Reha Genehmigung ablehnen

von
Sandra

Hallo liebes Forum,

ich bin seit 2 Wochen im Krankengeld und hatte zu Beginn meiner Arbeitsunfähigkeit einen Rehaantrag gestellt. Dieser wurde auch genehmigt, da ich mich aber z.Zt. in meinem häuslichen Umfeld gut zurecht finde und hier Stabilität habe und mir ein 6 wöchiger psychosomatischer Kuraufenthalt nicht gut tuen würde, frage ich mich, was paasiert wenn ich die Reha absage und lieber weiter in meine ambulante Therapie gehe. Wird mir die Kasse dann das KG streichen? Was hat es noch für Auswirkungen? Danke für Antworten.

von
User

Ja, es kann sein dass die Krankenkasse das KG kürzt oder streicht.

Von der DRV haben sie keine negativen Folgen zu erwarten, außer dass sie die REha halt dann nicht antreten können.

von
Sandra

Das heißt man steht dann ohne Geld da, und zum Arzt kann man auch nicht mehr gehen oder ist das von der Krankengeldzahlung unabhängig?

Der Arbeitgeber kann einem dann auch was anhaben? Oder hat den das nicht zu interessieren?

von
User

Die Frage ist ja, ob die Krankenkasse erstmal überhaupt das KG einstellt wenn sie nicht antreten.

Vielleicht fragen sie erstmal dort nach.

Ich kann nur für die DRV sprechen, und da sollten keine negativen Folgen für sie auftreten.

von
Christina Nowak

Hallo Sandra,

gleich zu Beginn einer AU einen Rehantrag stellen ist aus meiner Sicht etwas merkwürdig.
Da gab es wohl Vorerkrankungen ?

Auch wenn Sie schreiben, sie fühlen sich in Ihrem
privaten Umfeld sehr wohl, eine Rehamaßnahme in einer psysomotischen Fachklinik bekommt man nicht ohne Grund genehmigt.

Nutzen Sie die Chance und treten Sie die genehmigte Reha an und sehen Sie Diese als eine Chance für die Zukunft.

Ich spreche aus eigenen Erfahrungen, habe die Chance 1998 genutzt und stehe seit 2001 wieder voll im Berufsleben.

Zu einer Reha in eine Psychosomatische Fachklinik zu gehen, hat Nichts negatives.
Es trifft die Menschen, die grundsätzlich einen starken Willen haben, und irgendwann zieht der Körper die Notbremse.

Als Senioren im Alter von fast 63 Jahren rate ich dringend , nutzen Sie die Chance und nach der REHA sehen Sie dann, wie es weiter geht.

Experten-Antwort

Da Sie im Krankengeldbezug stehen, sollten Sie mit Ihrer Krankenkassen Kontakt aufnehmen und erfragen, ob Sie die genehmigte medizinische Rehabilitation bei der Deutschen Rentenversicherung absagen können.
Spricht sich Ihre Krankenkasse nicht dafür aus, ist es ratsam die Rehabilitation anzutreten, da es sonst sein kann, dass Ihnen die Krankengeldzahlung versagt wird.

von
Sandra

Erstmal Danke für die hilfreichen Antworten, weiss da nicht mehr richtig weiter.
Wie geht man den am Besten vor wenn man die Reha nicht antreten möchte?

Ich habe etwas von Antragsrücknahme gelesen, welche innerhalb der Widerspruchsfrist erfolgen sollte. Was für Vorteile hat das?

Kann die KK mir sofort eine erneute Antragsstellung auferlegen?

Habe auch etwas von Direktionsrecht gelesen, da ich aber selber den Antrag gestellt habe, also ohne Aufforderung der KK, dürfte ich auch selbständig wieder zurücknehmen, hoffe das habe ich richtig verstanden?

Ich weiss nicht mehr richtig weiter, erstmal vielen Dank für die hilfreichen Antworten.

von
Christina Nowak

Siehe Experten- ANTWORT !!!!!! Die Antwort ist klar und deutlich geschrieben !

Experten-Antwort

Wenn Sie die Rehabilitation nicht antreten möchten, müssen Sie dies dem Rentenversicherungsträger schriftlich mitteilen.
Die Widerspruchsfrist müssen Sie nur dann beachten, wenn Sie gegen den Bescheid Widerspruch erheben. Das wäre dann der Fall, wenn Sie mit der getroffenen Entscheidung (z.B. Klinikauswahl) nicht einverstanden sind.
Obwohl Sie den Rehaantrag ohne Aufforderung der Krankenkasse gestellt haben, sollten Sie Ihre Krankenkasse über Ihr beabsichtigtes Vorgehen in Kenntnis setzen, um die dortigen Rechtsfolgen abzuklären.