Reha-Entlassungsbericht fehlerhaft

von
R.T.

Guten Tag! Ich wende mich zum ersten mal an dieses Forum, denn ich bin mit den Nerven fix und fertig. Ich war vor einigen Wochen zur medizinischen Reha und ich bin über die Vorgehensweisen des Hauses massiv verärgert. Im Entlassungsbericht wurden einige Dinge einfach nicht erwähnt und gesichterte Diagnosen verharmlost bzw. in Frage gestellt. Die sozialmedizinische Epikrise hat mich total erschüttert. Obwohl ich der Ärztin im Aufnahmegespräch gesagt habe, dass ich psychisch kum belastbar bin und alle bisherigen Vollzeitarbeitsversuche gescheitert sind, schreibt sie, dass ich ohne wesentliche Einschränkungen weiterhin für 6 Stunden und mehr im bisherigen Beruf belastbar bin. Dann hat die Ärztin auch noch angegeben, dass dies mit der Selbsteinschätzung der Patientin übereinstimmt. Als ich das gelesen habe sind meine Depressionen noch schlimmer geworden. Warum werden einem so viele Steine in den Weg gelegt? Ich bin erst 29 Jahre alt, habe schon unzählige Arbeitsversuche in Vollzeit gestartet, habe schon zwei Umschulungen angefangen. Ich halte nichts durch. Ich bin drei Tage nach Entlassung aus der Rehaklinik mit einem erneuten akuten Entzündungsschub ins Krankenhaus gekommen. Aber angeblich bin ich ja topfit und zu 100 % belastbar. Ich bin so verzweifelt, dass ich schon mit dem Gedanken gespielt habe Rente zu beantragen. Aber wenn solche Unwahrheiten in dem Rehabericht stehen und die ganzen Tatsachen verdreht wurden, wie soll ich da Rente beantragen? Die wird doch dann sowieso gleich abgelehnt aufgrund der sozialmedizinischen Epikrise im Bericht.

von
Volker

Wenn Sie der Meinung sind, das der Rehabericht Fehler, Versäumnisse , Ungereimtheiten enthält oder unvollständig ist , sollten Sie diese SOFORT gegenüber der Rentenversicherung u n d der Rehaklinik schriftlich klarstellen !

Sie können auch von der Rehaklinik verlangen, das der Bericht geändert bzw. neu erstellt wird. Ob die Klinik natürlich ihrem Wunsche nachkommt ist eine ganz andere Sache und obliegt alleine der Entscheidung der Klinik. Dies hängt natürlich in erster Linie davon ab, ob die Ärzte auch ihrer Einschätzung bzw. ihren Einwendungen folgen oder eben nicht und auf ihrer Meinung beharren. Dann können Sie nichts machen...

Das man als Patient aber sehr häufig eine andere Wahrnehmung hinsichtlich der Schwere der eigenen Erkrankungen und damit auch der Erwerbsfähigkeit hat als die Rehaärzte , liegt natürlich in der Natur der Sache. Viele Leute schätzen sich selbst als EM ein, obwohl sie es wirklich mal neutral betrachtet gar nicht sind. Insofern ist es als Außenstehender schwer zu sagen wo in ihrem Falle z.b. die Wahrheit liegt...

Wenn Sie selbst nicht weiterkommen und dadurch jetzt erheblich Nachteile befürchten ( z.b. im Zusammenhang mit einem EM-Antrag ) , empfehle ich ihnen dringend eine Beratung / Vertretung durch einen Sozialverband wie dem VdK oder dem SovD. Auch ein Fachwanwalt für Sozailrecht wäre für diese Dinge der richtige Ansprechpartner.

Grundsätzlich ist mir allerdings nicht klar was Sie überhaupt begehren. Wollen Sie den überhaupt einen EM-Antrag stellen ?

von
R.T.

Hallo Volker! Vielen Dank erstmal für Deine Nachricht. Nach Möglichkeit möchte ich es erstmal mit einem Teilzeitjob versuchen. Vielleicht schaffe ich es mit vier Stunden pro Tag. Ich würde es auf jeden Fall gern ausprobieren. Leider bin ich gesundheitlich sehr beeinträchtigt. Ich will gern arbeiten, aber wer mit 29 Jahren schon drei Krankheiten an der Backe hat und pro Tag 13 Tabletten schlucken muss, der kann meines Erachtens nicht so leistungsfähig sein wie ein gesunder Mensch mit 29 Jahren. Ich habe wirklich viel probiert, aber ich kann nervlich und körperlich nicht mehr. Die Rente käme für mich als letzte Option in Frage.

von
Volker

Wenn Sie sich nur max. eine halbtags Beschäftigung zutrauen wäre ja die teilweise EM-Rente genau das richtig für Sie. Dann hätten Sie zumindest eine halbe Rente , wären finanziell ein wenig abgesichert und könnten noch entsprechend der Hinzuverdienstgrenze dann halbtags dazuverdienen.

An ihrer Stelle würde ich einfach jetzt einen EM-Antrag stellen. Das Rehaergebnis dürfen Sie auch nicht überbewerten und die RV muss dem ja auch nicht unbedingt immer folgen ( und damit eine EM-Rente bei ihnen ablehnen ) , obgleich sie es natürlich oft tut.

Stellen Sie doch einfach mal den EM-Antrag und Sie werden dann sehen ob und was dabei herauskommt. Falls eine Ablehnung kommt würde ich dann auch in den Widerspruch gehen .Natürlich nur mit Hilfe eiens Fachanwaltes oder eines Sozialverbandes.

Gerade im Widerspruchsverfahren werden auch noch viele EM-Renten dann genehmigt. Man darf halt da NIE aufgeben und muss immer am Ball bleiben.

Alles Gute und viel Erfolg.

von
Vendetta

Zitiert von: R.T.

Guten Tag! Ich wende mich zum ersten mal an dieses Forum, denn ich bin mit den Nerven fix und fertig. Ich war vor einigen Wochen zur medizinischen Reha und ich bin über die Vorgehensweisen des Hauses massiv verärgert. Im Entlassungsbericht wurden einige Dinge einfach nicht erwähnt und gesichterte Diagnosen verharmlost bzw. in Frage gestellt. Die sozialmedizinische Epikrise hat mich total erschüttert. Obwohl ich der Ärztin im Aufnahmegespräch gesagt habe, dass ich psychisch kum belastbar bin und alle bisherigen Vollzeitarbeitsversuche gescheitert sind, schreibt sie, dass ich ohne wesentliche Einschränkungen weiterhin für 6 Stunden und mehr im bisherigen Beruf belastbar bin. Dann hat die Ärztin auch noch angegeben, dass dies mit der Selbsteinschätzung der Patientin übereinstimmt. Als ich das gelesen habe sind meine Depressionen noch schlimmer geworden. Warum werden einem so viele Steine in den Weg gelegt? Ich bin erst 29 Jahre alt, habe schon unzählige Arbeitsversuche in Vollzeit gestartet, habe schon zwei Umschulungen angefangen. Ich halte nichts durch. Ich bin drei Tage nach Entlassung aus der Rehaklinik mit einem erneuten akuten Entzündungsschub ins Krankenhaus gekommen. Aber angeblich bin ich ja topfit und zu 100 % belastbar. Ich bin so verzweifelt, dass ich schon mit dem Gedanken gespielt habe Rente zu beantragen. Aber wenn solche Unwahrheiten in dem Rehabericht stehen und die ganzen Tatsachen verdreht wurden, wie soll ich da Rente beantragen? Die wird doch dann sowieso gleich abgelehnt aufgrund der sozialmedizinischen Epikrise im Bericht.

Solche Briefe bezw.Telefn.haben wir am Tag minimum 10.Das stimmt alles nicht Im Entlassbericht.Ich kann keine 6 Stunden und mehr arbeiten.Ich bin kaputt ich kann nicht mehr.Das hatte der Arzt beim Abschlussgespräch aber ganz anders zitiert.Da war nicht von sofortiger Arbeitsfähigkeit die Rede.Und so gehst dann weiter.Jeder 3.ist nach der Reha eigentlich vollerwerbsgemindert.Und müsste Rente bekommen.Mein Nachbar bekommt auch Rente und ist nicht so krank wie ich. Das ist ungerecht!Dazu kommt dann:Mein Arzt hat aber gesagt....Wenn man diesen Kunden dann sagt was sie an Rente bekommen würden wenn es so wäre dan iss die Ernüchterung gross.Aber die Ausländer denen steckt man es hinten und vorne in den Arsch.So.Damit verbringen wir dann einen Teil unseres Tages.Was willst du denen sagen?Wenn man dann Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben prüfen lässt kommt dabei heraus:Kann weiter im alten Job arbeiten.Oder Vermittlung eines neuen Jobs oder Umsetzung im alten Betrieb.Lach mich weg.Die KUnden sind zwischen 40 und 55 Jahre alt.Wer will die denn?Krank sind sie noch dazu.Die bekommen einen Bescheid den sie sich auch aufs Klo hängen können.R.T.ist ein typischer Vertreter der Gattung Kunden die meine mit Rente wäre alles gut.Lieber Volker was soll der mit 29 Jahren für eine Rente denn bekommen?Und wie hoch wird die Rente dann sein?R.T. ist doch wie die Millionen anderen Kunden auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verweisbar.Das heisst:Nix gibts!Ab zur ARGE in die Schlange.

von
Spezi

an Vendetta

in Ihrer Antwort fehlt eigentlich nur noch die Beleidigung "Du Faulenzer". Sie kennen die Fragestellerin nicht und maß sich an hier pauschale Stammtischparolen runterzuleiern. EINFACH WIDERLICH!!!

von
Dito

Zitiert von: Spezi

an Vendetta

in Ihrer Antwort fehlt eigentlich nur noch die Beleidigung "Du Faulenzer". Sie kennen die Fragestellerin nicht und maß sich an hier pauschale Stammtischparolen runterzuleiern. EINFACH WIDERLICH!!!

Dito, lieber user "Spezi"! Da scheint sich ein schwer gefrusteter Mitarbeiter der DRV in dieses schöne Forum verirrt zu haben...na denne, heben wir alle einen Uzzo -oder doch lieber en lekker Kölsch- auf sein Wohl!

von
Hans

Hallo
Ihre Erfahrungen Decken sich mit meinen!
In den 2 Gesprächen mit der Ärztin war immer wieder die Aussage zu hören, wenn ich einen Bericht ihrer Gesundheitslage entsprechend Verfassen würde dann wäre das nicht meiner kariere dienlich.
Und beim Belastungs EKG hatte die Dicke Bedienstete nachgeholfen in dem Sie auf meine Knie drückte um noch den letzten Rest an WATTS raus zu Hohlen! Sie sagte sie sind ja noch viel zu Jung, um schon in Rente zu gehen (ich bin 55 Jahre alt und habe 40 Jahre ohne Unterbrechung gearbeitet).
PS: So was ist auch Gutachten Betrug.
Und noch was Persönliches Berufssoldaten, Berufsfeuerwehrleute, u.s.w gehen zwischen 48 und 54 Jahren in Altersrente, und Lehrer Beamte und andere im ÖD werden schon mit 35 Jahren aus Gesundheitsgründen aus Fürsorge Pflichts Gründen dauerhaft beurlaubt, nur die echten Malocher sollen bis zum Ende arbeiten? Nee,nee ich unterstütze jeden der Früher in Rente will.

von
R.T.

Hallo Hans! Vielen Dank für Ihre Antwort. Ja anscheinend ist das von den Rehakliniken so eine Masche. Mein Vertrauen zu Reha-Ärzten und zur DRV ist komplett zerstört. Tatsachen werden in den Entlassungsberichten verschwiegen oder völlig anders dargelegt. Denen ist es doch völlig egal, ob und wie es für den Patienten beruflich weitergeht. Hauptsache die Klinik steht durch den Bericht gut da. Lieber Hans, nochmal danke für die aufbauenden Worte. Ich wünsche Ihnen alles Gute.

von
Vendetta

Zitiert von: Spezi

an Vendetta

in Ihrer Antwort fehlt eigentlich nur noch die Beleidigung "Du Faulenzer". Sie kennen die Fragestellerin nicht und maß sich an hier pauschale Stammtischparolen runterzuleiern. EINFACH WIDERLICH!!!

Sie scheinen wohl gar nix verstanden zuhaben? Lesen Sie doch mal langsam Zeile für Zeile.Keiner redet hier von Faulenzern und Drückebergern usw.Was Sie da lesen ist der Alltag in der Reha der DRV sowieso.Wissen Sie wie es ist,wenn ein Kunde anruft un fragt was er jetzt mit dem Bescheid über Leistungen zur Teilhabe am Arbeitselben anfangen soll?Wenn sein Betreib für eine innerbetriebliche Umsetzung zu klein ist?Wenn er aus Altersgründen mit Gesundheitlicheneinschränkungen gar keine Möglichkeiten mehr hat um in Arbeit zukommen?Wer will einen 50 jähriegen mit Bandscheibevorfall denn einstellen?Als Pförtner? Ja klar diese Jobs liegen ja wie Sand am Meer rum.Sie haben doch gar keine Ahnung was sich da abspielt bei einer Beratung des Kunden der meint jetzt geht es wieder für ihn aufwärts.Wenn schon gesunde Facharbeiter ab 40 bald tod am Arbeitsmarkt sind.Wer will da einen mit gesundheitlichen Einschränkungen und dann noch eventuell mit Schwerbehindrung einstellen?Sie blubbern nur rum und wissen nichts.

von Experte/in Experten-Antwort

Natürlich können Sie sich, wie bereits von Volker erwähnt, mit der Rehaklink auseinandersetzen und eine Änderung verlangen. Auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente können Sie stellen. Ob Ihr Antrag Aussicht auf Erfolg hat, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. In Ihrer Renteninformation finden Sie jedoch die ungefähre Höhe der vollen Erwerbsminderungsrente, die Sie zu erwarten hätten. Die teilweise Erwerbsminderungsrente entspricht den halben Betrag. Ggf. mindert sich die Rente, wenn Sie während des Bezuges hinzuverdienen.

von
R.T.

Ganz herzlichen Dank für Ihre Experten-Antwort. Ich habe direkt nach Abschluss der Reha einen Beschwerdebrief sowohl zur Klinikleitung der Rehaklinik als auch zur DRV geschickt. Zu dem Zeitpunkt lag aber der endgültige Entlassungsbericht noch nicht vor. Der Beschwerdebrief beinhaltete einige Punkte, die während meiner Rehamaßnahme schief gelaufen sind und die mich massiv verärgert haben. Die Klinikleitung hat mir eine Stellungnahme zukommen lassen, die allerdings sehr ernüchternd ausfiehl. Deshalb sehe ich es als zwecklos an, die Klinik nochmals wegen einer Änderung des Entlassungsberichtes zu kontaktieren. Ich befürchte, dass sich die DRV zu 100 % auf den Reha-Entlassungsbericht berufen wird, wenn ich Erwerbsminderungsrente beantrage. Die sagen doch dann bestimmt: "Hier steht aber, dass Sie in Ihrem Beruf ohne wesentliche Einschränkungen für 6 Stunden und mehr belastbar sind." Deshalb lehnen wir Ihren Rentenantrag ab." Begrüßt es die DRV eigentlich, wenn Reha-Patienten sich über eine schiefgelaufene Kur bzw. einen fehlerhaften Entlassungsbericht beschweren? Oder landet sowas sofort im Papierkorb? Wäre für mich ganz hilfreich zu wissen. Vielen Dank.

von Experte/in Experten-Antwort

Ich kann natürlich nicht für die Arbeitsweise eines jeden Mitarbeiters garantieren. Aber berechtigte Kritik landet bei uns nicht im Papierkorb.
Klar ist, es wird sich nichts ändern, wenn Probleme nicht angesprochen werden.