Reha -Chaos

von
Ilios

Guten morgen,
ich benötige bitte einen Rat.
Folgendes ist bisher geschehen:
Aufgrund einer psychischen Erkrankung, habe ich mich entschieden eine Reha zu beantragen.
Im Antrag habe ich eine Wunschklinik,(Klinik A) welche 100% zu meinem Krankheitsbild passt und in der Nähe (30km) meiner Eltern ist (sie wohnen 470km weit weg)angegeben.
Die Reha wurde genehmigt, aber die Klinik wurde mit der Begründung abgelehnt, dass sie nicht dem Quallitätsstandard der Rentenversicherung entspricht.
Mir wurde eine andere Klinik zugewiesen.(Klinik B) (60km von meinen Eltern) und nicht ganz so optimal für mein Krankheitsbild.
Die Wunschklinik war sehr erstaunt über die Aussage der RV, konnte mir aber nicht wirklich helfen.
Da ich zur Zeit sehr angeschlagen bin, hatte ich auch keine Kraft, mich zu wehren.
Nachdem ich 4 Wochen nichts gehört hatte, habe ich Dienstag in der zugewiesenen Klinik B angerufen.
Dort teilte man mir mit, dass der Arzt meine Aufnahme abgelehnt hat und eine Reha in Heimatnähe empfohlen hat.
Ich würde von der RV Post bekommen.
Ich war fix und fertig. Meine Mutter hat mich am Telefon etwas aufgebaut und mir eine Zugfahrkarte gebucht, damit ich Weihnachten nicht alleine bin.
Gestern bekam ich Post von der RV.
Auf der 1. Seite steht, dass eine erneute medizinische Überprüfung ergeben hat, dass Klinik B nicht geeignet ist.
Auf der 2. Seite steht, dass man meine Wunschklinik (Klinik B) nicht genommen hat, da man mit dieser Klinik keinen Behandlungsvertrag hat.

Nun soll ich in Klinik C
200km von meinen Eltern entfernt und 270 km von meinem Heimatort entfernt.
Meine Ärztin hat extra geschrieben, dass ich während der Reha die Nähe zu meinen Eltern benötige.
Dazu kommt noch, dass auf der Homepage der Klinik C, mein Krankheitsbild gar nicht aufgeführt wird, nur allgemeine psychosomatische und Orthopädische Dinge.

Noch hat die Klinik C sich nicht gemeldet.

Was soll, kann ich jetzt machen ?
Muss ich da hin ?
In dem Schreiben steht auch, dass ich den Termin nicht verschieben kann.
Was mache ich, wenn die Klinik mich nun noch vor Weihnachten holt ?

Für eine Auskunft, wie ich mich jetzt verhalten soll, wäre ich sehr dankbar.

LG Ilios

von

Nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Arzt und Ihrem Rententräger auf und schildern Sie wie hier die Situation. In diesem Forum wird man Ihnen nicht konkret helfen können, da nur Ihre Ärzte und die Entscheider bei Ihrem Rententräger die Situation beurteilen können.

Experten-Antwort

Hallo Ilios,

Die Rentenversicherung teilt Ihnen in einem Bescheid mit, welche Art von Reha Sie bekommen, in welcher Reha-Einrichtung sie stattfindet und wie lange sie dauern wird. Den genauen Termin, wann es losgeht, bekommen Sie unaufgefordert von der Reha-Einrichtung mitgeteilt.

Bei der Auswahl der Reha-Leistungen und einer geeigneten Einrichtung berücksichtigen wir Ihre Wünsche. Voraussetzung dafür ist, dass das Reha-Ziel dort mit der gleichen Wirkung und mindestens ebenso wirtschaftlich erreicht werden kann wie in einer Einrichtung, die Ihr Rentenversicherungsträger ausgewählt hat.

Sollten Sie mit der Entscheidung ihres Rentenversicherungsträgers nicht einverstanden sein, können sie innerhalb eines Monats Widerspruch erheben mit einer entsprechenden Begründung.

Die Deutsche Rentenversicherung erbringt Leistungen zur medizinischen Rehabilitation in eigenen Rehabilitationskliniken und Vertragskliniken.

Wie schon von „Hä“ geschrieben wurde, empfiehlt es sich, sich mit dem Sachbearbeiter Ihres Rentenversicherungsträgers direkt in Verbindung zu setzen und Ihre Situation zu schildern.

von
Ilios

Danke erstmal für die Antworten.
Sie beantworten aber nicht meine Fragen.
Und die Dame am Telefon der RV weiß auch nicht, was diese unterschiedlichen Angaben im Schreiben zu bedeuten haben.
Ich soll auf den Brief der Klinik warten.

Was ich zum Teil nachvollziehen kann, ist die Ablehnung meiner Wunschklinik. (A)
Aber dann weist die RV mir eine Klinik (B) zu, ich akzeptiere diese, weil sie auch noch in erreichbarer Nähe meiner Eltern ist und erfahre 4 Wochen später auf Nachfrage in der Klinik (B), dass der dortige Arzt eine Reha in heimatnähe empfiehlt und mich nicht aufnehmen will.
Wie kommt er dazu ?
Meine Ärztin, die mich ja besser kennt, hat expliziet eine Reha in der Nähe meiner Eltern empfohlen.

Dann schreibt mir die RV, das sie mit der Klinik (B),
wo sie mich selber angemeldet haben,
keinen Behandlungsvertrag hat ???
Im selben Schreiben wird dann behauptet, dass die Klinik nach erneuter medizinischer Prüfung nicht geeignet ist.
Wer hat da was geprüft ?

Welcher Grund stimmt denn nun ?
Die Klinik (B), wo der Arzt eine heimatnahe Reha für besser hält, ist 340 km von mir aus.
Die Klinik (C), wo ich jetzt hin soll, ist 270km vom Heimatort entfernt , sehr Heimatnah .......

Mir geht es auch ohne solche Spielchen schon schlecht genug.

Kann mir bitte wenigstens jemand sagen, ob ich ein paar Tage verschieben kann, falls die mich kurz vor Weihnachten einbestellen ?

von

Zitiert von: Ilios
Danke erstmal für die Antworten.
Sie beantworten aber nicht meine Fragen.
Und die Dame am Telefon der RV weiß auch nicht, was diese unterschiedlichen Angaben im Schreiben zu bedeuten haben.
Ich soll auf den Brief der Klinik warten.

Was ich zum Teil nachvollziehen kann, ist die Ablehnung meiner Wunschklinik. (A)
Aber dann weist die RV mir eine Klinik (B) zu, ich akzeptiere diese, weil sie auch noch in erreichbarer Nähe meiner Eltern ist und erfahre 4 Wochen später auf Nachfrage in der Klinik (B), dass der dortige Arzt eine Reha in heimatnähe empfiehlt und mich nicht aufnehmen will.
Wie kommt er dazu ?
Meine Ärztin, die mich ja besser kennt, hat expliziet eine Reha in der Nähe meiner Eltern empfohlen.

Dann schreibt mir die RV, das sie mit der Klinik (B),
wo sie mich selber angemeldet haben,
keinen Behandlungsvertrag hat ???
Im selben Schreiben wird dann behauptet, dass die Klinik nach erneuter medizinischer Prüfung nicht geeignet ist.
Wer hat da was geprüft ?

Welcher Grund stimmt denn nun ?
Die Klinik (B), wo der Arzt eine heimatnahe Reha für besser hält, ist 340 km von mir aus.
Die Klinik (C), wo ich jetzt hin soll, ist 270km vom Heimatort entfernt , sehr Heimatnah .......

Mir geht es auch ohne solche Spielchen schon schlecht genug.

Kann mir bitte wenigstens jemand sagen, ob ich ein paar Tage verschieben kann, falls die mich kurz vor Weihnachten einbestellen ?

Sie erwarten Antworten, die ein Forum logischerweise nicht beantworten kann. Sollte es für Sie ein zeitliches Problem mit der Reha geben, stimmen Sie dies mit der Rehaklinik ab und/oder lassen Sie sich von Ihrem Arzt bescheinigen, dass ein entsprechender Zeitraum für Sie aus medizinischer Sicht nicht befürwortet wird.
Sie müssen schon selber aktiv werden. Eine Musterlösung werden Sie hier nicht erhalten.
Letztendlich müssen Sie auch für sich abwägen, wie wichtig für Sie die Reha ist, wenn Sie diese ablehnen.

Experten-Antwort

Eine Verschiebung des Aufnahmetermins ist grundsätzlich möglich.

Der Bewilligungsbescheid an sich hat eine Gültigkeit von 6 Monaten.

Da zwischen Einladungsschreiben und Antritt meist nur ein kurzer Zeitraum liegt, sollten Sie sich ggf. schriftlich an Ihren Träger wenden.

von
Rhe

Zitiert von: Ilios

Mir geht es auch ohne solche Spielchen schon schlecht genug.

Kann mir bitte wenigstens jemand sagen, ob ich ein paar Tage verschieben kann, falls die mich kurz vor Weihnachten einbestellen ?

Sie haben ja schon einige Antworten erhalten, insbesondere das es wohl hier schwer klärbar ist.

Sollte es Ihnen aber durch dieses durcheinander so schlecht gehen, sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt. Er muss sowieso die Rehafähigkeit vor Antritt bescheinigen und wenn diese nicht gegeben ist, dann sollten Sie diese Reha auch nicht antreten.