Reha als Rentner durch DRV Bund

von
bechti

Guten Tag zusammen,
mir wurde mitgeteilt, dass gem. § 11 (2) SGB VI eine Reha/AHB durch die DRV Bund möglich ist, falls 24 Monate zuvor Beitragszahlungen geleistet wurden. Dort heisst es : "Für Leistungen....und zur medizinischen Rehabilitation haben Versicherte die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen auch erfüllt, die
1. in den letzten 2 Jahren vor Antragstellung sechs Monate mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben,
2. ….
3. ….
...wenn sie allgemeine Wartezeit erfüllt haben.
Dies trifft doch eigentlich für viele Neurentner zu. Verstehe ich das richtig, dass bis zu 2 Jahren nach Renteneintritt die DRV BUnd als Kostenträger zuständig sein kann?
Herzlichen Dank für die Hilfe im Voraus

von
Berater

Halt. Nicht alles falsch interpretieren. Für Altersrentner ist die Rentenversicherung nur bei Krebsleiden zuständig, sonst die Krankenkasse.
Lesen Sie besser § 12 Abs. 1 Nr. 2 SGB VI und Ihre Frage dürfte beantwortet sein.
Man darf eben nicht nur einen Bruchteil der Gesetzgebung lesen und dies dann auch noch falsch auslegen.

von
bechti

Vielen Dank zunächst erstmal. Der 12 -er ist mir bekannt, ich bin nur verunsichert, weil diese Aussage im Rahmen eines DRV- Beratungstermins so getätigt wurde.

von
bechti

Gibt es einen Unterschied zwischen der Leistung zur Teilhabe (§ 12 (1) SGB VI) und Leistungen zur Prävention und medizinischen Rehabilitation? (§ 11 (2) SGB VI)

von
W°lfgang

Zitiert von: bechti
(...)Dies trifft doch eigentlich für viele Neurentner zu. Verstehe ich das richtig, dass bis zu 2 Jahren nach Renteneintritt die DRV BUnd als Kostenträger zuständig sein kann?

Hallo bechti,

viele EM-Neurentner haben bereits die allgemeine Wartezeit (180 Monate) erfüllt und müssen nicht auf 'ausweichende' Voraussetzungen bauen, dazu Zitat aus dem Merkblatt zum Reha-Antrag:

" 3.1.3 Versicherungsrechtliche Voraussetzungen
Leistungen zur medizinischen Rehabilitation können wir für Sie erbringen, wenn Sie bei Antragstellung
- die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben oder
- in den letzten 2 Jahren vor Antragstellung 6 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben (der Zeitraum von 2 Jahren verlängert sich um Anrechnungszeiten wegen des Bezuges von Arbeitslosengeld II) oder
- innerhalb von 2 Jahren nach Beendigung einer Ausbildung eine versicherte Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit aufgenommen und bis zum Antrag ausgeübt haben oder nach einer solchen Beschäftigung oder Tätigkeit bis zum Antrag arbeitsunfähig oder arbeitslos gewesen sind oder
- bereits vermindert erwerbsfähig sind oder dieses in absehbarer Zeit zu erwarten ist und Sie die allgemeine
Wartezeit von 5 Jahren erfüllt haben oder diese als erfüllt gilt.

Beziehen Sie Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, erfüllen Sie immer die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen für Leistungen zur medizinischen Rehabilitation. Dies gilt auch, wenn Sie Anspruch auf große Witwenrente oder Witwerrente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit haben."

Hier nachzulesen:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/G0103.html

Die DRV bleibt auch nach 2 Jahren noch als erstrangiger Träger für Reha-Maßnahmen zuständig/selbst wenn die EM-Rente schon 35 Jahre läuft. Ob ein Reha-Antrag gegenüber der DRV Erfolgsaussichten hat (im Sinne der Vorgaben für das Reha-Ziel), ist damit nicht gesagt ...beachten Sie dazu Ziff. 3.1.2 (Persönliche Voraussetzungen).

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo, Bechti,

wir verweisen auf die bereits von Berater und W°lfgang getätigten Aussagen. Dem wollen wir nichts mehr hinzufügen.