Reha-Antrag und Einschränkung des Gestaltungsrecht

von
Hase71

Hallo zusammen,
seit Mitte Februar 2019 bin ich aufgrund der Erst-Diagnose MS krank geschrieben.
Einen Antrag auf stationäre Reha habe ich Ende April bei der DRV gestellt, dieser befindet sich noch in Bearbeitung.
Jetzt erhalte ich von Seiten der KK ein Schreiben, "Antrag auf mediz. Rehabilitation bei der DRV" Einschränkung des Gestaltungsrechts.
Zudem habe ich einen GdB 50 Merkmal G seitens des Versorgungsamtes zugesprochen bekommen.

Ich möchte nach der Reha wieder voll arbeiten gehen, das ist mein Ziel welches ich durch die Reha zusätzlich umsetzen möchte bzw. erlangen möchte.

Wie kann ich jetzt gegenüber der KK dies in einem Widerspruch geltend machen? Denn mir liegt es fern überhaupt einen Rentenanspruch in Anspruch zu nehmen.

von
KSC

Was versprechen Sie sich von so einem Widerspruch?

Wenn Sie nach der Reha wieder arbeiten können, ist doch alles egal.

Und wenn nicht, dann läuft es wohl so oder so auf die Rente hinaus. Ob da dann wichtig ist wann Sie die Rente beantragen?

Möglicherweise viel Gedöhns um gar nichts.

von
Hase71

Meine Frage ging dahin,dass mir die KK mitteilt,das ich Widerspruch einlegen sollte innerhalb von vier Wochen.
Ich hatte bisher noch nie mit solchen Dingen zu tun und daher möchte ich auch nicht versäumen hier falsch zu handeln. Zudem mir sehr viel daran liegt wieder arbeiten zu können.
Also ein guter Rat oder Hinweise wie man damit umgeht wären hier von Vorteil.

von
k-o-r

Zitiert von: Hase71
Meine Frage ging dahin,dass mir die KK mitteilt,das ich Widerspruch einlegen sollte innerhalb von vier Wochen.
Ich hatte bisher noch nie mit solchen Dingen zu tun und daher möchte ich auch nicht versäumen hier falsch zu handeln. Zudem mir sehr viel daran liegt wieder arbeiten zu können.
Also ein guter Rat oder Hinweise wie man damit umgeht wären hier von Vorteil.

Wenn die ganze Planung auf "wieder voll arbeiten" ausgelegt ist und die medizinischen Gründe nicht dagegen sprechen, und sprechen werden, dann gibt es keinen Grund gegen das von der KK zu widersprechen.

Individuell gesehen würde das dann nur Sinn machen, wenn das Thema "Erwerbsminderungsrente" jetzt schon im Raum stehen könnte und es hier zu Nachteilen kommen könnte.

Aber wenn die Reha sowieso ein Ziel ist, welches auch sofort angegangen wird, dann bringt ein Widerspruch auch nichts.

H.

Experten-Antwort

Hallo Hase71,

zunächst ist offen, ob Ihr Reha-Antrag überhaupt als Rentenantrag umgedeutet wird. Das ist nur der Fall, wenn Sie tatsächlich (und nicht nur vorübergehend)vermindert erwerbsfähig sind - also die Rentenversicherung dies feststellt.
Sollten Sie nach der Reha wieder voll arbeiten gehen, dürfte kein Anlass für eine Verrentung bestehen - die Angelegenheit wäre dann für Sie erledigt.

Es bleibt Ihnen unbenommen, der Aufforderung der Krankenkasse zu widersprechen, um eine Rücknahme der Einschränkung des Gestaltungsrechts zu erreichen.