REHA + Reisephobie

von
franz

Ich habe seit Jahren Angst, zu verreisen oder über Nacht von zu Hause weg zu sein. War schon seit Jahren nicht im Urlaub, was von der Familie akzeptiert wird. Ende 2006 OP wg. Krebs (Leber / Darm) am Wohnort. Anschließend Chemo. Alles gut überstanden. Nach Chemo Mitte 2007 von Amtswegen (RV) stationäre Reha, welche auf Widerspruch wegen Reisephobie in ambulante Reha vor Ort ungewandelt wurde. Alles o.k..
Nunmehr von Amtswegen neue Reha nach Begutachtung, (mit meinem Einverständnis zur ambulanten Reha,) trotzdem als stationäre Reha im Nirgendwo aus sozialmedizinischen Gründen genehmigt. Nach Widerspruch wegen Reisephobie war auf einmal die onkologische Klinik vom Vorjahr nicht mehr „gelistet“.
Ich sitze hier zuhause, kriege nichts mehr auf „die Reihe“, habe Erbrechen und Durchfall, mir zittern die Hände, kann nachts nicht schlafen oder wache schweißgebadet auf. Alles dreht sich nur noch um die stationäre Reha.
Gefühlsmäßig verhalte ich mich wie bei „Zahnschmerzen“ meiner Umwelt gegenüber.
Was soll eine Reha im Wald bringen, wenn ich schon von dem Gedanken daran krank bin????
Wohlgemerkt, meine Reisephobie ist der RV seit Mitte 2007 bekannt. Der letzte Stand von der RV ist, das mir unterstellt wird, dass ich die von der RV bewilligte Leistung nicht in Anspruch nehmen möchte und mein Widerspruch wäre erledigt. Fakt ist aber, ich kann wegen meiner Reisephobie die bewilligte Leistung nicht in Anspruch nehmen. EU - Rente kriege ich wahrscheinlich sowieso nicht mehr, da die Intervalle zur weiteren Beantragung nunmehr bei drei Monaten liegen. Was soll ich nur machen??? Ich hoffe nur, meine entfernten 2 Stück Leber und mein Darm wachsen wieder nach.

von
reha

sie können sich auf das wunsch und wahlrecht berufen, am besten nochmal was vom arzt mit reinschicken, nichtsdestotrotz sollten sie vielleicht auch mal an ihrer phobie arbeiten, wär ja für sie sicher auch schöner?
also ab zum arzt.

von
franz

Danke für Ihre Antwort. Da ich aber ohne Arzt und ohne "Bedrohung"durch eine Reise ein normales Leben führen kann, sehe ich eine Behandlung als nicht notwendig. Z.Z. bin ich beim Onkologen in Behandlung. Bisher hat niemand irgendein Attest verlangt. Nur die RV setzt mich wissentlich dem Auslöser meiner Phobie aus. In meinen Augen grenzt das an Körperverletzung. Ich habe jemanden im Büroschlaf geweckt, die letzten Briefe von der RV sind ohne Anrede, auf meine Phobie als (berechtigten )Grund wird nicht eingegangen (ich möchte ja nicht) Ich möchte auch keinen Krebs gehabt haben.

Experten-Antwort

Hallo Franz,
sind Sie wegen dieser Phobie in Behandlung? Ich würde auch sagen, dass Sie auf jeden Fall nochmal ein fundiertes Gutachten eines Facharztes einsenden sollten. Auch wenn die damalige Klinik nicht mehr "gelistet" ist, also aus irgendwelchen Gründen von der RV nicht mehr belegt wird, gibt es ja evtl. eine andere geeignete Klinik, in der Sie Ihre Reha ambulant durchführen können. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall viel Glück bei der weiteren Behandlung!

von
Realist

Auch ich kann Ihnen nur empfehlen, sich wegen Ihrer Phobie in psychotherapeutische Behandlung zu begeben.

Und wieso liegen die "Intervalle zur weiteren Beantragung einer EM-Rente" nunmehr bei drei Monaten?

von
Franz

Danke für die Antwort. Aber es soll ja auch Leute, die nicht gern verreisen. WÄRE ICH JETZT verreist, müsstet ihr 3 Wochen auf Antwort warten.

Letzte Rente 6 Monate bis Ende Juni 2008, neuer Antrag im April 2008, Ende Juni SMD RV, bis 1.Juli kein Bescheid vom RV, 2.Juli Agentur für Arbeit, Anträge ausgefüllt. Vor Termin beim AA neuer Bescheid vom RV, Rente bis September 2009 genehmigt. Gleich neuer Antrag, Termin beim AA storniert. Daher 3 Monate.

von
Corletto

Wenn Sie einen Reha und/oder Renten Antrag gestellt haben ist doch klar das die RV sie erstmal zu einer stationären Reha lädt ,um überhaupt zu sehen was mit Ihnen los ist.

Wenn Sie die stat. Reha ablehnen , wird ihnen auch eine Rente entsagt werden ( Reisephonie hin oder her )

Sie müssen , wenn Sie eine Rente einfordern , nach den Regeln der RV spielen sonst wird das nichts !

Im übrigen glaube ich anhand ihrer Beiträge hier eben nicht , das sie nur an einer Reisephobie leiden. Ich denke Sie haben - ohne ihnen nahetreten zu wollen - auch noch andere Errkrankungen die sich im psychischen/psychiatrischen Bereich bewegen.

Eine Reisephonie alleine erklärt die von Ihnen selbst geschilderten Symptome nicht !

Und ich glaube die RV hat einen ähnlichen Verdacht und möchte Sie genau darum stationär über mehere Wochen
untersuchen bzw. begutachten.

Insofern schliesse ich mich " realist " an und würde Ihnen dringend raten eine psychiatrische Klinik bzw. einen Psychiater aufzusuchen und ihren Gesundheitszustand dahingehend abzuklären.

Alles Gute für Sie !

von
Rosanna

Ich verstehe jetzt eigentlich gar nichts mehr!

Laut Ihrem letzten Beitrag wurde Ihnen doch vor kurzem die Rente bis 30.09.2009 (!) weitergewährt. Weshalb sollen/wollen Sie denn dann derzeit noch in eine Reha-Maßnahme? Oder handelt es sich bei der Jahresangabe um einen Schreibfehler (evtl. 2008 gemeint?)?

Mal abgesehen davon, dass wie bereits ausgeführt es noch andere ambulante Reha-Einrichtungen gibt: Eine Reisephobie ist für mich nicht ganz nachvollziehbar. Bin aber auch kein Arzt... Wenn Sie nicht alleine in eine stat. Reha-Maßnahme fahren können, warum nehmen Sie dann nicht eine Vertrauensperson (Ehefrau, Lebensgefährtin, Familienangehörigen, Freund o.ä.) mit? Diese Person könnte sich doch dann in der Nähe der Klinik einquartieren!? Zuhause sind Sie doch bestimmt auch nicht jahrein, jahraus an das Haus "gefesselt", oder?

Ich habe in meiner gesamten Laufzeit bei der DRV noch nie von einer solchen Phobie gehört. Evtl. geht es dem jetzigen Sachbearbeiter ähnlich.

Wenn es Ihnen tatsächlich unmöglich ist, an einer stat. Reha-Maßnahme teilzunehmen, sollten Sie dies ausführlich von einem Arzt beschreiben und bestätigen lassen (aber schon von einem Facharzt und nicht gerade vom Hausarzt oder Orthopäden!).

von
Corletto

Eine Reisephobie gehört medizinisch in die Kategerie
der Agoraphobie und ist eine schwere psyhiatrische Erkrankung !
( Darum auch mein Tip an den Themenersteller einen Psychiater aufzusuchen, weil hier wohl keine Reha sondern eine AKUT-Behandlung sinnvoll wäre, bevor überhaupt auch nur an eine stat. Reha gedacht wird ! )

Agoraphobie aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Klassifikation nach ICD-10
F40.0 Agoraphobie ICD-10 online (WHO-Version 2006) :

Als Agoraphobie (griechisch αγοραφοβία, agoraphobía, von αγορά, agorá "Markt(-platz)" und φόβος, phóbos, "Furcht") bezeichnet man eine Angst bzw. ein starkes Unwohlsein an bestimmten Orten, die aus diesem Grunde vermieden werden. In schweren Fällen kann die eigene Wohnung nicht mehr verlassen werden.

Eine Agoraphobie liegt auch dann vor, wenn Menschen weite Plätze (z.B. Marktplätze) oder weite Reisen allein vermeiden. Allen diesen Situationen ist gemeinsam, dass die Betroffenen in ihnen im Falle des Auftretens von Panik oder potentiell bedrohlichen Körperzuständen nicht schnell genug flüchten könnten, Hilfe nicht schnell genug verfügbar wäre oder sie in peinliche Situationen geraten könnten. Umgangssprachlich wird die Agoraphobie auch synonym mit den Begriffen Platzangst (unscharf verwendet, eigentlich Angst vor weiten Plätzen) oder Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen) verwendet, die nach derzeitiger Begriffsgebung Unterformen der Agoraphobie sind.

In der überwiegenden Zahl der Fälle tritt die Agoraphobie gemeinsam mit einer Panikstörung auf, wobei die Angst vor dem Auftreten von Panikattacken in der Folge zur Vermeidung bestimmter Orte führt.

Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte des Krankheitsbildes
2 Symptome
3 Diagnose
4 Prävalenz, Studien
5 Therapie der Agoraphobie
6 Quellen
7 Literatur
8 Weblinks

Geschichte des Krankheitsbildes
Zum ersten Mal wurde das Krankheitsbild 1871 von Carl Friedrich Otto Westphal bei einem männlichen Patienten beschrieben.
Sigmund Freud verstand diese Angst als eine Phobie, die nahe mit der Angst vor Versuchungen verbunden war. Sobald der Agoraphobiker alleine auf die Straße geht, erleidet er einen Angstanfall. Die meisten Phobien deutete Freud auf eine Angst des Ichs vor den Ansprüchen der Libido. Er schilderte dies anhand der Angst vor der Begegnung mit Prostituierten in unbekannten Gegenden einer Stadt.

Symptome :
Hauptmerkmal ist die Angst, einer möglichen Gefahrensituation nicht entkommen oder sich nur unter peinlichen Umständen in Sicherheit bringen zu können. Die Betroffenen zeigen starkes Vermeidungsverhalten, da in unterschiedlichem Ausmaß Panikattacken auftreten können. Die Angst kann sich darauf beschränken, öffentliche Plätze oder Geschäfte zu betreten, wobei oft speziell Menschenansammlungen vermieden werden. In ausgeprägten Fällen tritt die Angst schon innerhalb der Wohnung auf, sodass diese nicht mehr verlassen wird.

Diagnose :
Früher wurde der Begriff ausschließlich für die Angst vor öffentlichen großen Plätzen verwendet. Inzwischen umfasst er auch die Angst vor anderen Situationen, sodass laut ICD-10 mindestens zwei als Angstauslöser nachweisbar sein müssen:

Menschenmengen
öffentliche Plätze
Reisen mit weiter Entfernung von Zuhause
Reisen alleine
Abhängig davon, ob Panikattacken auftreten, wird die Agoraphobie in eine Form ohne Panikattacken (F40.00) und eine mit Panikattacken (F40.01) eingeteilt.

Prävalenz, Studien
Nach einer Untersuchung von McCabe et al. (2006) wurde bei 0,61 % einer Studienpopulation von 12.792 (55-jährig oder älter) eine Agoraphobie nachgewiesen. Damit war die Häufigkeit der Störung hier geringer als sonst berichtet wird.

Anhand der "National Comorbidity Survey Replication"-Erhebung in den USA wurden ebenfalls 2006 Zahlen zur Beziehung zwischen Agoraphobie, Panikattacken und einer Panikstörung (nach der Definition des DSM-IV) veröffentlicht. Demnach betrug die Lebenszeitprävalenz bei 9282 Untersuchten, die mindestens 18 Jahre alt waren, in den möglichen Kombinationen:

22.7 % für isolierte Panikattacken
0.8 % für Panikattacken in Kombination mit Agoraphobie
3.7 % für Panikstörung ohne Agoraphobie
1.1 % für Panikstörung mit Agoraphobie
Es konnte gezeigt werden, dass es von der 1. bis zur 4. Gruppe zu einem durchgehenden Ansteigen der einzelnen untersuchten Merkmale wie Anhalten der Beschwerden, Anzahl der Attacken, Anzahl der Krankheitsjahre, Schweregrad der einzelnen Episoden und Begleitkrankheiten kam,

Kituchi et al. von der Kanazawa University in Japan untersuchten 2005 233 ambulante Patienten mit Panikstörung (99 Männer, 134 Frauen), davon 63 ohne und 170 mit Agoraphobie. Letztere Gruppe wies dabei im Schnitt eine länger bestehende Panikstörung und eine höhere Prävalenz einer generalisierten Angststörung auf. Keine Unterschiede gab es bzgl. ausgeprägter depressiver Episoden, Schweregrad der einzelnen Panikattacken oder Verteilung der Geschlechter. Weiter zeigte sich, dass bei knapp über 40 % derjenigen Studienteilnehmer, die eine Panikstörung entwickelt hatten, innerhalb von 24 Wochen auch eine Agoraphobie auftrat und sich auch diese Gruppe nicht bzgl. Alter oder Geschlecht unterschied.

Als mögliche Ursache muss immer auch eine eventuelle Traumatisierung in Betracht gezogen werden. Die Agoraphobie wird zu den möglichen psychischen Störungen gezählt, die sich zusätzlich zu den klassischen Symptomen der PTBS und auch zu den Symptomen der Komplexen PTBS entwickeln können (Komorbidität).

Therapie der Agoraphobie:
Die nachweislich wirksamste Behandlung der Agoraphobie ist die Expositionstherapie bzw. Konfrontationstherapie, die im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie durchgeführt wird. Dabei begeben sich der Betroffene und sein Therapeut an den jeweiligen Ort, der Angst auslöst und daher vermieden wird. Mit Hilfe des Therapeuten stellt sich der Betroffene seinen Ängsten und lässt sie in voller Stärke zu, um erleben zu können, dass die Angst ungefährlich ist und mit der Zeit ganz von allein nachlässt. Beide bleiben so lange in der Situation, bis bei dem Patienten die Angst vollständig abgeklungen ist. Das kann bei den individuellen Patienten unterschiedlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Der Therapeut unterstützt den Patienten darin, die Situation aufzusuchen, in der Situation zu bleiben und keine Vermeidungsstrategien anzuwenden. Vermeidungsverhalten (z.B. sich ablenken, Musik hören, die Situation verlassen) kann die Angst zwar kurzfristig lindern, führt jedoch langfristig zur Aufrechterhaltung der Angst. Die Exposition ist im Vergleich zu "reinen Gesprächen" eine vergleichsweise aufwändige, aber dafür sehr wirksame Therapie.

Quellen
↑ Carl Friedrich Otto Westphal: Die Agoraphobie, eine neuropathische Erscheinung, in: Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten, Berlin, 1871-72; 3: 138-161.
↑ Butollo, W. u. a.: Kreativität und Destruktion posttraumatischer Bewältigung. Forschungsergebnisse und Thesen zum Leben nach dem Trauma. 2. erw. Auflage. Stuttgart, 2003, hier S. 61

Literatur
Freud, Sigmund: Hemmung, Symptom und Angst. In: Freud: Studienausgabe Bd 6 Hysterie und Angst, Frankfurt a. M., 1970, S. 253, S. 284.
Esther da Costa Meyer: La donna è mobile. In: Gender and architecture, ed. by Louise Durning. Chichester, 2000
Kathleen A. Brehony: Women and agoraphobia. In: The stereotyping of women, New York, 1983

Weblinks
Videoinformationen zu den Ursachen, den Symptomen und der Behandlung von Agoraphobie
Spezialambulanz der Charite Berlin für Angsterkrankungen Diagnostik und Behandlung von Angsterkrankungen, spez. Agoraphobie
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Wiktionary: Agoraphobie - Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik
Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Agoraphobie"
Kategorie: Phobie

von
franz

Danke, Rosanna, für den Hinweis auf den Schreibfehler. Die Rente wurde natürlich nur für Juli, August und September 2008 weiterbewilligt.
Danke für die Offenheit, daß Sie noch nie was von "Reisephobie" gehört haben.

Danke auch Corletto für die Recherche. Ich dachte schon, ich hätte den "Stein der Weisen" endeckt. Das es soweit zurückgeht, hätte ich nie gedacht. Aber versuchen Sie mal, einem Blinden die Farbe "Grün" zu erklären (bildlich gesprochen). Meine Reisephobie ist der RV seit April 2007 bekannt.

Ich habe jetzt Probleme vor mir, gegen die war meine Krebs-OP (Leber/Darm) ein Klacks. Gute Psychologen haben z.Z. Annahmesperre, die Atteste in der Schublade sind aufgebraucht, die RV ignoriert mein Wort.

Vielen Dank noch mal an Alle für die Antworten.

von
Agoraphobie mit Vermeidungsverhalten

Kommt mir alles SEHR bekannt vor. :-(

Es geht überhaupt kein Weg an einen Neurolen/Psychologen vorbei.
Nur ein Attest durch einen Facharzt wird die RV davon abhalten, auf die stationäre Reha zu verzichten.

Ja, es gibt ganz oft einen Aufnahmestopp bei solchen Ärzten... und es wird etliche Telefonate kosten, einen zeitnahen Termin zu erhalten.
Und heimatnah wird es dann wohl auch nicht werden...

In Ihrem Fall würde ich zusätzlich noch schnellstens in den VdK eintreten; die kennen sich sehr gut aus und helfen bei scheinbar unlösbaren Problemen mit der RV.

Viel Glück und alles Gute!

von
Corletto

Bei niedergelassenen Ärzten ist dies wohl richtig. Obwohl auch hier Temine innerhalb von 2 Wochen möglich sind.
( habe gerade erst für meinen Opa innerhalb von 10 tagen einen Termin bei einem fachlich sehr anerkannten - allerdings Neurologen -bekommen )
Kostet sicher einige Telefonate aber ist absolut machbar.

Außerdem arbeiten nicht alle Psychiater ( bei einem Neurologen sind S I E
falsch !! - Bitte unbedingt bei der Arztauswahl beachten !! )
mit festen Terminen , sondern es gibt auch welche mit normalen Sprechzeiten ( selten zwar , aber es gibt welche )

Die meistens sind zwar ausgebildete Neurologen u n d Psychiater, aber man kann nur gut in einem von beiden Fachgebieten gut sein und für SIE muß es defintiv ein Arzt sein, der zumindest seinen Schwerpunkt als Psychiater hat.

Bessere, schnellere und meistens auch die was die Gesamtbehandlung angehende beste Möglichkeit ist :

Eine psychiatrische Klinik !

Jede Region in Deutschland
verfügt über eine psychiatrische Klinik,
welche Patienten mit Wohnwort in dieser Region kurzfristig aufnehmen
m u ß !

Das ist die sogenannte VersorgungsPFLICHT !

Die können und dürfen niemanden abweisen.

Meistens wird man zu einem " Vorstellungsgespräch "geladen , indem sich der Arzt einen ersten Eindruck von den Problemen des Patienten verschafft und dann entscheidet , ob ambulant ( in einer sog. Institutsambulanz des Hauses oder in der Tagesklinik des Hauses ) oder stationär im Haus behandelt werden muß !

Einfache Überweisung vom Hausarzt reicht aus und auch der Hsuarzt kann Ihnen die für SIE zuständige Klinik nennen++

In solch einer Klinik wird Ihnen dann auch ihre Reisephobie
( wenn sie dann wirklich diagnostiziert wird ) und/oder andere psychiatrischen Erkrankungen bestätigt und die Sache mit der Reha der RV hat sich erstmal für Sie erledigt !

von
Corletto

@Rosanna
"Ich habe in meiner gesamten Laufzeit bei der DRV noch nie von einer solchen Phobie gehört. Evtl. geht es dem jetzigen Sachbearbeiter ähnlich. "

Phobien ( incl. der Reisephobie ) gehören zu der Gruppe der meisten psychiatrischen Erkrankungen überhaupt und führen nicht selten zu einer EM-Rente ( meistens in Verbidnung mit einer oder mehreren anderen psychiatrischen Erkrankungen , da eine Phobie selten nur einzeln auftritt ).

Hoffe sehr das die ärztlichen Mitarbeiter innerhalb der RV über dieses schwere psychiatrische Krankheitsbild besser informiert sind.....

Nichts für ungut und alles Gute !

von
Rosanna

Ich wollte um Gottes Willen das Krankheitsbild der Reisephobie nicht unterbewerten. Falls das falsch rübergekommen ist, bitte ich um Entschuldigung.

Ich kenne wirklich viele Phobien, auch aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis. Von einer Reisephobie hatte ich allerdings bis gestern noch nie etwas gehört oder gelesen. Es gibt ja Tausende von Krankheiten, von denen man nichts weiß und nur evtl. durch Zufall erfährt.

Ich bin allerdings auch kein Arzt, genauso wenig wie die Sachbearbeiter bei der DRV. In meinem 1. Beitrag war das vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Denn der Sachbearbeiter entscheidet ja nicht über die Reha-Fähigkeit oder -Unfähigkeit; ich habe nur noch nie davon gehört.

Also ich wollte niemand zu nahe treten.

MfG Rosanna.

von
franz

War doch kein Vorwurf.

Noch mal ein kleiner Tipp: Hier ist's ganz gut erklärt:
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/angst/angststoerung/angst-und-panikstoerungen_aid_22858.html