REHA sinnvoll? Was tun?

von
Frank

Ich habe mit meiner Gesundheit nun schon seit einigen Jahren zu kämpfen. Ich versuche einmal die Kurzfassung. In meiner Jugend wurde ein Morbus Schlatter (scheinbar Fehldiagnose) in beiden Beinen diagnostiziert worauf ich eine Sportbefreiung erlangte die nach 3 Jahren wieder aufgehoben wurde. Seit dieser Zeit habe ich Probleme unterhalb meiner Kniescheiben wo wohl eine Sehne sein soll und darüber je eine Beule von einer Größe von einem halben Wachtelei die unter alltäglicher Belastung Reibung verursacht und dabei Schmerzen hervorruft die sich dann über beide Kniegelenke ausbreiten und ihre Intensität im laufe der Tätigkeit steigern. Über die Jahre hat sich dies nun noch verstärkt bis dahin das ich manchmal das Gefühl habe das die Beine einfach nur wegknicken wollen. Auch mit dem Kreuz habe ich seit meiner Jugend zu kämpfen. Dort wurde im laufe der Jahre diagnostiziert das ein Bandscheibenvorfall der Grund sei und Nerven dabei eingeklemmt seien die dann durch Reizungen wie längeres Sitzen, heben oder längeren laufen gereizt werden würden und die Schmerzen bis in das linke Bein verursachen. Vor ein paar Jahren hatte ich dann Probleme mit der Schulter die sich dann über den Ellenbogen bis hin in die Hand ausweiteten bis hin das ich den Arm nicht mehr heben konnte. Stechender Schmerz von der linken Schläfe bis zur Hand herunter. Zeitgleich Schmerzen in der Halswirbelsäule. Taube Finger linksseitig.
In den letzten 13 Jahren war ich fast 10 Jahre selbstständig und konnte so meine Tätigkeiten gut meinen Bedürfnissen anpassen oder ruhen. Durch familiäre Umstände habe ich das Geschäft abgegeben und die Sorge meiner Kinder, derzeit 2 und 5, übernommen. Dann kamen etwa 2 Jahre Arbeitsuche drauf bis ich einen von den Zeiten passenden Job auf 30 Stunden/Woche gefunden habe (Mittler weile Gekündigt). Dieser hat mir allerdings den berühmten Tropfen gebracht das letztlich nichts mehr ohne große Schmerzen ging. Schlussendlich der gang zum Arzt wo dann auch noch Bluthochdruck festgestellt wurde welcher immer noch nicht Optimal ist. Nach einiger Zeit medizinischer Dienst. Krankenkasse forderte dann den REHA-Antrag bei der Rentenversicherung ohne das eine endgültige Behandlung war da die Fachärzte wohl nach meiner jetzigen Meinung auch nicht immer wissen was sie tun. Im Verlauf dieses Zeitraums( ca 8 Monate) erholte ich mich wieder einigermaßen so das ich nicht dauernde Schmerzen hatte. Von Antragstellung bis beginn der REHA sind 3 Wochen vergangen wo mir als erstes in der Einstellungsuntersuchung mitgeteilt wird das ich so oder so als Arbeitsfähig entlassen werde da es doch in meiner Selbstständigkeit auch gegangen sei. Die Ironie der Geschichte ist das ich seit 8 Tagen diese ambulante REHA mitmache und bis heute alles geschluckt habe. Ich habe eine hohe Schmerztolleranz aber meine Schulter macht wieder arg Probleme. Ich habe wieder stechende Schmerzen bis ins Bein. Mein Genick tut weh. Und Schmerzmittel greifen einfach nicht. Auf Rücksprache mit einem der Therapeuten bekam ich nur zu hören das ich da ja wohl gar nichts mitmachen könne dennoch meinen Trainingsplan einhalten solle da alles auf Muskelschwäche reduziert wird, jedoch nach Frage derer ob Muskelkater vorhanden sei Verwunderung ins Gesicht geschrieben war als ich dies verneinte. Ein anderer sagt das sei normal da alles jetzt auf einmal belastet werden würde. Sei dazu gesagt das ich körperlich begrenzt aktiv bin schon durch die Kinder. Schwimmen, begrenzt Rad fahren oder Spielplatz z.B. aber eben meist unter leiden was ich aber zum Spaß meiner Jungs weitestgehend verdränge und die Quittung auf jeden Fall bekomme was ich auch mitgeteilt habe.
Andere Ärzte haben vorher gesagt das ich nie wieder ohne Probleme sein werde und der Dr.Prof. stellt alles so hin als wäre das nichts und würde von meiner Psyche kommen da ich mir um die Zukunft sorgen mache... Ich bin mit erträglichen Leiden rein und krauche jetzt völlig verschmerzt herum.

Nun die Frage. Warum muss ich das über mich ergehen lassen wenn doch der Ausgang dieser REHA durch Ihn schon feststeht? Ein Gespräch mit dem Arzt kann ich mir bei dieser Einstellung doch völlig sparen. Kann ich mich überhaupt noch irgendwie wehren? Gibt es überhaupt noch Wege?? Auch wenn ich vieles wegstecken kann. Es geht einfach langsam nimmer.

Hoffe auf irgendeinen Strohhalm...

von
Kein Arzt

Ihre medizinische Leidensgeschichte in Ehren aber was soll ein Unbeteiligter hier im Forum dazu sagen? Hier sind in der Regel keine Ärzte als User unterwegs.
Wenn Sie mit der Reha nicht einverstanden sind, sprechen Sie mit den Ärzten oder dem Sozialdienst.
Sie können auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente in Betracht ziehen. Natürlich nur, wenn Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, also nur dann, wenn Sie in den letzten 5 Jahren vor Eintritt Ihrer Erwerbsminderung 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen gezahlt haben.

von
W*lfgang

Zitiert von: Kein Arzt
Sie können auch einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente in Betracht ziehen. Natürlich nur, wenn Sie die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllen, also nur dann, wenn Sie in den letzten 5 Jahren vor Eintritt Ihrer Erwerbsminderung 3 Jahre mit Pflichtbeiträgen gezahlt haben.

Ergänzend:

was dadurch gesichert sein könnte:

> von @Frank "Durch familiäre Umstände habe ich das Geschäft abgegeben und die Sorge meiner Kinder, derzeit 2 und 5, übernommen."

...wenn Ihm die Pflichtbeitragszeiten für Kindererziehung zuzuordnen sind und ein entsprechender Antrag zur Anerkennung - ggf. im Rahmen des EM-Antrags - der DRV vorgelegt wird.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Guten Tag,

eine solche medizinische Problematik kann über diesen Weg des Forums nicht geklärt werden.
Den Ausführungen zur Möglichkeit eines Antrags auf Erwerbsminderungsrente wird zugestimmt. Ob dies allerdings in Ihrem Fall eine Lösung wäre bzw. welche Möglichkeiten ansonsten bestünden, kann lediglich in einem Beratungsgespräch geklärt werden. Bitte wenden Sie sich an die Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers vor Ort.

von
Daniela

Ich kann dir nur raten, für Minimum 6 Wochen mal eine stationäre Reha bzw Schmerzklinim zu machen.
Ich bin selber Schmerpatient mit einen ähnlichen Leidensgeschichte wie bei dir.
Man muss erst mal auf den Weg gebracht werden, intensiv zu trainieren und in den Schmerz reinzukommen.
Mit so ein bisschen schwimmen und walken die Woche ist es nicht getan, sondern man muss auch viel lernen, wie Schmerz entsteht usw.
Yoga, Pilates, Meditation sind genauso wichtige, wie entsprechende Ernährung, Kraft- und Ausdauertraining und Entspannungstraining und vieles mehr.
Dazu kommt, das in der Schmerklinik noch viel mehr Erfahrung besteht bezüglich zb. Neuraltherapie, Akupunktur, Wärme und Stromanwendungen usw usf.

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