Reha nicht angetreten, weiter Krankengeld?

von
Heiner

Die Krankenkasse fordert zum Rehaantrag auf. Da ich ja mitwirken muss, stelle ich diesen, trete die Reha aber nicht an. Für die Krankenkasse habe ich die Mitwirkungspflicht erfüllt, der Antrag wurde ja gestellt, die DRV wird mir jede Leistung versagen wegen fehlender Mitwirkung. Gibt es dann weiter Krankengeld, wenn AU vorliegt

von
Bertl

Zitiert von: Heiner

Gibt es dann weiter Krankengeld, wenn AU vorliegt

Klares Nein!

von
Wirwar

Wie Bertl schon geschrieben hat, wird die Krankenkasse dann kein Krankengeld mehr zahlen.
Die Mitwirkungspflichten erstrecken sich nicht nur auf das Ausfüllen von Antragsformularen, sondern vielmehr auch darauf, an der Wiederherstellung Ihrer Gesundheit aktiv mitzuwirken, d.h. die Reha, falls diese aus der Sicht der Rentenversicherung Aussicht auf Erfolg hat, auch anzutreten.

von
Anna

Wenn Ihre Ärzte hinter Ihnen stehen könnten Sie mit Attesten über Rehaunfähigkeit die Reha hinausschieben.

Jedoch müssen Sie damit rechnen, dass es zu jedem Attest was Sie vorlegen dann ein Aktengutachten der DRV-Ärzte gibt, dass dies dann wiederum als nichtig erklärt.
Diese Ärzte werden weder Ihre Fachärzte sprechen noch Sie persönlich sehen um Ihre Entscheidungen zu treffen.
Die KK wird alle Leistungen steichen und mauern.

Es bliebe Ihnen dann die Anzeige wegen falscher Arztberichte......die dann vermutlich ad acta gelegt wird.....

Es ist ein mühsamer Weg, der Ihnen jedoch höchstens etwas Aufschub verschafft - um die Reha kommen Sie leider nicht drumrum....
Selbst eine Reha die völlig kontraindiziert ist und zur massiven Verschlechterung der Erkrankung führt wird knallhart durchgezogen.

mfg

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

wie die Vorschreiber schon ausgeführt haben wird die Krankenkasse Ihnen dann das Krankengeld einstellen. Die Mitwirkungspflichten nach § 60ff SGB I erstrecken sich nicht nur auf das Ausfüllen von Vordrucken, sondern natürlich auch auf die Leistung selbst. Treten Sie die Reha-Leistung nicht an, erfüllen Sie Ihre Mitwirkungspflichten (i.d.F. alles zu tun um gesund zu werden) nicht und müssen daher mit den entsprechenden Sanktionen rechnen.

Sollten Sie hingegen zu krank für eine Reha sein, wird dies der Rentenversicherungsträger im Zuge der Überprüfung Ihres Reha-Antrages feststellen und Sie dann zur Stellung eines Rentenantrages aufforden.

Wird eine Reha bewilligt, sollten Sie keinesfalls darauf verzichten, sofern Sie Interesse an Ihrer eigenen Gesundheit haben,

von
Grieche

Kommen Sie zu uns !
Wir erfüllen schon seit Jahren nicht deutsche Mitwirkungspflichten, aber bekommen trotzdem Geld vom deutschen Steuerzahler.

Grieche

von
Klartext

Zitiert von: Heiner

Die Krankenkasse fordert zum Rehaantrag auf. Da ich ja mitwirken muss, stelle ich diesen, trete die Reha aber nicht an. Für die Krankenkasse habe ich die Mitwirkungspflicht erfüllt, der Antrag wurde ja gestellt, die DRV wird mir jede Leistung versagen wegen fehlender Mitwirkung. Gibt es dann weiter Krankengeld, wenn AU vorliegt

Ich hoffe doch sehr das ihre Kasse dass Krankengeld dann unverzüglich einstellt. Solche Leute wie Sie sollte man mit der Peitsche zur Arbeit prügeln !