Reha-Antrag trotz lfd. Widerspruchsverfahren

von
Manu

Hallo,
kann ich trotz lfd. Widerspruchsverfahren (wg. EM-Rente) eine erneute Reha beantragen?

Das Vefahren kann sich schließlich noch ewig hinziehen und die Reha habe ich nötig. Da dauert es ja auch oft noch monatelang, bis diese angetreten werden kann (Bearbeitungszeit DRV und freier Platz in der Reha-Klinik.

Danke für Antworten.

Gruß Manu

von
User

Ja, können Sie.

von
Schade

Jeden Antrag kann man immer stellen.

Besprechen Sie das mit den Ärzten.

Eine Reha beantragt man dann über die DRV, wenn das Ziel ist, dass dadurch die Erwerbsfähigkeit verbessert werden kann und man nach der Reha vielleicht wieder arbeiten kann.

Ziel eines Rentenantrages oder Ihres Widerspruchs ist es die Rente zu bekommen, weil Sie nicht mehr arbeiten können.

Ob Sie sich mit gleichzeitigem Rehaantrag und Widerspruch gegen die Rentenablehnung widersprechen und was wirklich Ihr Ziel ist, müssen Sie selbst wissen.

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

Die beiden Dinge schließen sich nicht aus!

von
Resultant

Aber die RV wird doch in einem laufenden Widerspruchsverfahren wegen einer EM-Rente keine Reha genehmigen wenn gerade die Frage der EM geklärt wird. Das ist doch widersinnig.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Manu,

ja, dies können Sie grundsätzlich tun. Inwieweit dieser neue Antrag mit Ihrem bereits laufenden Widerspruchsverfahren vereinbar ist, kann ich von hier aus nicht beurteilen. Im Zweifel sollten Sie sich hierzu individuell beraten lassen.

von
Manu

Scheinbar scheinen hier die Meinungen und „Weisheiten“ über den Sinn einer Rehabilitation weit auszueinander zu liegen.

Eine medizinische Rehabilitation ist berechtigt, wenn die Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist und wenn sie durch diese Leistung wesentlich gebessert oder wiederhergestellt werden kann - aber auch dann, wenn hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann! Auch die Frage nach einer Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit ist zu stellen, wenn diese Leistungen nicht bewilligt werden. Es geht also nicht immer nur ums Geld, was mir hier unterschwellig unterstellt wird.

Es gibt auch noch Menschen, die trotz Einschränkungen noch gerne arbeiten und sei es nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Das nennt man dann Wunsch nach „Teilhabe am (Arbeits)leben“.

Besten Dank für alle Antworten.

Manu

von
Jockel

- aber auch dann, wenn hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann! Auch die Frage nach einer Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit ist zu stellen, wenn diese Leistungen nicht bewilligt werden.
...das ist dann aber Sache der Krankenkasse und nicht der DRV.
Da Sie sich im im WS-Verfahren befinden, hält man Sie bei der DRV offenbar nicht für soooo krank, als dass Sie erwerbsgemindert wären (ich spekuliere nur !).
Warten Sie doch erstmal das WS-verfahren ab, vielleicht bietet man Ihnen auch im Rahmen des Widerspruchverfahrens eine Reha an ?!

von
Manu

Jockel, sind Sie sicher, dass die KK für mich zuständig ist?

Ich arbeite als Minijobberin im Aufstockungsverfahren und bin somit einem „vollwertigen“ Arbeitnehmer gleichgestellt.

Soviel ich weiß, ist die Minijobzentrale bzw. die DRV solange für mich zuständig, bis mich mein Arbeitgeber abmeldet??!!!

freundliche Grüße

von
Jockel

...Nein, sicher bin ich nicht.
Nur ist es so (und das habe einige Forenschreiber auch versucht zu erklären), dass Sie sich klar sein müssen, was Sie wollen.
Wenn Sie- wie Sie in Ihrem vorletzten Beitrag schreiben- eine Reha zur weiteren Verschlimmerung der Krankheit wollen bzw. zur Abwendung einer Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit, eben dann hat die DRv eher kein Interesse, eine Reha zu bewilligen.
Das tut sie nur dann, wenn sie eine Möglichkeit sieht, Sie als Beitragszahler zu behalten.
So hört bzw. liest sich Ihr vorletzter Beitrag aber nicht.
Dementgegen steht der (ablehnende ?) Rentenbescheid.
Mit den von Ihnen gegebenen Informationen könne Sie m.E. keine detailliertere Auskunft erwarten.

von
Manu

Zitiert von: Jockel

Das tut sie nur dann, wenn sie eine Möglichkeit sieht, Sie als Beitragszahler zu behalten.

Wir reden aneinander vorbei.

Die Reha soll bei mir bewirken, dass ich auch weiterin im Rahmen meiner Möglichkeiten arbeiten kann (Minijob).
Mein AG entrichtet die 15 % und ich stocke die restlichen 3,9 % als Eigenanteil auch weiterhin auf., so behält mich die Minijobzentrale sehr wohl weiterhin als Beitragszahler. Jetzt verstanden?

Klar, dass ich zusätzlich die Erwerbsminderungsrente beantrage, schließlich steht mir diese ja auch zu! Sie können sich aber beruhigen - es ist nur ein geringer Betrag, der mir zustünde.

freundliche Grüße

von
Schade

Ja, wir reden aneinander vorbei - und Sie scheinen die Problematik nicht zu verstehen oder nicht verstehen zu wollen.

Wenn Sie unbedingt meinen, dann beantragen Sie doch die Reha und führen Ihr Widerspruchsverfahren fort.

Wundern Sie sich aber nicht, wenn das alles noch länger dauert als ohnehin.

Denn woher soll die DRV denn wissen, was Sie genau wollen?
Rente, weil nichts mehr geht, aber dann gibts von der DRV keine Reha....
Oder Reha, weil Sie sich eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erhoffen und keine Rente brauchen?

Wenn die Reha "nur" ihre Gesundheit erhalten soll, oder eine Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit verhindern soll und das Restleistungsvermögen erhalten soll (um maximal noch einen Minijob zu machen), dann wird die DRV nicht zuständig für die Reha sein.
Dann ist allerhöchstens Ihre Krankenkasse für eine Reha zuständig.

von
Manu

Zitiert von: Schade

Ja, wir reden aneinander vorbei - und Sie scheinen die Problematik nicht zu verstehen oder nicht verstehen zu wollen.

Wenn Sie unbedingt meinen, dann beantragen Sie doch die Reha und führen Ihr Widerspruchsverfahren fort.

Wundern Sie sich aber nicht, wenn das alles noch länger dauert als ohnehin.

Denn woher soll die DRV denn wissen, was Sie genau wollen?
Rente, weil nichts mehr geht, aber dann gibts von der DRV keine Reha....
Oder Reha, weil Sie sich eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erhoffen und keine Rente brauchen?

Wenn die Reha "nur" ihre Gesundheit erhalten soll, oder eine Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit verhindern soll und das Restleistungsvermögen erhalten soll (um maximal noch einen Minijob zu machen), dann wird die DRV nicht zuständig für die Reha sein.
Dann ist allerhöchstens Ihre Krankenkasse für eine Reha zuständig.

Mir wird das ganze Hin und Her zu unverschämt.

Sie scheinen noch nie etwas von Erwerbs m i n d e r u n g s rente gehört zu haben.

Die erhält man nicht, wenn NICHTS geht, sondern wenn nur noch unter 3 Std. möglich sind.

von
Schade

Sie haben Recht und wir unsere Ruhe - machen Sie einfach was Sie wollen.

von
Manu

Zitiert von: Schade

Sie haben Recht und wir unsere Ruhe - machen Sie einfach was Sie wollen.

"Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum und keine Bühne für politische Meinungsäußerungen - vor allem dann nicht, wenn andere Teilnehmer des Forums beleidigt werden."

Schade, Schade!

Ihnen alles Gute.

von
Schade

Ihnen auch alles Gute.

Allerdings lege ich wert festzustellen, dass Sie von keinem der Teilnehmer in einem der Beiträge beleidigt worden sind. Das kann man zumindest vom Wortlaut der Antworten an keiner Stelle herauslesen. Es wird lediglich bezweifelt, dass die Wege, die Sie gehen optimal sind.

von
Resultant

Zitiert von: Manu

Jockel, sind Sie sicher, dass die KK für mich zuständig ist?

Ich arbeite als Minijobberin im Aufstockungsverfahren und bin somit einem „vollwertigen“ Arbeitnehmer gleichgestellt.

Soviel ich weiß, ist die Minijobzentrale bzw. die DRV solange für mich zuständig, bis mich mein Arbeitgeber abmeldet??!!!

freundliche Grüße

Sie sollten sich mal entdscheidne was Sie eigentlich wollen. Reha oder Rente ? Was soll die RV denken wenn Sie beides gleichzeitig beantragen ??

Natürlich kann auch im Widerspruchsverfahren - auch ohne Rehantrag ihrerseits ! - jetzt rauskommen das man Sie erstmal zur Reha schickt , unter anderem auch um dort dann ihre Erwerbsfähigkeit klären zu lassen. Aber letztlich müssen Sie wenn sie eine Rente haben wollen nichts anderes der RV dann auch imemr im Verfahren zu erkenenn geben. Ein Rehaantrag wäre dann nicht hilfreich...

von
Rose

Zitiert von: Manu

Zitiert von: Schade

Ja, wir reden aneinander vorbei - und Sie scheinen die Problematik nicht zu verstehen oder nicht verstehen zu wollen.

Wenn Sie unbedingt meinen, dann beantragen Sie doch die Reha und führen Ihr Widerspruchsverfahren fort.

Wundern Sie sich aber nicht, wenn das alles noch länger dauert als ohnehin.

Denn woher soll die DRV denn wissen, was Sie genau wollen?
Rente, weil nichts mehr geht, aber dann gibts von der DRV keine Reha....
Oder Reha, weil Sie sich eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit erhoffen und keine Rente brauchen?

Wenn die Reha "nur" ihre Gesundheit erhalten soll, oder eine Verschlimmerung der Pflegebedürftigkeit verhindern soll und das Restleistungsvermögen erhalten soll (um maximal noch einen Minijob zu machen), dann wird die DRV nicht zuständig für die Reha sein.
Dann ist allerhöchstens Ihre Krankenkasse für eine Reha zuständig.

Mir wird das ganze Hin und Her zu unverschämt.

Sie scheinen noch nie etwas von Erwerbs m i n d e r u n g s rente gehört zu haben.

Die erhält man nicht, wenn NICHTS geht, sondern wenn nur noch unter 3 Std. möglich sind.

Sie haben wirklich nichts gelernt aus den Beiträgen und nicht verstanden um was es geht. Beantragen könenn Sie natürlich immer und jederzeit beides. Aber ob das sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt. In ihrem Fall ist es das nicht, da bereits ein Widerspruchsverfahren läuft - , weil es zumidnest das ganze Verfahren verzögert und eine Anlehnung des Widerspruches wegen der abgelehnten EM-Rente wahrscheinlicher macht. Wareten Sie doch das Widerspruchsverfahren erstmal ab und dann können Sie doch je nach Ausgang immer noch eine Reha beantragen. Wird die Rente aber abgelehnt weil man Sie nicht für EM hält, wird sicher auch eine Reha abgelehnt. Wozu sollte die RV die Reha bezahlen wenn Sie nicht nötig ist, da Sie ja in ihrer Erwerbsfähigkeit weder aktuell dann lt. Meinung der RV gemindert sind, noch selbige in Kürze bevorsteht ???

von
=//=

Sie entrichten zwar durch die Aufstockung einen vollwertigen PFLICHT-Beitrag, aber Minijob bleibt trotzdem Minijob.

Kein Rentenversicherungsträger wird Sie in Reha schicken, damit Sie Ihren Mini-Job weiterhin ausüben können. Denn Sie dürfen ja auch als EM-Rentner mit einer vollen Rente (also unter 3 Stunden tgl.) einen Mini-Job ausüben.

Eine med. Reha ist dafür da, dass der Rehabilitant nach Abschluß MÖGLICHST wieder vollschichtig, also mehr als 6 Stunden täglich, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt oder in seinem Beruf arbeiten kann.

Aus Erfahrung weiß ich, dass es nicht so gut ankommt, wenn neben dem anhängigen Widerspruchs- oder Klageverfahren ein Reha-Antrag gestellt wird. Das bringt ziemlich viel Unruhe in das ganze Verfahren, weil einerseits eine Rente angestrebt wird, andererseits eine Reha, um die Erwerbsfähigkeit zu verbessern. Manchmal wird in Widerspruchs- oder Klageverfahren tatsächlich eine Reha angeregt. Ich an Ihrer Stelle würde dies abwarten.

Sollte das Widerspruchsverfahren negativ verbeschieden werden, sollten Sie eine Reha beantragen (sofern nicht schon darauf hingewiesen wird, dass eine Maßnahme durchgeführt werden soll!).

Das ist meiner Meinung nach der beste Weg. Aber das müssen Sie entscheiden.

von
Manu

Vielen Dank für alle Antworten, besonders an
=//=

freundliche Grüße