Reha trotz psychischer Instabilität

von
Bärchi

Guten Tag,

wegen psychischer Probleme bin ich seit über 1,5 Jahren krank geschrieben und bereits ausgesteuert. Noch während des Krankengeldes musste ich eine Reha beantragen, nun läuft es über das Arbeitsamt.

Nun steht nächste Woche die Reha an und ich möchte seit jeher nicht dort hin. Seit Tagen habe ich vor lauter Angst Durchfall, mir ist schlecht, ich weine den ganzen Tag, habe mich bereits selbst verletzt und bin kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Mein therapeut mient, ich soll es dennoch probieren. Aber ich fühle mich psychisch dazu nicht in der Lage. Ich bin so verzweifelt. Absagen kann ich die Reha nicht, da mir sonst Leisungen gestrichen werden und ich dann mittellos dastehe. Aber was bringt mir eine Reha, wenn es mir psychsich so extrem schlecht geht? Habe ich denn nicht irgendwie die Möglichkeit, nicht dort hin zu müssen, ohne mit Sanktionen rechnen zu müssen?
Denn das belastet mich zusätzlich auch noch.

Viele Grüße und danke für die Antwort

von
Reha

Nur wenn Sie aus medizinischer Sicht nicht rehafähig sind, dürften Sie ohne Sanktionen der AfA bleiben, wenn Sie die Reha nicht antreten.
Sie sollten die Reha aber als Chance begreifen und nicht von vorne herein ablehnen. Wenn sogar Ihr Therapeut, dass so sieht, sollten Sie sich das gut überlegen. Letztendlich will er Ihnen ja helfen.

Experten-Antwort

Hallo Bärchi,

wie bereits von „Reha“ ausgeführt, müssen Sie mit Sanktionen von Seiten der Krankenkasse bzw. der Agentur für Arbeit rechnen, wenn Sie die Rehamaßnahme nicht antreten. Einziger Ausnahmefall wäre, wenn Sie eine fachärztliche Bescheinigung vorlegen, dass Sie nicht rehafähig sind.

Da Ihnen aber auch Ihr Therapeut dazu rät, die Maßnahme anzutreten, sollten Sie dies auf jeden Fall versuchen. Obwohl Sie jetzt im Vorfeld verständlicherweise Angst davor haben, kann Ihnen die Maßnahme trotzdem Hilfe bringen, da das Therapiekonzept der Klinik ja auf Ihre Beschwerden ausgelegt ist.