich noch aufbauen kann, dann tröstet mich das doch über mein frisches Rentendasein und den erlebten Behördenterror etwas hinweg!
Wenn Sie sich im Forum "krank-ohne-Rente" anmelden werden sie noch mehr aufbauende Zuwendung erhalten! Und wenn Sie mögen können wir uns dann auch weniger öffentlich austauschen! Wenn also eine arabella sich neu anmeldet werde ich Sie begrüßen!

Beste Sonntagswünsche!
LG