reha trotz voller erwerbsminderung

von
hubert

habe seit Nov2012-märz 2014 befristet Rente wegen voller erwerbsminderung. Habe aktuell starke rückenbeschwerden und mein HA meint, eine Reha zu beantragen. Ist dies sinnvoll jetzt zu machen; auch wegen verlängerung der Rente erst später?!?! danke

von
Otto N.

Eine Reha-Maßnahme wird nur dann von der DRV bewilligt, wenn eine Verbesserung der Erwerbsminderung wahrscheinlich ist.

Sollte das nach Ansicht des medizinischen Reha-Personals gelungen sein, hat sich Ihre EM-Rente erledigt!

von
M. Krömer

Sie können natürlich auch als EM-Rentner jederzeit einen Rehaantrag stellen. Ob die RV diesen allerdings genehmigen wird
steht auf einem ganz anderen Blatt. Da Sie ja bereits erwerbsgemindert sind, ginge die Prüfung ihres Antrages nur noch dahingehend ob ihre bereits bestehende EM durch eine Rehamassnahme gebessert bzw. behoben werden könnte. Sollte dies nicht der Fall sein würde eine Reha abgelehnt werden.

Sollte die Reha aber genehmigt werden gäbe es folgendes zu beachten : Da in jeder Reha ja immer auch eine sozial-medizinsiche Prognose hinsichtlich der Erwerbsfähigkeit gestellt wird, wäre ich sehr vorsichtig die Reha JETZT zu beantragen. Der Zeitpunkt ist sicher nicht sehr günstig, da Sie damit u.U. ihre bis März 2014 befristete Rente gefährden. Sollte in der Reha nämlich festgestellt werden das Sie wieder erwerbsfähig sind ist ihre Rente sofort - also nocht vor Ende der Befristung ! Und ein Verlängerungsantrag hätte sich damit dann auch gleich erledigt..

Warum also ohne Not die EM-Rente gefährden ??

von
???

Ihr Arzt wird wohl seine Gründe haben, warum er Ihnen eine Kur empfiehlt. Wenn Sie Bedenken haben, dass diese Kur die Weitergewährung Ihrer Rente gefährdet, müssen Sie eben abwägen, was Ihnen wichtiger ist: Ihre Gesundheit oder die Rente. Vor einer Entscheidung sollten Sie 3 Dinge machen/bedenken:
1. Mit Ihrem Arzt über Ziel der Kur und Ihre Bedenken wegen der Rente sprechen. Holen Sie evtl. auch eine 2. Meinung (Orthopäde?) ein.
2. Eine Kur kann auch von der Krankenkasse gezahlt werden.
3. Wenn Ihre Erwerbsminderung einfach durch eine Kur beseitigt werden kann, ist es sehr wahrscheinlich, dass die DRV Sie beim Weitergewährungsantrag von sich aus zur Kur schickt.

von
MAbuster

Sehr wohl kann man als vooler EMR in Reha gehen. Ich selbst war unter diesen Voraussetzungen (volle unbefr. EMR) in 2012 in Reha. Diese wird allerdings nict bei der RV sondern bei der Krankenkasse zur Vorbeugung einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes beantragt. In diesem Falle entfiel auch bei mir die Einschätzung der Leistungsfähigkeit.
Und einen Bericht über die Reha bekommt dann auch nur der Hausarzt. Weder RV noch KV haben ein Auskunftsrecht!

von
Reiner

ich würde Ihnen eine Akutklinik gehen.
(Schmerzklinik). Geht mit einer Krankenhauseinweisung.
z.B. Schmerzklinik Enzensberg, Hopfen am See

von
hubert

mir gehts darum, daß es mir nicht schlechter geht als sowieso schon.
dass die Leistungsfähigkeit verbessert wird ist eher unwahrscheinlich (bin bei alles Rehas (Onko/Ortho) als AU entlassen worden.
ein weiterer Gedanke wäre, ob ichwegen des psychischen Seite wieder zum Psychologen/Therapeuten gehen soll (das behandlungsdaten vorliegen) obwogl ich keine Psychofarmaka in dieser richtung nehme (nur natürliche Mittel)? vielleicht gibt da scheon einige die damit schon erfahrung gemacht haben??? dankeschön für eure bereitwilligkeit:-)))

von
hubert

mir gehts darum, daß es mir nicht schlechter geht als sowieso schon.
dass die Leistungsfähigkeit verbessert wird ist eher unwahrscheinlich (bin bei alles Rehas (Onko/Ortho) als AU entlassen worden.
ein weiterer Gedanke wäre, ob ichwegen des psychischen Seite wieder zum Psychologen/Therapeuten gehen soll (das behandlungsdaten vorliegen) obwogl ich keine Psychofarmaka in dieser richtung nehme (nur natürliche Mittel)? vielleicht gibt da scheon einige die damit schon erfahrung gemacht haben??? dankeschön für eure bereitwilligkeit:-)))

von Experte/in Experten-Antwort

In allen bislang vorhandenen Beiträgen steckt sozusagen die tatsächliche Umsetzung der rechtlichen Grundlagen, auf welchen der Rentenversicherungsträger einen Antrag auf Leistungen zur Teilhabe entscheiden würde. Grundsätzlich sollte man sich klar machen, warum der Rentenversicherungsträger Leistungen zur Teilhabe, also medizinische Rehabilitation, erbringt. Die Leistungserbringung basiert auf dem Grundsatz: "Rehabilitation vor Rente." Somit wird klar, dass die rehabilitativen Leistungen dazu dienen sollen, die Erwerbsfähigkeit behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen, entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit, zu erhalten, verbessern, herzustellen oder wieder herzustellen. Hier wird deutlich, dass es sich hierbei immer nur um eine individuelle medizinische Prüfung des Einzelfalles handeln kann. Eine Antragstellung ist jederzeit möglich. Der Rentenversicherungsträger wird unter den oben ausgeführten Grundsätzen eine Prüfung vornehmen. Sofern die Erwerbsfähigkeit im Sinne des Rentenversicherungsträgers durch medizinische Rehabilitationsleistungen beeinflusst werden könnte, eventuell zu einem Wegfall der Rentenzahlung führen könnte, wird eine entsprechende Bescheidserteilung erfolgen. Sofern jedoch die Prüfung ergeben sollte, dass eine positive Veränderung des Leistungsvermögens nicht möglich sein sollte, wird der Antrag an die zuständige Krankenkasse abgegeben werden.

von
Richter

Wenn es ihnen um die Rentenverlängerung geht, so ist es natürlich von Vorteil wenn man während des Antragsverfahrens noch oder schon wieder in akuter Behandlung bei einem Arzt - in dem Fall einem Psychiater - ist. Dann kann man diesen Arzt gleich beim Antrag mit ja mit bennen und die RV holt - gegebenenfalls - dann dort einen aktuellen Befundbericht ein. Fällt dieser entsprechend in ihrem Sinne aus könnte - mus aber nicht ! - dies zur Beschleunigung im Verfahgren erheblich beitragen. Unter Umständen wird ihnen daddurch sogar auch eine persönliche Begutachtung erspart.

Berichte/Atteste eines Psychologen - die meist ja keine Ärzte sind, sondern nur ein Dilpom haben - spielen im Rentenverfahren keine wesentliche Rolle. Nur Berichte von Ärzten wird wirklich Aufmerksam seitens der RV zuteil.

Und ob eine Reha ihnen noch gesundheitlich überhaupt was bringt wird ihnen niemand vorher sagen könenn - auch ihr Arzt nicht. Das wäre im Prinzip also ein reiner Versuch und eben imemr mit dem Risisko verbunden das die Ärzte dort in der Rehaklinik andres sehen und Sie wieder " gesund schreiben " . Ambulante Massnahmen sind oft besser und zwar alleine deshalb weil Sie ueber einen viel längerem Zeitraum verordnet werden können als eine Reha, die ja heutzutage nur noch ca. 3-4 Wochen dauert .

Und auch wenn die Reha nicht die ihre RV sondern durch ihre Krankenkasse genehmigt würde ( aber da Sie ja nur eine befristete Rente erhalten und keine unbefristet wäre erstmal ihre RV am Zug den Antrag zu prüfen ! ) wären Sie später im Rahmen ihrer Mitwirkuingspflichten beim Verlänegrunnsgantrag verpflichtet die Reha im Antrag mit anzugeben. Die RV würde sich dann den Bericht von der kasse übersenden lassen und diesen dann auch im Verfahren - für oder gegen Sie .. - entsprechend verwenden.

von
Gebr. Grimm

" Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um "

Übersetzt für ihren Fall :

" Wer ohne Not während eine EM-Rente eine Reha beantragt/antritt, wird die Rente dann unter Umständen wenns schlecht läuft verlieren " .

Aber manche Leute lieben ja das Risiko...