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Reha-Entlassbericht

von
Marie

Während meines Reha-Aufenthaltes teilte man mir im Abschlussgespräch die sozialmedizinische Einschätzung mit, dass u.a. der derzeitige Arbeitsplatz nicht mehr leidensgerecht ist.
Der entgültige Entlassbericht folgte dieser Einschätzung im Text unter Punkt "Psychotherapheutischer Verlauf", dort steht ebenfalls "derzeitiger Arbeitsplatz nicht mehr leidensgerecht".
Allerdings, und das ist es, was für mich nicht nachvollziebar ist, steht in der Sozialmedzinischen Epikrise des gleichen Entlassberichtes, daß der derzeitige Arbeitsplatz weiterhin über 6 Stunden ausgeführt werden kann. Was denn nun?

Die Tatsache einer doch so widersprüchlichen Aussage (und der damit verbundenen weitgreifenden Auswirkungen, persönlich, gesundheitlich und beruflich) bedürfen meines Erachtens einer dringenden Klärung. Was kann ich tun?
Danke im Voraus

von
virtual doc

Geschätze Marie,

vmtl. können Sie Ihren derzeitgen Arbeitsplatz aus psychischen Gründen (z.B. Mobbing oder gescheitere Beziehung zum Chef etc.) nicht mehr wahrnehmen. Dennoch wären Sie aber in der Lage die an einem solchen Platz geforderte Leistung sehr wohl zu erbringen - also: Ihre bisherige Tätigkeit können Sie sehr wohl ausüben, nur nicht unter den derzeit gebotenen Umständen des bestehenden Beschäftigungsverhältnisses.

Insofern sehe ich keinen Widerspruch in der Einschätzung Ihrer Leistungsfähigkeit! (die rechte Frau am falschen Platz!)

von
Marie

Danke für Ihre Meinungsäußerung virtual doc. Ich kann den Arbeitsplatz aus körperlichen Gründen nicht mehr ausüben. Deswegen verstehe ich die unterschiedlichen Äußerungen nicht und hoffe, dass mir jemand sagen kann, wie ich eine Klärung der Aussagen des Entlassberichtes veranlassen kann - meines Erachtens ist dort einfach "geschlampt" worden.

Experten-Antwort

Stellen Sie einen Antrag, dass man Ihnen die widersprüchlichen Aussagen des Entlassungsberichtes erläutert, oder versuchen Sie es diesbezüglich über Ihren Arzt.

von
Marie

Frage an Experten
Bei wem soll ich einen Antrag stellen? Beim DRV oder der Reha Klinik?
Danke

von
Marie

Danke
Wo stelle ich den Antrag auf Klärung der Aussagen? Beim DRV oder bei der Reha-Klinik? Danke.

von
pauli

Ich würde die Rehaklinik anschreiben, mit Kopie an die DRV, und auch das Abschlussgespräch erwähnen.
Schlampige Berichte kenne ich auch, selbst und von Bekannten.

Man könnte den Widerspruch höchstens so interpretieren, dass es zwar &#34;derzeit&#34; nicht geht, längerfristig aber schon wieder.

Experten-Antwort

Bei der DRV, die haben die RehaAkte.

von
Corletto

Persönlich sehe ich in ihrem Rehabericht keine widersprüchlichen Aussagen.

Sie scheinen die Aussaagen
fehlerhaft/falsch und nur aus der Sicht des Betroffenen zu interpretieren.

Ihr DERZEITIGER Arbeitsplatz ist zwar nicht ( mehr ) leidensgerecht, könnte jedoch
( mit ensprechenden Veränderungen ) weiterhin mehr 6 Stunden von ihnen ausgeführt werden.

Außerdem bezieht sich die Aussage nur und auschließlich auf ihren DERZEITIGEN Arbeitsplatz und nicht auf den allgemeinen Arbeitsmarkt/ihren Beruf an sich und damit auf ihre Erwerbsfähigkeit.

Das heisst natürlich auch, das an einem anderen Arbeitsplatz der ihrem Leiden entspricht volle Erwerbsfähigkeit ( über 6 Stunden ) vorliegt.

Sehe insofern keine Einschränkung ihrer Erwerbsfähigkeit - wenn denn der Arbeitsplatz leidensgerecht
verändert wird.

Was mich allerdings wundert ist, das in der sozial-medizinischen Schlußbewertung nicht auf ihre Erwerbsfähigkeit an sich und scheinbar nur auf ihren derzeitigen Arbeitsplatz eingegangen wird.

Eigentlich kann ich mir dies nicht vorstellen und damit wäre der Bericht zumindest nicht vollständig.

von
Marie

Hallo Corletto,
im Entlassbericht steht Restleistungsfähigkeit für den allgemeinen Arbeitsmarkt 3 unter 6 Stunden mit weiteren Einschränkungen, aber derzeitiger Arbeitplatz nicht mehr leidensgerecht - nach erfolgtem Abgleich des Anforderungsprofils mit meinem persönlichen Fähigkeitsprofil (ist so üblich). Demzufolge ist nicht nachvollziehbar, dass dann in der Epikrise steht, derzeitiger Arbeitplatz leidensgerecht. P.S: Interpretationsspielraum ist m. E. hier nicht subjektiv und die Aussagen sollten schon allein aufgrund meiner beruflichen Zukunft abgeklärt werden.
trotzdem danke

von
Marie

danke Pauli,
habe Reha-Einrichtung schon angeschrieben - keine Reaktion bekommen. Dafür wurde mein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben mittlerweile abgelehnt, weil die DRV natürlich nur gelesen hat, dass ich weiterhin auf meinem derzeitigen Arbeitplatz tätig sein kann (und nichtin den Bericht geguckt haben, wo ganz was anderes steht) - habe widersprochen. - Mal schauen. Wenn die Bearbeitugszeiten nur nicht immer so lange wären.

von
???

Wenn Sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch 3 - 6 Stunden ensatzfähig sind, besteht meiner Meinung nach Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (wenn die Verssicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind). Unter Umständen könnte sogar volle Erwerbsminderung vorliegen. Die Ablehnung von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben wäre dann logisch - es sei denn Sie wolen in eine WfbM.

von
Marie

Hallo ???
die Leistung zur Teilhabe wurde abgelehnt mit der Begündung, dass keine verminderte Erwerbsfähigkeit vorliegt. Deswegen habe ich ja den Zoff, weil im Entlassbericht 2 widersprüchliche Aussagen z meiner Leistungsfähigkeit getroffen worden sind

von
wüßte ich auch gern

sowas ähnliches ist bei mir auch.
hab mir auch schon gedanken gemacht, wie ich das klären soll. man ist so machtlos.