Reha-Entlassungsbericht G820

von
Tom

In den Erläuterungen zum Reha-Entlassungsbericht, die mir in der Reha-Einrichtung (G820) ausgehändigt wurden, steht:

"Der weiter behandelnde Arzt kann aus dem Entlassungsbericht unter andrem das Rehabilitationsziel, die letzte Medikation und die therapeutischen Leistungen während der Rehabilitation entnehmen. Gleichzeitig erhält er Vorschläge für nachfolgende Maßnahmen. Diese Informationen sind für Ihre Nachbehandlung wichtig. Sie sollen dazu dienen, den während der Rehabilitation erzielten Behandlungserfolg zu festigen.

Nun hab ich mir den Bericht am Tag der Entlassung für meine behandelnden Ärzte gleich aushändigen lassen, da ja die Post unzuverlässig ist und solch wichtige Angaben ja gleich gebraucht werden.

Sehr erstaunt war ich, dass die Ärzte nach dem Bericht gar nicht gefragt haben und ihn auch nicht erhielten.

Ist wohl völlig unwichtig, was da drin steht, wenn die behandelnden Ärzte den nicht brauchten.

Stellt sich nur noch die Frage, wozu die DRV den doch offensichtlich unwichtigen Bericht mit all den Angaben braucht, die bei mir per Fragebogen von der Reha-Einrichtung einschließlich Familienanamnese erfragt wurden.

Kann mir das hier jemand erklären?

von
Nix

Der Kostenträger DRV hat eine medizinische Leistung für Sie erbracht und muss natürlich wissen, ob diese bewilligte Leistung für Sie auch einen Nutzen hatte.
Ausserdem kann der Rentenversicherungsträger den Antrag auf medizinische Rehabilitation als Rentenantrag gelten lassen und die Gewährung einer Erwerbsminderungsrente prüfen, für den Fall, dass in dem Bericht drinsteht, dass Sie z.B. arbeitsunfähig für Ihren letzten Beruf entlassen worden sind.

Ausserdem:Sollten Sie später mal beim Versorungsamt einen Antrag auf Anerkennung von Schwerbehinderten-Prozenten stellen, dann fordert auch das Versorgungsamt DIESEN für Sie unwichtigen ENTLASSUNGSBERICHT an. Sollten Sie im Krankengeldbezug sein, so ist auch die Krankenkasse an Ihrer schnellen Genesung interessiert und hält sich auch an den Angaben im Entlassungsbericht.

Wenn Ihnen dann mal das Krankengeld eingestellt wird und Sie zu Hause "nichts mehr zu Essen haben", dann merken Sie schnell, wie wichtig dieser Entlassungsbericht ist.

Viele Grüsse
Nix

von
Tom

Meinen Sie nicht, daß es ausreichend ist, wenn der Träger bei mir anfragt, ob ich davon einen Nutzen hatte? Ich bin doch wohl derjenige, der am Besten beurteilen kann, ob die Reha gut oder schlecht war. Daten sind doch wohl vorrangig beim Betroffenen zu erheben, hab ich irgendwo mal gelesen.

Das mit der Umdeutung in einen Rentenantrag funktioniert nicht bei einer AHB bzw. AGM. Da sind Sie leider auf dem Holzweg, obwohl ich nach drei Wochen arbeitsunfähig entlassen wurde, wie die meisten anderen Mitpatienten auch. Wenn nach ner AHB bzw. AGM ne Zwangsverrentung nach Gusto des medizinischen Dienstes erfolgen könnte würde ich den Antrag nicht stellen.

Mit den Schwerbehindertenprozenten klappt das auch nicht, da man für nen simplen Knochenbruch, auch wenn der nur stark verzögert verheilt, nix kriegt. Für ein steifes Ellenbogengelenk gibt es bestenfalls 30 bis 50%.

Auch die Krankenkasse interessiert sich nicht für den Bericht. Die haben mir freundlicherweise gleich einen Auszahlungsschein fürs Krankengeld zugeschickt. Den unterschreibt dann der behandelnde Arzt nach eingehender Untersuchung.

So ganz nebenbei gesagt, wäre die Verweigerung des Krankengeldes zur Erlangung des Reha-Entlassungsberichtes eindeutig rechtswidrig, da die KK nur genau definierte Daten erheben dürfen. Ich glaube, dass Sie sich mal näher mit dem Tatbestand der Nötigung auseinandersetzen sollten. Ich glaube, dass der hier gegeben wäre.

Wozu braucht also die DRV den Bericht, den sonst niemand ganz offensichtlich braucht?

von
Renten-Fachmann

Wenn Sie sich selbst den Entlassungsbericht für Ihre behandelnden Ärzte haben aushändigen lassen, dann können die Ärzte den Bericht auch nur erhalten, wenn Sie ihn ihnen übergeben.
Bei persönlicher Übergabe an Sie erfolgt logischerweise keine postalische Übersendung an Ihre Ärzte. Und letzlich entscheiden allein Sie, welcher Arzt den Entlassungsbericht erhält. Vielleicht fragen die Ärzte deshalb nicht nach, weil sie davon ausgehen, "kommt kein Entlassungsbericht, dann will mir der Patient ihn auch nicht zur Kenntnis geben, und zwingen kann ich ihn nicht".

von
Tom

Versteh ich nicht, was Sie da meinen. Ich muß doch gleich zum Arzt nach der Reha. Oder soll der erst mit den weiteren Behandlungsverordnungen warten, bis der Bericht da ist?

Jedenfalls hat mir keiner der Ärzte gesagt, ich solle in ein paar Tagen wiederkommen, wenn der Bericht da sei. Und nach nem vorläufigen Arztbrief hat auch keiner gefragt.

Also sind die gar nicht an den 8 Seiten Bericht interessiert. Wär ich als Arzt auch nicht, denn da steht eigentlich nix Brauchbares drin.

von
Schade

Das sollten Sie doch Ihren Arzt fragen, warum der Bericht ihn nicht interessier.

von
Lol

1. Sollten Sie Papier nicht MEHR Priorität einräumen, als es innehat. Es ist PAPIER und das ist bekanntlich geduldig. ;-)

Aber im Ernst:
2. Was für Ärzte haben Sie eigentlich!? Meine Ärzte (2) wollten IMMER die Rehaberichte haben (war 2 mal weg) und haben mit mir gemeinsam den Inhalt durchgesprochen.

In Einem gebe ich Ihnen aber Recht: es war nichts dabei, was meine Ärzte oder ich selbst noch nicht gewusst hätten.

Und damit komme ich wieder zu Punkt 1. ;-)

von
Stefan

Eine Umdeutung des AHB-Antrags in einen Rentenantrag wäre auch möglich, denn ein AHB-Antrag ist nichts anderes als normaler Rehaantrag nur das Sie eine besondere Art der Durchführung gewählt haben.

Außerdem könnte der Bericht auch für die Prüfung ob Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in Frage kommen von Belang sein.

Und was meinen Sie woher soll ihr Arzt wissen, dass Sie den Rehabericht haben und er nicht zugeschickt wird ?
Vermutlich geht ihr Arzt davon aus, dass der Bericht per Post (die im übrigen nicht unzuverlässig ist) folgt.

von
Tom

Warum soll ich fragen? Entweder ist der Bericht wichtig, wie die DRV im Netz behauptet. Dann werden die Ärzte von sich aus nach dem Bericht fragen, oder er ist es nicht und dann kann man den Bericht wegen Unwichtigkeit in die Tonne treten.

Die Unwichtigkeit von vergangenen Behandlungen und den Berichten ergibt sich auch daraus, dass bei der Voruntersuchung zur nächsten OP wegen einer anderen Sache die OP-Berichte nicht interessieren.

Also frag ich doch mal die Experten hier, woraus die denn die Wichtigkeit der Reha-Entlassungsberichte ableiten. Bisher kein Nachweis der Wichtigkeit.!

von
Tom

Eine automatische Umdeutung ist nur möglich, wenn verminderte Erwerbsfähigkeit bei Antragstellung vorliegt. Was danach stattfindet ist allein Sache des Antragstellers. Wäre echt Klasse, wenn jemand wegen Mitwirkungsunterlassung ne Leistung erhielte.

Die anderen Leistungen müssen beantragt werden. Oder gilt inzwischen die Zwangsbeglückung durch Bürokraten in Deutschland. Ich weiß besser, was ich brauche, als der Bürokrat und der Gutachter der DRV, die nur nach Aktenlage entscheiden.

Wovon mein Arzt letztendlich ausgeht, weiß ich nicht. Was die Post - und dazu zählen insbesondere die "Neuen Privaten" betrifft, so haben nachweislich überforderte Postboten aus dem Billiglohnsektor jede Menge Post in Müllcontainern "entsorgt", so dass meine medizinischen Unterlagen von meinen behandelnden Ärzten nie mit der Post verschickt werden dürfen. Und das wissen die.

von
Tom

Offensichtlich habe ich bessere Ärzte, die nicht zum Abschreiben von Diagnosen etc. neigen.

Papier ist in der Tat geduldig, aber das was draufsteht kann mißbraucht werden.

von
SB DRV

Haben Sie nicht verstanden Tom?Der Entlassungsbericht ist für die DRV ein exentieller Statistischerwert.Desweiterenkann man dadurch auch sehen welche Krankheiten das deutsche Volk so hat.Und wie man die Leistungen verbessern kann bezw.könnte wenn man wollte.Die DRV lebt von Statistiken.Daran hängen Arbeitsplätze.Lassen Sie es doch einfach gut sein mit dem Bericht.Sie ändern eh nix dran.

von
Diskutierer

Der liebe Tom dikutiert nunmal gern,über alles und jeden.Das hat er während seines Studiums gelernt.

Erstmal über alles eine Dikusiion anfangen,grundsätzlich über ALLES.
Ob es Sinn macht,spielt überhaupt keine Rolle.Alles in Frage stellen.
Die eigene Meinugn ist die wichtigste, und auch die einzig richtige.

Also lassen wir Ihn doch einfach.

von
Ich, ich, ich, ich, ich

:-))) lediglich 18 mal das Wort "ICH",und das in 7 kurzen Beiträgen.Also eindeutiger geht ja gar nicht.Die arme Sachbearbeitung, die für diesen "ICH weiss alles besser-Meine Ärzte sind die BESTEN-Nur meine Meinung ist wichtig und richtig- zuständig ist.Herzliches Beileid.

Sowas wünscht man seinem ärgsten Feind nicht!!!

von
Tom

Scheint sich hier um ein Forum zu handeln, wo sich selbsternannte Psychoexperten tummeln, die meinen, dass Leute mit anderer Ansicht krank seien.

von
Tom

Klar, ein Arzt, der anderswo abschreiben muß, um ne Behandlung anordnen zu können, ist in der Tat Spitze.

Schon mal darüber nachgedacht, dass man die fachliche Qualifikation eines Arztes dadurch überprüfen kann, dass man ihm solche Berichte vorenthält und ihn erst mal wurschteln läßt?

Wie beurteilen Sie denn einen Arzt, der auf einer MRT-Bildserie des Kopfes einen 1,2 mal 1,8 cm großen Tumor nicht erkennt und einen HNO-Arzt, der unfähig ist auf den Bildern eine Sinusitis zu erkennen?

von
Tom

Ich habe das schon verstanden, nur sind das keine Gründe, um derart diffizile intime Persönlichkeitsprofile zu erstellen, wenn bereits das Speichern von "harmlosen" Verbindungsdaten von Mobiltelefonnutzern etc. unzulässig sind.

von
Psychater

...es hat niemand behauptet, das sie krank sind. Sie sind nur äußerst "ICH bezogen.Nur ein ganz klein wenig,also nur so bisschen.

:-)))

P.S: Sie haben natürlich mit ALLEM was sie sagen Recht.Alle anderen haben mit allem was sie sdagen Unrecht.

von
Tom

Vielleicht hat der liebe Tom in seinem bisherigen Leben die Erfahrung durch Studium und Praxis gemacht, dass derartige Institutionen die Daten mißbrauchen können.

Jedenfalls sind sie tatsächlich unwichtig, denn sonst hätte ja ein "Experte" der DRV die Wichtigkeit des Entlassungsberichtes hier herausgestellt.

Wird man wohl nicht können.

von
Diskutierer

"Tom in seinem bisherigen Leben die Erfahrung durch Studium "

Wie schon gesagt...DISKUTIEREN was das Zeug hält.Das ist schliesslich auch das allerwichtigste im Leben.Sehe ich doch genauso.

"Jedenfalls sind sie tatsächlich unwichtig, denn sonst hätte ja ein "Experte" der DRV die Wichtigkeit des Entlassungsberichtes hier herausgestellt.

Wird man wohl nicht können."

Da habenb wirs doch.SIE hatten schon wieder Recht. ( alles andere hätte mich auch STARK verwundert!!!!)