Reha Termin verschieben aufgrund von Angstzuständen

von
olli67

Hallo, meine Frau hat einen Reha-Termin zum 09.03.21. Nun hat sie seit ca. 10 Tagen wieder ständige Nervenzusammenbrüche, Angst- und Panikattacken.
2018 wurde bereits eine Reha beantragt, die nach mehreren Widersprüchen abgelehnt wurde. Seit Januar 2019 wurde sie dann krankgeschrieben, aufgrund von beruflichen Problemen. Sie begab sich in eine Psychotherapie. Auf eigenen Wunsch wurde eine erneuter Reha-Antrag mit Wunschziel erstellt. Nach mehreren Widersprüchen haben wir einen Anwalt kontaktiert, der dann endlich das gewünschte Ergebnis durchsetzte. Bewilligung im Mai 2020. Durch Corona ist der Termin jetzt am 09.03.21. Damals war die Freude noch groß, doch unter den heutigen Umständen ist das nicht mehr. Sie hat eine erhebliche Phobie gegen die Maskenpflicht (ich erledige z. Zt. alle Einkäufe und sonstiges), seit dem Termin immer näher rückt, werden die Zusammenbrüche und Attacken immer häufiger. Sie ist am Ende ihrer Kräfte. Wir haben zwischenzeitlich auch einen Erwerbsminderungsantrag gestellt, da sie endlich zur Ruhe kommen muß. Auch der VDK ist bereits informiert. Wir haben die Reha-Klinik angeschrieben, die uns sagte, wir sollen uns an den DRV wenden. Leider ist die Verbindung dort hin sehr schlecht (wegen Corona?). Kann meine Frau sich von ihrer Psychotherapeutin reha-unfähig schreiben lassen? Müssen Gründe dort angegeben werden? Was passiert mit dem EMR-Antrag?
Vielen Dank im voraus.
Olli67

von
frantic

Die Maskenpflicht in Kliniken werden uns sicher noch viele Monate begleiten.

Der EMR-Antrag wird vermutlich erst dann weiter bearbeitet, wenn der Reha-Bericht vorliegt.

Sollte Ihre Frau durch z.B. die KK oder AfA in ihrem Gestaltungsrecht eingeschränkt sein, bräuchte sie eine Genehmigung von dieser Stelle die Reha verschieben zu dürfen.

Versuchen Sie, die Sachbearbeiter der DRV telefonisch zu erreichen, oder schreiben Sie ein Fax/eine Email mit der Bitte um dringenden Rückruf. Hier wird Ihnen niemand konkret weiterhelfen können.

Zielführender würde sein, wenn Ihre Frau mit Hilfe der Therapeutin an dem Masken-Problem arbeitet. Ein Ende der Maskenpflicht sehe ich - wenn überhaupt - erst gegen Jahresende, wenn die Imfpungen durch sind.

von
olli67

Es geht ihr nicht nur wegen der Maskenpflicht schlecht, sondern auch wegen sämtlicher Beschränkungen in der Reha-Klinik.

Experten-Antwort

Hallo olli67,

haben Sie denn schon versucht eine Mail an die Rentenversicherung zu senden und diese um dringenden Rückruf gebeten? Hier im Forum können wir Ihnen, wenn überhaupt mit etwaigen Spekulationen weiter helfen.
Eine Verschiebung der Reha ist aus gesundheitlichen Gründen grundsätzlich möglich. Auch aufgrund der Corona-Krise kann eine Kostenzusage länger aufrechterhalten werden als die üblichen 6 Monate. Dies muss aber zwingend mit Ihrem Rentenversicherungsträger abklärt sein.
Des Weiteren sollten Sie sich vielleicht auch mal die Frage stellen, ob bei den von Ihnen beschriebenen Problemen eine Reha-Maßnahme Erfolg versprechend ist. Ggfls. könnten Sie den Reha-Antrag durch schriftliche Mitteilung auch zurück nehmen mit der Bitte, dass das Rentenverfahren nun doch direkt geprüft werden soll. Hiermit dürfte auch die Krankenkasse Ihrer Frau zufrieden sein, da Sie bereits einen Rentenantrag gestellt haben.
Ansonsten bleibt Ihnen nur die Kontaktaufnahme mit Ihrem Rententräger über E-Mail, postalisch oder das Telefon.
Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 05.05.2021, 12:46 Uhr]