Reha beginnt nach Krankengeldbezugsende

von
Carolin

Hallo und Guten Tag,

ich bin längere Zeit arbeitsunfähig und habe nun Bescheid bekommen, dass Mitte Dezember der Bezug von Krankengeld ausläuft.

Eine 6-wöchige medizinische Rehamaßnahme in einer namentlich benannten Klinik wurde mir im Juni 2009 von der Dt. Rentenversicherung bewilligt. Diese Reha kann ich wegen
der Wartezeit auf einen freien Platz dort aber vermutlich erst im Januar oder Februar 2010 antreten.

Mein Arbeitsverhältnis ist nicht gekündigt, und ich habe einen GdB von 50%.

Ggfs. besteht Anspruch auf ALG 1, das werde ich mit der ARGE versuchen zu klären.

1. Besteht für die Zeit der Reha-Maßnahme ein Anspruch auf Übergangsgeld durch die
Dt. Rentenversicherung ?

2. Wovon ggfs. berechnet sich die - vom Krankengeld oder dem letzten Arbeitsentgelt vor der AU ?

3. Muss ich eine Zuzahlung leisten ?

Vielen Dank für Infos !
MfG Carolin

von
Jupp

Zuzahlungsbefreiung in der Rentenversicherung :

Wer Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch nimmt, hat zu stationären Leistungen zur medizinischen Rehabilitation eine Zuzahlung zu leisten.

Die Zuzahlung beträgt höchstens 10 Euro für jeden Tag der stationären Leistungen und muss für längstens 42 Tage im Kalenderjahr geleistet werden.

Bei stationären Heilbehandlungen im unmittelbaren Anschluss an eine Krankenhausbehandlung (Anschlussrehabilitation) fällt die Zuzahlung jedoch längstens für 14 Tage innerhalb eines Kalenderjahres an.

Bei mehreren stationären Leistungen innerhalb eines Kalenderjahres sind alle Tage der Zuzahlung an den Rentenversicherungsträger und an die Krankenkassen zu berücksichtigen und gegebenenfalls anzurechnen.

Sie müssen nichts zuzahlen, wenn Sie

•bei der Antragstellung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben,
•Übergangsgeld erhalten, sofern Sie nicht neben dem Übergangsgeld zusätzlich Erwerbseinkommen beziehen,
Arbeitslosengeld II, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Leistungen zur Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung nach dem Zwölften Buch des Sozialgesetzbuches erhalten,
•kein Erwerbseinkommen oder Erwerbsersatzeinkommen (z.B. Krankengeld, Arbeitslosengeld, Rente, Pension) erhalten.
Bei ambulanten (auch ganztägigen) Rehabilitationsleistungen, Rehabilitationsleistungen für Kinder und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben besteht keine Zuzahlungspflicht.

Unter bestimmten Umständen kann von der Zuzahlung vollständig oder teilweise abgesehen werden, wenn die Zuzahlung eine unzumutbare Belastung für Sie wäre. Diese Befreiung ist nur auf Antrag möglich.

Berechnung des Übergangsgeldes :

Als Arbeitnehmer haben Sie grundsätzlich für die Zeit der Durchführung der Reha einen Entgeltfortzahlungsanspruch, der im allgemeinen 6 Wochen beträgt. Ist der Anspruch wegen gleichartiger Vorerkrankung ganz oder teilweise verbraucht, so können Sie vom Rentenversicherungsträger Übergangsgeld für die Zeit der Teilnahme an der Rehabilitation erhalten, wenn Sie vor deren Beginn oder einer vorhergehenden Arbeitsunfähigkeit Arbeitseinkünfte erzielt und Rentenversicherungsbeiträge gezahlt haben.

Auch wenn Sie arbeitsunfähig sind oder zum Beispiel Arbeitslosengeld beziehen, können Sie ein Übergangsgeld erhalten, wenn Sie zuvor rentenversicherungspflichtig waren.

Das Übergangsgeld beträgt für Versicherte ohne Kind 68 Prozent des letzten Nettoarbeitsentgelts, mit einem Kind mit Kindergeldanspruch 75 Prozent.

Sind Sie selbständig tätig, so wird das Übergangsgeld nicht aus dem letzten Nettoarbeitsentgelt, sondern aus 80 Prozent des der Beitragsentrichtung im letzten Kalenderjahr zugrunde liegenden Einkommens berechnet.

Erhalten Sie während des Bezuges von Übergangsgeld Arbeitsentgelt oder erzielen Sie Arbeitseinkommen, so werden unter bestimmten Voraussetzungen diese Einkünfte auf das Übergangsgeld angerechnet.

Bei Arbeitslosigkeit wird im Allgemeinen das Übergangsgeld in Höhe der zuvor bezogenen Geldleistung gezahlt.

Experten-Antwort

Ich schließe mich dem Beitrag von Jupp an und bitte Sie zur genauen Klärung der Sachverhalte um Rücksprache bei der Sachbearbeitung Ihres Rentenversicherungsträgers.